Der DL394 Gen12 ist ein 2U-Rackserver, der NVIDIAs neueste Rechenzentrums-CPU mit HPEs eigenen Verwaltungs- und Sicherheitstechnologien kombiniert. Die wichtigsten Details stammen aus verschiedenen Fachpublikationen und der offiziellen Mitteilung.
Während generative KI den ersten GPU-Goldrausch auslöste, ist der DL394 Gen12 auf das ausgerichtet, was als Nächstes kommt. Seine Ziel-Workloads sind spezifisch und anspruchsvoll:
Der konkreteste frühe Anwendungsfall kommt aus der Finanzwelt. Die New Yorker Börse (NYSE) prüft offiziell die DL394 Gen12-Plattform im Rahmen einer Zusammenarbeit von HPE, NVIDIA und Redpanda, einer Streaming-Datenplattform. Die NYSE verarbeitet bereits jetzt über 1,1 Billionen Nachrichten pro Tag, und der neue Server wird dahingehend evaluiert, diese Kapazität weiter zu skalieren und gleichzeitig die für moderne Handelsumgebungen essenzielle niedrige Latenz beizubehalten . Diese Evaluation deutet darauf hin, dass die Plattform einem Stresstest in einer der anspruchsvollsten Echtzeit-Datenumgebungen der Welt unterzogen wird.
Die CEOs beider Unternehmen bezeichneten die Markteinführung als einen bedeutsamen Moment für die Unternehmensinfrastruktur.
Antonio Neri, Präsident und CEO von HPE, konzentrierte sich auf die sich verändernde Natur von Unternehmens-Workloads:
„Der Wandel von generativen Modellen hin zu agentenbasierten Systemen definiert die Rolle von Rechenleistung im gesamten Unternehmen neu. Mit unserem neuen HPE ProLiant Compute Server liefern wir eine neue Infrastrukturklasse, um Kunden zu helfen, Erkenntnisse zu beschleunigen und selbst in den anspruchsvollsten Umgebungen mit Zuversicht zu agieren.“
Neris Aussage positioniert HPE weniger als reinen Standard-Server-Anbieter, sondern vielmehr als Partner für Unternehmen, die den Sprung von experimenteller KI zu operativen, autonomen Systemen bewältigen.
Jensen Huang, Gründer und CEO von NVIDIA, unterstrich den technologischen Sprung, den die Vera-CPU selbst darstellt:
„Agentic AI ist da, und sie braucht eine neue CPU. Vera wurde gebaut, um KI-Fabriken zu orchestrieren – mit doppelter Effizienz und schnellerer Aufgabenerledigung als x86. Mit dem HPE ProLiant Compute DL394 Gen12 können Unternehmen Vera einsetzen, und die NYSE zeigt, was eine speziell entwickelte KI-Infrastruktur in den anspruchsvollsten Umgebungen der Welt leisten kann.“
Huangs Erwähnung der traditionellen x86-Architektur zieht einen direkten Vergleich und stellt Vera nicht nur als neuen Chip dar, sondern als notwendige Abkehr vom traditionellen Server-CPU-Design für das KI-Zeitalter.
Die Ankündigung auf der Computex landete am 1. Juni 2026, demselben Tag, an dem HPE seine Ergebnisse für das zweite Geschäftsquartal veröffentlichte. Die Kombination aus bedeutender Produkteinführung und einem großen Gewinnsprung sorgte für einen starken Impuls bei der Aktie.
Der HPE ProLiant Compute DL394 Gen12 wird voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte 2026 verfügbar sein, wobei mehrere Berichte den Herbst 2026 als Zeitrahmen nennen. Er wird als Teil des Portfolios „NVIDIA AI Computing by HPE“ verkauft .
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