Efferon entwickelt Hämoadsorptionsgeräte wie Efferon LPS und das pädiatrische Efferon NEO, die Endotoxine und entzündliche Moleküle aus dem Blut entfernen sollen. 2026 erhielt Efferon NEO eine CE‑MDR‑Zertifizierung in Europa und gehört damit zu den ersten zugelassenen Hämoadsorptionsgeräten für Neugeborene und Kinde...

Create a landscape editorial hero image for this Studio Global article: What is Efferon, what blood‑purification technology and products (such as Efferon LPS and Efferon NEO) does it develop to treat sepsis and s. Article summary: Efferon is a medtech/biotech company developing extracorporeal blood-purification devices for sepsis, septic shock, and multiple organ failure, centered on a multimodal hemoadsorption platform that removes both endotoxin. Topic tags: general, government, general web. Reference image context from search candidates: Reference image 1: visual subject "Next-generation extracorporeal blood adsorber, non-pyrogenic, gamma-sterilized, single-use medical device. Patients in intervention subgroup were subjected to first Efferon® LPS he" source context "Efferon LPS – Efferon" Reference image 2: visual subject "Eferon LPS NEO hemoadsorption in pediatric sepsis patients: a
Sepsis und septischer Schock zählen zu den gefährlichsten Notfällen in der Intensivmedizin. Die überschießende Reaktion des Körpers auf eine Infektion kann zu massiven Entzündungen, Organversagen und einer hohen Sterblichkeit führen. Trotz moderner Antibiotika und intensivmedizinischer Unterstützung bleiben die Behandlungsergebnisse oft unbefriedigend.
Vor diesem Hintergrund rückt eine ergänzende Therapie zunehmend in den Fokus der Forschung: extrakorporale Blutreinigung, bei der schädliche Entzündungsstoffe direkt aus dem Blut entfernt werden. Eines der Unternehmen, das diesen Ansatz vorantreibt, ist das Medtech‑Unternehmen Efferon.
Efferon wurde 2016 gegründet und entwickelt medizinische Geräte für die extrakorporale Blutreinigung, insbesondere zur Behandlung von Sepsis, septischem Schock und Multiorganversagen in Intensivstationen.
Die Geräte werden nicht als Ersatz für Standardtherapien eingesetzt, sondern als ergänzende Behandlung neben Antibiotika, Kreislaufunterstützung und anderen intensivmedizinischen Maßnahmen.
Der Ansatz: nicht nur die Infektion bekämpfen, sondern auch die überschießende Entzündungsreaktion des Körpers kontrollieren.
Das Portfolio des Unternehmens konzentriert sich derzeit vor allem auf zwei Hämoadsorptionssysteme.
Efferon LPS
Eine Einweg‑Adsorptionskartusche für die Behandlung von Patienten mit Sepsis oder septischem Schock, insbesondere wenn diese durch gramnegative Bakterien ausgelöst werden.
Efferon NEO
Eine speziell angepasste Version für Kinder und Neugeborene, deren geringeres Blutvolumen und empfindlichere Physiologie spezielle technische Parameter erfordern.
Im Jahr 2026 erhielt Efferon NEO eine CE‑MDR‑Zertifizierung in Europa. Damit gehört das Gerät zu den ersten Hämoadsorptionssystemen, die im Rahmen der EU‑Medizinprodukteverordnung für den Einsatz bei neonatalen und pädiatrischen Sepsispatienten zugelassen wurden.
Die Technologie basiert auf einem Verfahren namens extrakorporale Hämoperfusion. Dabei wird das Blut des Patienten außerhalb des Körpers durch eine Kartusche geleitet und anschließend wieder zurückgeführt.
Im Inneren der Kartusche befinden sich poröse Polymerkügelchen aus modifiziertem hypervernetztem Polystyrol. Diese sind chemisch so gestaltet, dass sie bestimmte Moleküle gezielt binden können.
Zu den wichtigsten Zielstrukturen gehören:
Das Verfahren erzeugt damit einen multimodalen Adsorptionseffekt: Es entfernt sowohl bakterielle Toxine als auch körpereigene Entzündungsmediatoren aus dem Blutkreislauf.
Die angestrebten Effekte sind unter anderem:
Da die Methode keine Medikamente zuführt, sondern Moleküle entfernt, wird sie typischerweise zusätzlich zu Standardtherapien eingesetzt.
Mehrere klinische Untersuchungen haben geprüft, ob die gezielte Entfernung von Endotoxinen den Verlauf eines septischen Schocks verbessern kann.
Eine multizentrische randomisierte Studie zur Hämoperfusion mit Efferon LPS zeigte beispielsweise eine deutliche Abnahme der Endotoxinaktivität sowie Verbesserungen mehrerer klinischer Parameter – darunter geringerer Bedarf an Vasopressoren und bessere Organfunktionswerte im Vergleich zur Standardtherapie allein.
Solche Ergebnisse stützen die Hypothese, dass das Entfernen entzündungsfördernder Moleküle Patienten mit schweren systemischen Infektionen stabilisieren kann.
Gleichzeitig gilt weiterhin: Wie bei vielen extrakorporalen Verfahren wird noch untersucht, welche Patientengruppen am stärksten profitieren und wann der optimale Behandlungszeitpunkt ist.
Nach Angaben des Unternehmens und von Vertriebspartnern kann Hämoadsorption dazu beitragen, Patienten schneller zu stabilisieren und so Ressourcen auf Intensivstationen effizienter zu nutzen.
Dazu könnten beispielsweise gehören:
Unabhängige Studien beschreiben diese Effekte bislang eher qualitativ. Konkrete und einheitliche Zahlen zu eingesparten Intensivtagen oder Kosten variieren je nach Patientengruppe und klinischem Setting.
Nach Unternehmensangaben wurden Efferon‑Systeme bereits bei mehr als 10.000 kritisch kranken Patienten eingesetzt.
Der Vertrieb erfolgt über internationale Partner. Neue Märkte entstehen unter anderem durch regulatorische Freigaben oder Kooperationen – etwa durch eine Zulassung und Partnerschaft in Australien.
Der tatsächliche Einsatz unterscheidet sich von Land zu Land, doch insgesamt wächst das Interesse an Blutreinigungstechnologien in der Intensivmedizin.
Im Jahr 2026 konnte Efferon 2,5 Millionen Euro in einer Seed‑Finanzierungsrunde einwerben. Die Investoren stammen vor allem aus der DACH‑Region (Deutschland, Österreich und Schweiz).
Das Kapital soll laut Unternehmen vor allem genutzt werden für:
Sepsis bleibt eines der größten ungelösten Probleme der Intensivmedizin. Schätzungen zufolge treten weltweit 20 bis 30 Millionen Fälle pro Jahr auf.
Die Erkrankung gehört zu den häufigsten Ursachen für Tod und Organversagen auf Intensivstationen. Selbst mit modernen Therapien bleibt die Sterblichkeit hoch.
Genau deshalb richten sich neue Technologien wie die von Efferon auf einen anderen Ansatz: nicht nur die Infektion zu bekämpfen, sondern auch die dysregulierte Immunreaktion zu kontrollieren, die den Krankheitsverlauf häufig verschlimmert.
Ob Hämoadsorption künftig ein fester Bestandteil der Standardtherapie wird, hängt jedoch weiterhin von weiteren klinischen Studien, regulatorischen Entwicklungen und der Integration in intensivmedizinische Behandlungsleitlinien ab.
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Efferon entwickelt Hämoadsorptionsgeräte wie Efferon LPS und das pädiatrische Efferon NEO, die Endotoxine und entzündliche Moleküle aus dem Blut entfernen sollen.
Efferon entwickelt Hämoadsorptionsgeräte wie Efferon LPS und das pädiatrische Efferon NEO, die Endotoxine und entzündliche Moleküle aus dem Blut entfernen sollen. 2026 erhielt Efferon NEO eine CE‑MDR‑Zertifizierung in Europa und gehört damit zu den ersten zugelassenen Hämoadsorptionsgeräten für Neugeborene und Kinder mit Sepsis.[12]
Das Unternehmen sammelte kürzlich 2,5 Millionen Euro ein, um seine Blutreinigungstechnologie in Europa weiter zu vermarkten und international auszubauen.[4]