In den veröffentlichten Tests konnte das Gerät Biomarker für frühen Lungenkrebs mit einer Genauigkeit von bis zu 94,9 % identifizieren.
Damit zeigt das System das Potenzial, Krankheiten in sehr frühen Stadien zu erkennen – ein entscheidender Faktor, da die Heilungschancen bei vielen Krebsarten stark steigen, wenn sie früh diagnostiziert werden.
Laut Berichten über die Studie ist der Sensor etwa 10.000‑mal empfindlicher als konventionelle Nachweismethoden für frühe Krebs‑Biomarker.
Ein weiterer Unterschied liegt in der Größe der Technologie. Klassische Systeme für ähnliche Analysen können große Laborgeräte erfordern – teilweise in der Größenordnung eines Kühlschranks. Das neue photonic‑System wurde dagegen so stark miniaturisiert, dass es in ein tragbares oder handheld‑Gerät integriert werden kann.
Der Sensor nutzt Licht und nanostrukturierte Materialien, um molekulare Veränderungen in einer Blutprobe zu messen. Photonic‑Biosensoren gelten als besonders vielversprechend für sogenannte Liquid Biopsies – also Bluttests, die Hinweise auf Krankheiten liefern, ohne invasive Gewebeproben zu benötigen.
Durch ihre hohe Empfindlichkeit können solche Systeme extrem niedrige Konzentrationen von Biomarkern erkennen, die mit klassischen Verfahren oft schwer nachweisbar sind.
Noch handelt es sich um Forschung im Entwicklungsstadium. Sollte sich die Technologie in weiteren Studien und klinischen Tests bewähren, könnte sie langfristig zu schnellen, tragbaren Krebs‑Screenings beitragen – möglicherweise sogar direkt in Arztpraxen oder mobilen Diagnoseeinheiten.
Ein einfacher Blutstropfen könnte damit künftig ausreichen, um frühzeitig Hinweise auf Krebs zu erhalten und Patienten schneller in eine Behandlung zu bringen.