Genau hier kommen Netzwerktechnologien ins Spiel – und damit Unternehmen wie Nokia.
Morgan Stanley weist darauf hin, dass Nokias Geschäft mit AI‑ und Cloud‑Netzwerken inzwischen rund 6 % des Konzernumsatzes ausmacht und kontinuierlich wächst. Gleichzeitig expandiert der adressierbare Markt für diese Technologien laut Analysten um mehr als 15 % pro Jahr, getrieben durch Investitionen der großen Cloud‑Anbieter.
Ein großer Teil der Wachstumsstory liegt in Nokias Geschäft mit optischen Netzwerken und IP‑Routing.
Diese Technologien sind entscheidend, um die enormen Datenströme moderner KI‑Workloads zu transportieren.
Nokia profitiert davon, weil Hyperscaler wie große Cloud‑Plattformen ihre Rechenzentren weltweit massiv ausbauen. Genau dafür liefern Nokias Netzwerklösungen die nötige Infrastruktur.
Auch die Unternehmensprognosen spiegeln diese Dynamik wider. Nokia erwartet für 2026:
Das deutet darauf hin, dass die Nachfrage nach Konnektivität rund um KI‑Rechenzentren deutlich anzieht.
Ein weiterer wichtiger Faktor für die positive Analystenstimmung ist Nokias Partnerschaft mit Nvidia.
Im Oktober 2025 kündigte der KI‑Chipkonzern an, 1 Milliarde US‑Dollar in Nokia zu investieren und gleichzeitig eine strategische Zusammenarbeit aufzubauen. Ziel ist die Entwicklung von AI‑RAN‑Technologien – also Funknetz‑Infrastruktur, die direkt mit KI‑Beschleunigern arbeitet.
Die Kooperation kombiniert:
Kurzfristig richtet sich das Projekt vor allem auf KI‑native Mobilfunknetze und zukünftige 6G‑Systeme, stärkt aber auch Nokias Rolle im breiteren KI‑Netzwerk‑Ökosystem. Für Investoren gilt das Engagement von Nvidia als starke strategische Bestätigung.
Der neue KI‑Fokus kommt nicht aus einer finanziellen Schwächephase heraus. Nokia weist eine relativ stabile operative Basis auf.
Für das Jahr 2025 meldete das Unternehmen:
Damit verfügt Nokia über genügend finanzielle Stabilität, um weiterhin in neue Netzwerktechnologien zu investieren.
Der Markt beginnt, diese neue Erzählung einzupreisen. Als Morgan Stanley das Kursziel im März 2026 auf 8,50 € anhob, begründete die Bank dies ausdrücklich mit der wachsenden Nachfrage nach KI‑Infrastruktur und Rechenzentrums‑Netzwerken.
Auch andere Analysten sind inzwischen optimistischer geworden. Der gemeinsame Nenner vieler Einschätzungen: Nokia könnte stärker als bisher angenommen vom globalen Rennen um KI‑Rechenzentren und Cloud‑Infrastruktur profitieren.
Mehrere Entwicklungen verändern derzeit die Wahrnehmung des Unternehmens:
Sollten diese Trends anhalten, könnte Nokia zunehmend weniger als traditioneller Telekom‑Ausrüster gesehen werden – und mehr als wichtige Verbindungsschicht der KI‑Ökonomie.
Der wichtigste Punkt für Anleger bleibt jedoch die Bewertung: Bestätigte Analystenziele von Morgan Stanley liegen aktuell bei 6,50 € und später 8,50 €, während deutlich höhere Ziele wie 14 € bislang nicht durch verlässliche Quellen belegt sind.
Comments
0 comments