Apple argumentiert vor dem Supreme Court, dass Epics Klage nicht zu Regeln führen sollte, die für alle Entwickler im US‑App‑Store gelten. Der Streit dreht sich um externe Zahlungslinks und Apples Versuch, dafür weiterhin bis zu 27 % Provision zu verlangen.

Create a landscape editorial hero image for this Studio Global article: How is Apple arguing to the U.S. Supreme Court that Epic Games’ lawsuit over App Store commissions should not lead to rules that apply to al. Article summary: Apple is telling the Supreme Court that Epic’s case should not be used to impose U.S.-wide App Store rules for every developer, because the fight is now about the scope of a California-law injunction and contempt order, . Topic tags: general, news, government, general web. Reference image context from search candidates: Reference image 1: visual subject "# Supreme Court declines to pause order holding Apple in contempt in Epic Games lawsuit. The U.S. Supreme Court rejected on Wednesday Apple's request to temporarily block a judicia" source context "Supreme Court declines to pause order holding Apple in contempt in Epic Games lawsuit" Reference image 2: visual s
Der jahrelange Rechtsstreit zwischen Apple und dem Fortnite-Entwickler Epic Games ist erneut beim Obersten Gerichtshof der USA angekommen. Apple versucht dort zu verhindern, dass ein einzelner Prozess weitreichende Regeln für den gesamten US‑App‑Store festlegt. Gleichzeitig prüfen Gerichte weiterhin, wie Apple mit externen Zahlungsoptionen und Entwicklerprovisionen umgehen darf.
Im Kern geht es um eine einfache, aber weitreichende Frage: Dürfen Entwickler Nutzer auf Bezahlmöglichkeiten außerhalb des App Stores lenken – und wenn ja, darf Apple dafür trotzdem Gebühren verlangen?
In einem aktuellen Antrag fordert Apple den Supreme Court auf, die Umsetzung einer Entscheidung des Berufungsgerichts (Ninth Circuit) vorläufig auszusetzen. Das Unternehmen bereitet parallel eine formelle Bitte vor, den Fall vollständig vom Supreme Court überprüfen zu lassen.
Apple argumentiert, dass der Streit inzwischen zu eng gefassten Fragen über die Auslegung einer gerichtlichen Verfügung und eines späteren Missachtungsurteils („civil contempt“) geworden sei. Er betreffe nicht grundsätzlich das gesamte Geschäftsmodell des App Stores.
Nach Darstellung des Konzerns haben die unteren Instanzen Epics ursprüngliche Klage faktisch in Regeln umgewandelt, die für alle Entwickler im US‑App‑Store gelten würden – auch für große Unternehmen, die gar nicht Teil des ursprünglichen Verfahrens waren. Apple hält diese Ausweitung für unzulässig.
Der Streit geht auf sogenannte „Anti‑Steering“-Regeln zurück. Diese Richtlinien untersagten Entwicklern lange Zeit, Nutzer innerhalb einer App auf alternative Zahlungsmethoden außerhalb des App Stores hinzuweisen.
Nach einem Urteil eines US‑Bundesgerichts muss Apple Entwicklern jedoch erlauben, in ihren Apps Buttons, Links oder andere Hinweise einzubauen, die zu externen Zahlungsoptionen führen. Ziel war es, Entwicklern eine Möglichkeit zu geben, Apples In‑App‑Kaufsystem zu umgehen, dessen Provisionen je nach Fall bis zu 30 % betragen können.
Unklar blieb allerdings eine entscheidende Frage: Darf Apple weiterhin eine Gebühr verlangen, wenn der Kauf außerhalb des App Stores abgeschlossen wird?
Als die gerichtliche Verfügung in Kraft trat, passte Apple seine App‑Store‑Regeln an. Entwickler durften nun externe Zahlungslinks setzen – Apple verlangte jedoch weiterhin bis zu 27 % Provision auf viele Käufe, die über diese Links zustande kamen.
Epic argumentierte, dass diese Regelung den Zweck des Urteils untergrabe und im Grunde die gleiche Gebührenstruktur aufrechterhalte. Gerichte kamen schließlich zu dem Schluss, dass Apples Umsetzung nicht vollständig mit der ursprünglichen Verfügung vereinbar sei. Das führte zu einem zivilrechtlichen Missachtungsurteil gegen Apple.
Der Ninth Circuit bestätigte große Teile der damit verbundenen Sanktionen, verwies aber einige Fragen zurück an das ursprüngliche Gericht – insbesondere die noch offene Frage, ob und in welcher Höhe Apple überhaupt eine Provision für externe Käufe verlangen darf.
Epic Games widersprach Apples Antrag auf einen Aufschub beim Supreme Court. Das Unternehmen argumentierte, Apple habe in den unteren Instanzen bereits zentrale Entscheidungen verloren und könne keinen ausreichenden Grund für eine Notfallmaßnahme vorweisen.
Nach Epics Ansicht sollten die Verfahren in den unteren Gerichten weiterlaufen, während der Supreme Court prüft, ob er den Fall überhaupt annimmt. Eine Verzögerung würde lediglich ein System verlängern, das Gerichte bereits als rechtswidrig bewertet hätten.
Mehrere Entwicklungen zeigen, wo der Streit derzeit steht:
Parallel dazu läuft auch der wirtschaftliche Wettbewerb weiter. Epic hat Fortnite nach Jahren der Abwesenheit wieder in den App Store zurückgebracht – inzwischen in den meisten Regionen weltweit, während der Rechtsstreit über Gebühren und Plattformregeln weitergeht.
Was als Konflikt zwischen einem Spieleentwickler und einem Plattformbetreiber begann, hat inzwischen globale Bedeutung. Entwickler, Wettbewerbsbehörden und Plattformbetreiber verfolgen aufmerksam, wie US‑Gerichte mit der Macht großer App‑Marktplätze umgehen.
Die zentrale Frage lautet: Darf ein Plattformbetreiber sein eigenes Bezahlsystem vorschreiben – oder zumindest Gebühren verlangen, selbst wenn Käufe außerhalb seines Systems stattfinden?
Eine endgültige Antwort steht noch aus. Apple strebt eine Überprüfung durch den Supreme Court an, während untere Gerichte weiter klären, welche Regeln künftig für externe App‑Store‑Zahlungen gelten.
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Apple argumentiert vor dem Supreme Court, dass Epics Klage nicht zu Regeln führen sollte, die für alle Entwickler im US‑App‑Store gelten.
Apple argumentiert vor dem Supreme Court, dass Epics Klage nicht zu Regeln führen sollte, die für alle Entwickler im US‑App‑Store gelten. Der Streit dreht sich um externe Zahlungslinks und Apples Versuch, dafür weiterhin bis zu 27 % Provision zu verlangen.
Der Supreme Court stoppte das Verfahren nicht, während Fortnite inzwischen in den meisten Regionen wieder im App Store verfügbar ist.