Wichtige Fakten zum Update:
Während dieser Phase werden Googles Systeme schrittweise aktualisiert. Rankings können deshalb mehrfach schwanken, bevor sie sich stabilisieren. Google empfiehlt Website‑Betreibern, erst nach Abschluss des Rollouts die Auswirkungen im Detail zu analysieren.
Nur zwei Tage vor dem Start des Core Updates präsentierte Google auf seiner jährlichen Entwicklerkonferenz große Neuerungen für die Suche.
Zu den wichtigsten Ankündigungen gehörten:
Da die Ankündigungen am 19. Mai und das Core Update am 21. Mai erfolgten, vermuteten viele Beobachter eine direkte Verbindung. Offiziell bestätigt wurde das allerdings nicht.
Praktisch bedeutet es lediglich, dass zwei große Veränderungen gleichzeitig stattfinden: eine technische Anpassung des Rankingsystems und eine neue Benutzeroberfläche für die Suche.
Eine der auffälligsten Neuerungen der I/O war das überarbeitete Suchfeld. Google bezeichnete es als größtes Upgrade der Suche seit über 25 Jahren.
Die neue Oberfläche basiert stärker auf KI und weniger auf klassischer Keyword‑Suche.
Wichtige Funktionen:
Damit können Nutzer ihr Anliegen in natürlicher Sprache beschreiben, statt es auf wenige Keywords zu reduzieren.
Für SEO bedeutet das: Suchanfragen könnten künftig länger, spezifischer und kontextreicher werden.
Auch der AI Mode der Google‑Suche wurde deutlich erweitert.
Die Funktion basiert nun auf Gemini 3.5 Flash, einem neuen KI‑Modell, das schnelle Antworten mit erweiterten Analyse‑ und Agent‑Fähigkeiten kombinieren soll.
Google zufolge:
Der AI Mode selbst hat bereits über eine Milliarde monatliche Nutzer, was zeigt, wie schnell generative KI in die Suche integriert wird.
Google spricht dabei zunehmend von „agentischer Suche“: Nutzer stellen eine komplexe Frage, und das System erledigt mehrere Schritte automatisch, um eine Antwort zu erzeugen.
Dass derzeit viele Websites starke Ranking‑Bewegungen beobachten, hat zwei Hauptgründe.
Während eines Core‑Update‑Rollouts aktualisiert Google seine Systeme weltweit. In dieser Phase können Rankings mehrfach wechseln, bevor sie sich stabilisieren.
Gleichzeitig verändern die neuen KI‑Oberflächen die Art, wie Menschen Suchergebnisse nutzen.
Beispiele:
Selbst wenn eine Website ihre Ranking‑Position behält, kann sich das Klickverhalten der Nutzer verändern.
Zusätzliche Diskussionen in der SEO‑Szene drehen sich um eine technische Datei namens llms.txt.
Einige Entwickler behaupten, Websites könnten damit ihre Inhalte besser für KI‑Systeme zugänglich machen. Googles offizielle Dokumentation sagt jedoch etwas anderes.
In seinem Leitfaden zur Optimierung für generative KI‑Suchfunktionen erklärt Google ausdrücklich, dass Websites keine speziellen AI‑Dateien oder Markups benötigen, um in KI‑Suchfunktionen zu erscheinen.
Laut Google sind unter anderem nicht erforderlich:
Der Grund: KI‑Suchfunktionen greifen auf denselben Google‑Index zu wie normale Suchergebnisse. Deshalb gelten weiterhin klassische SEO‑Prinzipien.
Die Verwirrung entsteht teilweise dadurch, dass andere Google‑Dokumentationen – etwa im Entwickler‑ oder Browser‑Umfeld – llms.txt für mögliche Agent‑ oder Browser‑Anwendungen erwähnen, obwohl es für Suchrankings keine Rolle spielt.
Kurzfristig ist Geduld die wichtigste Strategie.
Da der Rollout des Core Updates noch läuft, empfiehlt Google, erst nach Abschluss des Updates und einer weiteren Woche Rankings und Traffic genauer zu analysieren.
Langfristig zeichnen sich mehrere Trends ab:
1. Klassische SEO‑Grundlagen bleiben entscheidend.
Technische Qualität, Crawlbarkeit und hilfreicher Content bleiben laut Google die Basis für Sichtbarkeit – auch in KI‑Antworten.
2. Originale Informationen werden wichtiger.
Inhalte mit eigenen Daten, Erfahrungen oder Perspektiven haben bessere Chancen, in AI‑Zusammenfassungen aufzutauchen.
3. Klickverhalten kann sich verändern.
Neue KI‑Interfaces können Traffic verschieben – selbst wenn Rankings gleich bleiben.
4. Vorsicht vor „AI‑SEO‑Abkürzungen“.
Google selbst sagt, dass Tricks wie spezielle AI‑Dateien oder llms.txt keinen Ranking‑Vorteil bringen.
Ein Core Update allein würde bereits für Bewegung sorgen. Zusammen mit Googles größter KI‑Umgestaltung der Suche seit Jahrzehnten zeigt sich jedoch ein größerer Trend:
Die Suche entwickelt sich von einer Keyword‑Liste zu einer dialogorientierten, KI‑gestützten Informationssuche.
Für Website‑Betreiber bleiben die Grundlagen ähnlich: hochwertige Inhalte veröffentlichen, technische SEO sauber halten und vertrauenswürdige Informationen bieten. Neu ist vor allem, dass Nutzer zunehmend über KI‑Interfaces auf Inhalte zugreifen – was die Traffic‑Verteilung verändern kann, selbst wenn Rankings stabil bleiben.