Ebola verbreitet sich durch direkten Kontakt mit Blut oder anderen Körperflüssigkeiten infizierter Menschen sowie über kontaminierte Materialien. Besonders gefährlich ist der Kontakt mit Verstorbenen: In dieser Phase ist die Viruslast im Körper oft sehr hoch, wodurch Leichen weiterhin stark infektiös sein können.
Aus diesem Grund gelten Beerdigungen und der Umgang mit Toten als einer der wichtigsten Übertragungswege während Ebola‑Epidemien. Spezielle Bestattungsteams mit Schutzkleidung sollen solche Risiken reduzieren.
Angesichts der raschen Ausbreitung erklärte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am 17. Mai, dass der Ebola‑Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo und Uganda eine „gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite“ darstellt.
Innerhalb der DR Kongo wird das Risiko inzwischen als „sehr hoch“ eingeschätzt, auch wenn das globale Risiko weiterhin als gering gilt.
Hilfsorganisationen und internationale Partner verstärken deshalb Maßnahmen wie:
Die Zahlen ändern sich derzeit schnell. Laut WHO‑Update vom 22. Mai gab es in der Demokratischen Republik Kongo:
Ein späterer Medienbericht vom 24. Mai, der sich auf Angaben der kongolesischen Behörden stützt, meldete jedoch bereits 204 Todesfälle insgesamt.
Diese Diskrepanz zeigt, dass bestätigte Fälle oft hinter der tatsächlichen Ausbreitung zurückliegen. Viele Verdachtsfälle werden erst später labordiagnostisch bestätigt oder ausgeschlossen.
Die US‑Gesundheitsbehörde CDC betont, dass das Risiko einer Ausbreitung in die Vereinigten Staaten derzeit niedrig sei. Bislang wurden keine mit diesem Ausbruch verbundenen Fälle in den USA bestätigt.
Dennoch wurden Vorsichtsmaßnahmen eingeführt. Dazu gehören:
Medizinisches Personal wurde außerdem darauf hingewiesen, mögliche Ebola‑Fälle bei Reisenden aus betroffenen Regionen früh zu erkennen und sofort zu isolieren. Für die Bundibugyo‑Variante gibt es derzeit weder einen von der US‑Arzneimittelbehörde zugelassenen Impfstoff noch spezifische Therapien.
Die Fälle der Rotkreuz‑Freiwilligen zeigen, wie leicht Ebola zunächst unter dem Radar bleiben kann – besonders in abgelegenen Regionen mit begrenzter medizinischer Infrastruktur. Wenn ihre Infektion tatsächlich vom aktuellen Ausbruch stammt, war das Virus bereits Ende März aktiv, also mehrere Wochen bevor Gesundheitsbehörden die ersten bestätigten Fälle meldeten.
Das bedeutet auch: Das tatsächliche Ausmaß des Ausbruchs könnte größer sein, als frühe bestätigte Zahlen vermuten lassen.