Allein in wenigen Wochen Anfang 2026 bewegten sich so laut Blockchain‑Analysen Vermögenswerte im Milliardenbereich zwischen BlackRock‑Wallets und Coinbase Prime.
Dieses wiederkehrende Muster spricht eher für routinemäßige institutionelle Kapitalflüsse als für einzelne strategische Verkäufe.
Der Grund liegt in der Struktur von BlackRocks Krypto‑ETFs.
In den regulatorischen Unterlagen zum iShares Bitcoin Trust (Ticker: IBIT) wird festgehalten, dass Coinbase Custody Trust Company der Hauptverwahrer der Bitcoin‑Bestände des Fonds ist. Zudem fungieren Coinbase‑Einheiten als Handels‑ und Ausführungsdienstleister.
Damit übernimmt Coinbase mehrere zentrale Aufgaben:
Deshalb können große Bewegungen zwischen BlackRock‑Wallets und Coinbase‑Diensten stattfinden, ohne dass sofort Coins am Markt verkauft werden.
Spot‑Krypto‑ETFs wie IBIT arbeiten mit einem Mechanismus aus Creation und Redemption.
Neue ETF‑Anteile werden nicht einzeln ausgegeben, sondern in großen Blöcken – sogenannten „Baskets“.
Diese Prozesse laufen über spezielle Finanzinstitute, sogenannte Authorized Participants. Je nach Nachfrage können sie:
Dabei müssen oft Bitcoin zwischen Verwahrkonten und Handelsplattformen verschoben werden – Bewegungen, die auf der Blockchain als große Einzahlungen bei Coinbase Prime erscheinen können.
Die Blockchain zeigt also die Transaktion – aber nicht den operativen Hintergrund.
Wenn große Mengen Kryptowährungen zu einer Börse geschickt werden, interpretieren viele Marktbeobachter das als mögliches Verkaufssignal. Bei ETF‑Strukturen ist diese Schlussfolgerung jedoch oft zu simpel.
Solche Transfers können stattdessen entstehen durch:
Ein weiterer Hinweis: Der Februar‑Transfer enthielt auch Ethereum, obwohl IBIT selbst nur Bitcoin hält. Das deutet darauf hin, dass die Bewegung eher BlackRocks breitere Digital‑Asset‑Aktivitäten oder mehrere ETF‑Produkte betrifft – nicht ausschließlich den Bitcoin‑ETF.
Der Transfer von rund 160 Millionen Dollar in Bitcoin und Ethereum zu Coinbase Prime passt in ein wiederkehrendes Muster institutioneller Bewegungen.
Da BlackRocks Krypto‑ETFs stark auf Coinbase für Verwahrung, Handel und Abwicklung angewiesen sind, spiegeln viele dieser On‑chain‑Transfers schlicht die technische Infrastruktur hinter ETF‑Zuflüssen und ‑Abflüssen wider.
Blockchain‑Daten zeigen zwar, dass Vermögenswerte bewegt werden – aber nicht unbedingt warum. Im Kontext der ETF‑Struktur wirken solche Transaktionen daher eher wie Routineprozesse im Hintergrund als wie ein klares Signal, dass BlackRock seine Krypto‑Bestände verkauft.
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