Die wichtigsten technischen Daten im Überblick:
Einen offiziellen Preis hat Ferrari zwar noch nicht genannt, doch die Berichterstattung ist sich weitgehend einig: Der europäische Grundpreis dürfte bei 500.000 bis 550.000 Euro liegen, was am oberen Ende einem Gegenwert von rund 600.000 Franken oder etwa 647.000 US-Dollar entspricht . Einige Quellen nannten gar Zahlen um 823.000 Dollar, die sich jedoch wahrscheinlich auf voll ausgestattete Varianten oder limitierte Ersteditionen beziehen
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Damit ist der Luce nicht nur deutlich teurer als Ferraris bislang teuerstes reguläres Serienmodell, der Purosangue (der bei rund 450.000 Euro startet), sondern auch das teuerste in Serie gebaute Fahrzeug, das jemals das Werk in Maranello verlassen hat . Das Interesse der Kundschaft jedenfalls ist enorm: Schon vor der offiziellen Enthüllung wurde die Vorbestell-Nachfrage von Ferrari als „sehr positiv“ beschrieben
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Die Bedeutung des Luce reicht weit über das Datenblatt hinaus. Er ist die bislang klarste Antwort auf die Frage, wie der pro Fahrzeug profitabelste Autohersteller der Welt durch das elektrische Zeitalter navigieren will.
CEO Benedetto Vigna verwendet für Ferraris Ansatz stets die Formulierung „elektrische Ergänzung, nicht elektrische Wende“ (electric addition, not electric transition) . Auf dem E-Summit des IIT Bombay Ende 2025 bestätigte er, dass Elektroautos künftig neben Benzin- und Hybridmodellen existieren, sie aber nicht verdrängen werden
. Das Unternehmen hat sein ursprüngliches EV-Absatzziel für 2030 inzwischen von 40 auf 20 Prozent des Portfolios halbiert – ein Schritt, der einen Kursrutsch der Aktie um 16 Prozent auslöste, aber Ferraris Bekenntnis zur Technologieneutralität unterstrich
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Die Kernelemente dieser Strategie:
Warum ist Ferraris Ansatz so bedeutsam? Weil das Unternehmen eine enorme Signalwirkung hat. Mit einem Gewinn von geschätzt 100.000 Dollar pro verkauftem Fahrzeug sowie seiner Marktkapitalisierung beobachten Investoren und Wettbewerber den Elektrifizierungspfad Maranellos ganz genau.
Der Luce sendet eine klare Botschaft: Das Luxussegment folgt nicht dem Playbook der Volumenhersteller. Während große Autokonzerne aggressive E-Ziele formulierten und später wieder einkassieren mussten, steigt Ferrari zu seinen eigenen Bedingungen ein. Mit einem exorbitanten Preis, streng limitierten Stückzahlen und einer explizit technologieoffenen Zukunft. Sollte der Luce ein kommerzieller Erfolg werden – und alles deutet darauf hin, dass er ausverkauft sein wird –, untermauert das die These, dass im absoluten Premiumsegment Markenimage und Fahrcharakter weit wichtiger sind als die reine Reichweite oder Ladegeschwindigkeit.
Fast noch bemerkenswerter ist, was Ferrari explizit nicht tut. Anders als Jaguars reiner Elektrokurs oder die ambitionierten Ziele, die Mercedes für seine EQS-Reihe ausgegeben hat, behandelt Ferrari seinen ersten Stromer nicht als existenzielle Aussage über die automobile Zukunft. Der Luce ist ein einzelnes Modell in einer Modellpalette, die auf absehbare Zeit weiterhin V6-, V8- und V12-Motoren umfassen wird. In einer Branche, die noch immer mit unsicherer Nachfrage und zunehmendem Regulierungsdruck ringt, lautet Maranellos Argument: Der ultimative Luxus ist die Wahlfreiheit des Kunden. Und ein profitabler Weg durch die 2020er- und 2030er-Jahre erfordert keineswegs die vollständige Abkehr vom Verbrennungsmotor.
Der Luce ist also nicht einfach nur Ferraris erstes Elektroauto. Er ist das selbstbewusste Fallbeispiel dafür, wie eine Ultra-Luxus-Performance-Marke die Elektrifizierung ergänzen kann, ohne ihre Identität und ihre Margen einzubüßen.