| GPT-5.5 startet auf OpenAIs eigener API | 23. April 2026 |
| Allgemeine Verfügbarkeit auf Bedrock | 1. Juni 2026 |
Die Preisgestaltung auf Bedrock entspricht exakt OpenAIs eigenen Tarifen, und die Nutzung wird auf bestehende AWS-Verpflichtungen (Commitments) angerechnet .
| Modell | Input (pro 1 Mio. Tokens) | Gecachter Input | Output (pro 1 Mio. Tokens) |
|---|---|---|---|
| GPT-5.5 (kurzer Kontext) | $5,00 | $0,50 | $30,00 |
| GPT-5.5 (langer Kontext) | $10,00 | $1,00 | $45,00 |
| GPT-5.4 | $2,50 | $0,25 | $15,00 |
Bedrock bietet drei Service-Stufen an, um unterschiedliche Workload-Anforderungen zu erfüllen: Standard (Pay-per-Token), Priority (höherer Durchsatz mit zeitbasierter Bindung) und Flex (kostengünstigerer Zugang für flexible, nicht zeitkritische Aufgaben) .
openai/v1/responses-Pfad auf dem bedrock-mantle-Endpunkt Am 27. April 2026 restrukturierten Microsoft und OpenAI ihre Partnerschaft und entzogen Microsoft damit das exklusive Recht, OpenAIs Frontier-Modelle auf Azure zu hosten . Dies war der entscheidende Wegbereiter für den Bedrock-Launch – AWS kündigte die OpenAI-Modelle auf Bedrock nur einen Tag später an
. OpenAI kann seine Produkte nun über jeden beliebigen Cloud-Anbieter vertreiben, wobei Azure zwar der „primäre“, aber nicht mehr exklusive Partner bleibt
.
Bedrock bot bereits zuvor Zugriff auf Modelle wie Anthropics Claude, Metas Llama, Mistral, Amazons eigene Titan-Modelle und viele weitere. Durch die Aufnahme von OpenAIs fortschrittlichsten Modellen (GPT-5.5, GPT-5.4, Codex) wird Bedrock zum branchenweit breitesten Marktplatz für Frontier-Modelle – direkt neben Anthropics Claude, das zuvor das Flaggschiff auf Bedrock war . Dies ist eine tiefgreifende Wettbewerbsverschiebung: AWS bietet nun beide führenden Frontier-Familien (OpenAI + Anthropic) auf derselben Plattform an, mit einheitlicher Sicherheit, Governance und Abrechnung.
OpenAI war zuvor im Enterprise-Vertrieb faktisch an Azure gebunden. Die Partnerschaft mit AWS eröffnet OpenAI einen zweiten massiven Cloud-Kanal, reduziert das Risiko einer Einzelanbieter-Abhängigkeit und erweitert die Reichweite in die ca. 60 % der Unternehmen, die hauptsächlich auf AWS setzen . Amazons 50-Milliarden-Dollar-Investition versüßt den Deal zusätzlich.
Zum ersten Mal können Unternehmen OpenAI-Modelle auf AWS, Azure oder direkt über OpenAIs API betreiben – und dabei Leistung, Kosten und Latenz cloudübergreifend vergleichen. Dies verwandelt den Cloud-Layer zunehmend in eine „Commodity“ und verlagert den Wettbewerb auf Modellqualität, Inferenz-Performance und Plattform-Services, statt auf starre Cloud-Bindungen.
Die Einführung von Bedrock Managed Agents, angetrieben von OpenAI, geht weit über den reinen Modellzugriff hinaus. AWS kann nun agentische Workflows direkt in seinem Ökosystem anbieten und tritt damit in direkte Konkurrenz zu Microsofts Copilot-Stack und Googles Vertex AI Agent Builder . Es geht nicht mehr nur um das Modell, sondern um die Plattform.
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