Physiker vom Flatiron Institute und der Boston University zeigten, dass die Quanten‑Annealing‑Simulation aus D‑Waves Quantum‑Supremacy‑Claim von 2025 auch mit einem klassischen Tensor‑Netzwerk‑Algorithmus reproduziert... D‑Wave hatte berichtet, dass sein Advantage2‑Quantenannealer die Simulation komplexer magnetisch...

Create a landscape editorial hero image for this Studio Global article: How did physicists at the Flatiron Institute and Boston University show that a classical computer—even a laptop using tensor‑network algorit. Article summary: They showed it by building a better classical simulator for the same quantum-annealing dynamics problem, using 2D and 3D tensor networks whose structure matches the lattice and updating them with belief propagation so th. Topic tags: general, academic, news, general web, government. Reference image context from search candidates: Reference image 1: visual subject "Physicists at the Center for Computational Quantum Physics (CCQ) at the Simons Foundation’s Flatiron Institute, in collaboration with Boston University, have developed a classical" source context "Flatiron Institute Tensor Network Algorithm Overturns Historical D-Wave Quantum Supremacy Claim - Quantum
Quantencomputer‑Unternehmen verkünden regelmäßig Durchbrüche, wenn ihre Hardware Probleme löst, die für klassische Computer angeblich unlösbar sind. Doch eine neue Studie von Physikern des Flatiron Institute und der Boston University zeigt, wie schnell sich diese Grenze verschieben kann.
Die Forscher entwickelten eine effizientere klassische Simulationsmethode auf Basis von Tensor‑Netzwerken und Belief Propagation. Damit konnten sie exakt das Quanten‑Dynamikproblem reproduzieren, das in D‑Waves viel beachteter Quantum‑Supremacy‑Ankündigung von 2025 verwendet wurde. In einigen Fällen lief die Simulation sogar auf relativ bescheidener Hardware – einschließlich eines gewöhnlichen Laptops.
Im März 2025 präsentierte D‑Wave Ergebnisse mit seinem Advantage2‑Quantenannealer, einem supraleitenden System mit rund 5.000 Qubits. Laut Unternehmen konnte die Maschine eine komplexe Simulation magnetischer Materialien in weniger als etwa 20 Minuten durchführen.
Die gleiche Berechnung würde auf klassischen Supercomputern – so die damalige Schätzung – nahezu eine Million Jahre dauern.
Im Zentrum der Aufgabe stand die Simulation sogenannter Ising‑Spin‑Glass‑Modelle auf Gitterstrukturen. Solche Modelle beschreiben ungeordnete magnetische Systeme und sind wichtig für das Verständnis realer Materialien, etwa in Sensoren, Motoren oder elektronischen Bauteilen. Nach Darstellung von D‑Wave und seinen Partnern skalierten bekannte klassische Methoden für diese großen Quantensysteme nicht gut, weshalb sie das Ergebnis als Beispiel für „beyond‑classical computation“ bezeichneten.
Solche Aussagen fallen unter das Konzept der Quantum Supremacy beziehungsweise Quantum Advantage: der Punkt, an dem ein Quantencomputer eine Aufgabe schneller lösen kann, als es klassische Computer praktisch könnten.
Das Team vom Flatiron Institute und der Boston University nahm sich genau dasselbe physikalische Problem erneut vor. Statt den vollständigen Quantenzustand direkt zu verfolgen – dessen Größe exponentiell mit der Zahl der Qubits wächst – nutzten sie die mathematische Struktur des Systems aus.
Der Ansatz kombiniert mehrere Techniken:
Durch diese Struktur konnten die Forscher die Dynamik des Systems verfolgen, ohne die vollständige Wellenfunktion aller 5.000 Qubits explizit zu speichern. Das reduzierte den Rechenaufwand drastisch, während die Simulation dennoch hohe Genauigkeit erreichte.
Die Studie zeigt, dass sich die gleichen Quanten‑Annealing‑Dynamiken, die zuvor als jenseits klassischer Möglichkeiten dargestellt wurden, mit diesem Verfahren effizient klassisch simulieren lassen.
Tensor‑Netzwerke funktionieren im Kern als Kompressionsverfahren für Quantenzustände. Anstatt jede einzelne Amplitude der enorm großen Wellenfunktion zu speichern, modellieren sie nur die tatsächlich auftretenden Korrelationen zwischen Teilchen.
Bei vielen physikalischen Systemen – besonders bei solchen mit geordneten Gitterstrukturen – wächst die Quantenverschränkung in einer Form, die sich relativ kompakt approximieren lässt. In solchen Fällen benötigt ein Tensor‑Netzwerk deutlich weniger Parameter als eine brute‑force‑Simulation.
In der Flatiron‑Studie führte die Kombination aus Tensor‑Netzwerken und Belief‑Propagation‑Updates dazu, dass einige Simulationen auf gewöhnlichen Personalcomputern ausgeführt werden konnten.
Die Ergebnisse bedeuten nicht, dass Quantencomputer keinen Vorteil haben können. Sie zeigen vielmehr ein grundlegendes Muster in der Forschung: Die Vergleichsbasis verändert sich ständig.
Behauptungen über Quantenüberlegenheit werden typischerweise gegen die besten damals bekannten klassischen Algorithmen getestet. Doch klassische Methoden – etwa Tensor‑Netzwerke, Monte‑Carlo‑Verfahren oder andere Näherungsalgorithmen – entwickeln sich ebenfalls schnell weiter.
Ein Problem, das heute für klassische Rechner unpraktisch erscheint, kann morgen lösbar sein, wenn jemand einen besseren Algorithmus findet. Genau das demonstriert die Flatiron‑Arbeit: Die ursprüngliche Grenze lag weniger in den fundamentalen Rechenlimits als im damaligen Stand der klassischen Methoden.
Die Folge: Die Messlatte für echte Quantum‑Advantage‑Demonstrationen wird höher. Immer häufiger suchen Forschende nach Problemen, bei denen
Der Fall zeigt ein wiederkehrendes Muster der Informatik: Fortschritt entsteht nicht nur durch neue Hardware, sondern auch durch bessere Algorithmen. Während Quantenprozessoren leistungsfähiger werden, holen klassische Methoden gleichzeitig auf.
Der Wettbewerb zwischen beiden Ansätzen bleibt daher ein offenes Wettrennen – und jeder neue Anspruch auf Quantenüberlegenheit muss auch dem nächsten Durchbruch in der klassischen Algorithmik standhalten.
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Physiker vom Flatiron Institute und der Boston University zeigten, dass die Quanten‑Annealing‑Simulation aus D‑Waves Quantum‑Supremacy‑Claim von 2025 auch mit einem klassischen Tensor‑Netzwerk‑Algorithmus reproduziert...
Physiker vom Flatiron Institute und der Boston University zeigten, dass die Quanten‑Annealing‑Simulation aus D‑Waves Quantum‑Supremacy‑Claim von 2025 auch mit einem klassischen Tensor‑Netzwerk‑Algorithmus reproduziert... D‑Wave hatte berichtet, dass sein Advantage2‑Quantenannealer die Simulation komplexer magnetischer Materialien in weniger als 20 Minuten erledigte, während ein klassischer Supercomputer dafür nahezu eine Million Jahre...
Die neuen Ergebnisse verdeutlichen, dass Fortschritte bei klassischen Algorithmen behauptete Quanten‑Vorteile schnell relativieren können und die Messlatte für echte „Quantum Advantage“ weiter steigt.