Die USA haben die Frist für den erzwungenen Verkauf von Lukoils Auslandsvermögen auf den 27. Eine vorläufige, nicht exklusive Vereinbarung mit dem US Investor Carlyle Group steht, schließt aber die Geschäfte in Kasachstan aus.

Create a landscape editorial hero image for this Studio Global article: What is the latest on the U.S. Treasury's extension of the deadline for Lukoil's foreign asset sale to June 27, including details on the san. Article summary: On May 28, 2026, the U.S. Treasury Department extended the license authorizing talks on the sale of Lukoil's foreign assets by one more month, to June 27, 2026 — marking roughly the sixth extension of the deadline since . Topic tags: general, government, general web. Reference image context from search candidates: Reference image 1: visual subject "Image for Russian-led economic union to look at suspending Armenia over EU ambitions" source context "US Extends Lukoil Asset Sale Deadline to June 27 Amid Sanctions" Reference image 2: visual subject "Image for Poland detains arms maker employee suspected of spying, minister says" source context "US Extends Lukoil A
Am 28. Mai 2026 verlängerte das Office of Foreign Assets Control (OFAC), die Sanktionsbehörde des US-Finanzministeriums, eine entscheidende Ausnahmegenehmigung um einen weiteren Monat. Die Frist für Verhandlungen über den Verkauf der Auslandsvermögen des russischen Ölkonzerns Lukoil wurde damit auf den 27. Juni 2026 verschoben . Es ist bereits die sechste derartige Verlängerung, seit die Sanktionen im Oktober 2025 in Kraft traten – ein deutliches Zeichen dafür, dass die erzwungene Veräußerung des rund 22 Milliarden Dollar schweren Portfolios weitaus komplexer ist als ursprünglich angenommen
. Die als „General License 131F" bekannte Genehmigung erlaubt es potenziellen Käufern, Gespräche zu führen, aufschiebend bedingte Verträge abzuschließen und eine Due-Diligence-Prüfung durchzuführen. Die endgültige Transaktion bleibt jedoch von einer separaten Zustimmung des OFAC abhängig und ist damit keineswegs in trockenen Tüchern
.
Die Uhr zu ticken begann am 22. Oktober 2025, als das OFAC Lukoil, Russlands zweitgrößten Ölproduzenten, auf die Sanktionsliste setzte, um den „Druck auf den russischen Energiesektor zu erhöhen“ und Moskaus Fähigkeit zu untergraben, „Einnahmen für seine Kriegsmaschinerie zu erzielen" . Dieser Schritt ist eingebettet in eine umfassendere Strategie, mit Wirtschaftssanktionen ein Ende des Krieges in der Ukraine zu erzwingen. Die finanziellen Folgen für Lukoil sind dramatisch: Für das Geschäftsjahr 2025 meldete der Konzern einen atemberaubenden Nettoverlust von 1,06 Billionen Rubel, umgerechnet etwa 12,5 Milliarden Dollar. Ein wesentlicher Grund dafür ist die Abschreibung seiner internationalen Investitionen in Höhe von 1,7 Billionen Rubel (20,2 Milliarden Dollar)
. Das Unternehmen musste den Wert seines Engagements im Ausland faktisch ausradieren.
Die zum Verkauf stehenden Vermögenswerte – gebündelt in der Tochtergesellschaft Lukoil International GmbH – sind ein weitverzweigtes Imperium, das sich über mehr als 30 Länder erstreckt . Analysten beziffern den Gesamtwert auf rund 22 Milliarden Dollar. Das Kronjuwel ist eine Mehrheitsbeteiligung von 75 Prozent am riesigen irakischen Ölfeld West Qurna 2. Zum Portfolio gehören aber auch Raffinerien, Förderprojekte in Ägypten, Aserbaidschan und Usbekistan sowie ein Tankstellennetz mit 321 Standorten in Rumänien
. Der erzwungene Ausverkauf macht im Grunde Jahrzehnte der internationalen Expansion von Lukoil rückgängig.
Ein möglicher Ausweg aus der Sackgasse zeichnete sich am 29. Januar 2026 ab, als Lukoil eine Grundsatzvereinbarung mit der US-Private-Equity-Größe Carlyle Group zur Übernahme der Lukoil International GmbH unterzeichnete . Der angekündigte Deal ist weitreichend, enthält aber entscheidende Haken:
Die Übereinkunft mit Carlyle war nicht der erste Anlauf. Bereits Ende 2025 hatte der Schweizer Rohstoffhändler Gunvor Group ein erstes Angebot über 22 Milliarden Dollar abgegeben . Das US-Finanzministerium unternahm daraufhin den außergewöhnlichen Schritt, das Unternehmen öffentlich an den Pranger zu stellen, nannte es eine „Marionette des Kremls" und ließ verlauten, man werde Gunvor „niemals" eine Lizenz für den Betrieb der Vermögenswerte erteilen
. Gunvor bezeichnete die Vorwürfe als „grundlegend falsch informiert" und zog sein Angebot im November 2025 zurück
. So ungewöhnlich dieser öffentliche Schlagabtausch war, so klar machte er, dass Washington bei dieser Transaktion nicht nur die Regeln vorgibt, sondern auch darüber entscheidet, wer überhaupt mitspielen darf.
Berichten zufolge gab es auch Interesse von anderen Parteien, darunter ein Konsortium aus Chevron und der Quantum Capital Group . Der Status dieser konkurrierenden Angebote ließ sich jedoch anhand der vorliegenden Quellen nicht unabhängig bestätigen.
Die Kette der einmonatigen Fristverlängerungen, dokumentiert in den General Licenses 131A bis hin zur aktuellen 131F, zeugt von einer sehr bewussten Strategie des Finanzministeriums . Die Genehmigungen erlauben eine breite Palette von Aktivitäten im Vorfeld einer Transaktion – von der Due Diligence über die Beauftragung externer Anwälte bis hin zu detaillierten Vertragsverhandlungen –, doch sie untersagen ausdrücklich den endgültigen Vollzug des Verkaufs
. Washington schafft damit einen kontrollierten Prozess, bei dem es seine maximale Verhandlungsmacht behält. Der erzwungene Ausstieg ist ein Instrument, um dem Kreml Einnahmequellen zu kappen, die mit westlichen Märkten verbunden sind. Das Finanzministerium scheint es nicht eilig zu haben, den Verkauf abzuschließen, und nutzt die anhaltende Unsicherheit als Teil einer umfassenderen Druckkampagne mit dem Ziel, Moskau zu einem Ende des Ukraine-Krieges zu bewegen
.
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Die USA haben die Frist für den erzwungenen Verkauf von Lukoils Auslandsvermögen auf den 27.
Die USA haben die Frist für den erzwungenen Verkauf von Lukoils Auslandsvermögen auf den 27. Eine vorläufige, nicht exklusive Vereinbarung mit dem US Investor Carlyle Group steht, schließt aber die Geschäfte in Kasachstan aus.
Die wiederholten Verzögerungen offenbaren eine kalkulierte Strategie: Washington nutzt den schleppenden Verkauf als Druckmittel, um dem Kreml wichtige Einnahmequellen für den Ukraine Krieg zu entziehen und behält dabe...