Zuvor hatte BAT für dieses Segment ein Wachstum im niedrigen zweistelligen Prozentbereich in Aussicht gestellt und erst Anfang 2026 seinen mittelfristigen Konzernausblick von 3–5 % Umsatz- und 4–6 % bereinigtem Gewinnwachstum bestätigt – mit der Erwartung, dass die Performance 2026 am unteren Ende dieser Spannen liegen werde . Das neue Ziel mit mittlerem Zehnerprozentwachstum bedeutet eine massive Beschleunigung im Vergleich zum Vorjahr: Im ersten Halbjahr 2025 hatte das Wachstum der Sparte nur im niedrigen einstelligen Prozentbereich gelegen
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Drei Faktoren sind laut BAT für die optimistischere Prognose verantwortlich:
Trotz der Hochstufung der Alternativprodukte hielt BAT an seiner unveränderten Jahresprognose für den Gesamtkonzern fest. Demnach rechnet der Konzern für 2026 weiterhin mit einer Performance am unteren Ende seiner mittelfristigen Zielspannen: 3–5 % Umsatzwachstum und 4–6 % Wachstum des bereinigten operativen Gewinns, wobei die Entwicklung auf das zweite Halbjahr gewichtet sein soll .
Parallel dazu senkte BAT seine Prognose für den globalen Zigarettenmarkt. Der Konzern erwartet nun, dass das weltweite Industrievolumen 2026 um etwa 2,5 % zurückgehen wird – zuvor lag die Schätzung bei minus 2 % . Die Abwärtskorrektur spiegelt den anhaltenden Volumendruck im klassischen Zigarettengeschäft wider, auch wenn die Umsätze mit Alternativen Fahrt aufnehmen
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Am 8. Mai 2026 veröffentlichte die US-Gesundheitsbehörde FDA ihre finale Richtlinie mit dem Titel „Enforcement Priorities for Certain New Tobacco Products Marketed Without Premarket Authorization“ (Durchsetzungsprioritäten für bestimmte neue Tabakprodukte, die ohne Marktzulassung vertrieben werden) . Das Dokument, das mit sofortiger Wirkung in Kraft trat, beschreibt, wie die Behörde ihre Kontrollen gegen bestimmte nicht zugelassene elektronische Nikotinabgabesysteme (ENDS) und orale Nikotinbeutel priorisieren will
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Das Ausmaß der Auswirkungen ist erheblich. Laut drei aktuellen und ehemaligen Beamten der Trump-Administration könnten etwa 100 bis 200 Produkte sofort von der neuen Politik profitieren . Eine mit dem FDA-Prozess vertraute Quelle gab an, dass sich bereits rund 1.000 Anträge in der wissenschaftlichen Prüfungsphase befinden – was darauf hindeutet, dass in Zukunft noch viel mehr Produkte folgen könnten
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Zur Einordnung: Die FDA hatte bis Mai 2026 überhaupt erst 45 E-Zigaretten und 20 Nikotinbeutel offiziell zugelassen, seit sie die Regulierungsaufsicht über diese Kategorie innehat . Schätzungen gehen davon aus, dass nicht zugelassene Produkte bereits rund 80 % aller ENDS-Verkäufe in den USA ausmachen
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Wirtschaft: Die großen Tabakkonzerne – darunter BAT, Philip Morris und Altria – gelten als die Hauptgewinner der neuen Regelung, da sie über die Ressourcen verfügen, umfassende PMTA-Anträge zu stellen und aufrechtzuerhalten . Für kleinere Wettbewerber und illegale Importeure ist das Bild gemischter: Wer gar keinen Antrag gestellt hat, bleibt weiterhin im Visier der Behörde
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FDA-intern: Leitende Mitarbeiter im Tabakzentrum der FDA wurden von der Entscheidung offenbar völlig überrumpelt („blindsided“). Die Richtlinie wurde nur wenige Tage vor dem Rücktritt des damaligen FDA-Kommissars Marty Makary veröffentlicht .
Gesundheitspolitische Bedenken: Gesundheitsorganisationen und Verbraucherschützer schlagen Alarm. Sie befürchten, dass die neue Politik den Markt mit aromatisierten Vapes und Nikotinbeuteln überschwemmen und damit Bemühungen zur Eindämmung des E-Zigarettenkonsums unter Jugendlichen massiv untergraben könnte . Die FDA selbst begründet ihren Schritt damit, einen „geordneten Übergang“ zu einem regulierungskonformen Markt zu unterstützen. Man wolle die begrenzten Ressourcen lieber auf die gefährlichsten Produkte konzentrieren, anstatt wahllos gegen jedes nicht zugelassene Produkt vorzugehen
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Der politische Kurswechsel markiert eine bedeutende Wende in der US-Tabakregulierung und unterstreicht – zusammen mit der angehobenen BAT-Prognose – den fundamentalen Wandel der Branche: weg von der klassischen Zigarette, hin zu einer neuen Generation von Nikotinprodukten.
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