Eine Analyse in Science Advances zeigt: Der globale Meeresspiegel stieg seit 1960 im Schnitt um etwa 2,06 mm pro Jahr, beschleunigte sich jedoch auf rund 3,94 mm pro Jahr zwischen 2005 und 2023. Verbesserte Satellitendaten, genauere Korrekturen für Landbewegungen und präzisere Messungen des Eisverlusts in Grönland u...

Create a landscape editorial hero image for this Studio Global article: What does the new Science Advances study (1960–2023) reveal about the acceleration of global sea level rise, including the average rate sinc. Article summary: The new Science Advances study says global sea level rise has clearly accelerated since 1960: the long-term average is about 2.06 mm/year, but from 2005–2023 it rose at about 3.94 mm/year—roughly double the earlier six-d. Topic tags: general, government, education, general web, academic. Reference image context from search candidates: Reference image 1: visual subject "# Is Sea Level Rise Accelerating? We are constantly told that the rate of global mean sea level (GMSL) rise is accelerating. We show that the initiation of the acceleration in the" source context "Is Sea Level Rise Accelerating? – Andy May Petrophysicist" Reference image 2: visual subject "The gl
Der globale Meeresspiegel steigt – und zwar schneller als noch vor einigen Jahrzehnten. Eine aktuelle Studie in Science Advances, die Messdaten von 1960 bis 2023 auswertet, zeigt, dass sich die Geschwindigkeit des Meeresspiegelanstiegs deutlich erhöht hat. Gleichzeitig konnten Forschende erstmals fast vollständig erklären, woher dieser Anstieg kommt.
Die Arbeit kombiniert Satellitenmessungen, Pegeldaten von Küstenstationen sowie verbesserte Schätzungen zu Eisschmelze und Erwärmung der Ozeane. Dadurch lässt sich der beobachtete Meeresspiegelanstieg heute nahezu vollständig durch bekannte physikalische Prozesse erklären.
Laut der Studie ist der globale mittlere Meeresspiegel seit 1960 im Durchschnitt um etwa 2,06 Millimeter pro Jahr gestiegen. In den letzten zwei Jahrzehnten hat sich das Tempo jedoch stark erhöht. Zwischen 2005 und 2023 lag die Rate bei rund 3,94 Millimetern pro Jahr – fast doppelt so hoch wie der langfristige Durchschnitt.
Forschende sprechen deshalb von einem klaren Beschleunigungstrend: Während der Anstieg im späten 20. Jahrhundert etwa 2 mm pro Jahr betrug, liegt er im Zeitalter moderner Satellitenmessungen inzwischen nahe 4 mm pro Jahr.
Der Grund dafür ist vor allem die zunehmende Erwärmung der Ozeane sowie das schnellere Abschmelzen von Gletschern und großen Eisschilden.
Über Jahre gab es in der Klimaforschung ein Problem: Der gemessene Meeresspiegelanstieg passte nicht vollständig zur Summe seiner bekannten Ursachen. Diese Differenz wurde als „Sea Level Budget Gap“ bezeichnet.
Die neue Studie zeigt nun, dass diese Lücke weitgehend geschlossen werden konnte. Entscheidend dafür waren mehrere Verbesserungen in den Daten und Methoden:
Durch diese Anpassungen stimmen Beobachtungen und berechnete Ursachen heute nahezu überein. Das stärkt das Vertrauen, dass der gemessene Anstieg tatsächlich reale physikalische Veränderungen widerspiegelt – und kein Messfehler ist.
Die Studie zerlegt den globalen Anstieg seit 1960 in einzelne Beiträge.
Der größte Anteil stammt aus der thermischen Ausdehnung der Ozeane: Wenn Meerwasser wärmer wird, dehnt es sich aus. Dieser Prozess macht etwa 43 % des gesamten Anstiegs aus.
Weitere wichtige Beiträge sind:
Zusammen erklären diese Faktoren praktisch den gesamten beobachteten Anstieg des globalen mittleren Meeresspiegels.
Im früheren Teil der Messreihe dominierte vor allem die Erwärmung der Ozeane als Ursache. In den letzten Jahrzehnten haben jedoch schmelzende Gletscher und Eisschilde einen immer größeren Anteil übernommen.
Diese Prozesse reagieren träge auf Temperaturänderungen. Selbst wenn sich das Klima stabilisieren würde, könnten sie weiterhin über lange Zeiträume Wasser in die Ozeane abgeben.
Steigende Meeresspiegel wirken sich auf Küstengebiete oft schon aus, bevor Land dauerhaft überflutet wird. Bereits kleine Anstiege erhöhen das Risiko für:
Für viele Städte und Regionen bedeutet das steigende Kosten für Deiche, Entwässerungssysteme, Häfen, Versicherungen und Wohngebiete in niedrigen Küstenlagen.
Dass die sogenannte Meeresspiegel‑Bilanz nun weitgehend geschlossen ist, hat eine wichtige Konsequenz: Modelle, die Meeresspiegelanstieg aus Ozeanerwärmung und Eisschmelze berechnen, gelten als deutlich verlässlicher.
Für Regierungen und Stadtplaner verbessert das die Grundlage für Entscheidungen über:
Ein zentraler Punkt der Studie: Zukunftsplanungen sollten nicht von einem konstanten Anstieg ausgehen, sondern von einer weiteren Beschleunigung.
Denn Ozeane speichern enorme Wärmemengen, und große Eisschilde reagieren über Jahrzehnte bis Jahrhunderte. Dadurch dürfte der Meeresspiegel noch sehr lange weiter steigen – selbst wenn die globalen Emissionen stabilisiert werden.
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Eine Analyse in Science Advances zeigt: Der globale Meeresspiegel stieg seit 1960 im Schnitt um etwa 2,06 mm pro Jahr, beschleunigte sich jedoch auf rund 3,94 mm pro Jahr zwischen 2005 und 2023.
Eine Analyse in Science Advances zeigt: Der globale Meeresspiegel stieg seit 1960 im Schnitt um etwa 2,06 mm pro Jahr, beschleunigte sich jedoch auf rund 3,94 mm pro Jahr zwischen 2005 und 2023. Verbesserte Satellitendaten, genauere Korrekturen für Landbewegungen und präzisere Messungen des Eisverlusts in Grönland und der Antarktis haben eine lange bestehende „Sea‑Level‑Budget“ Lücke geschlossen.
Hauptursachen des Anstiegs seit 1960: Erwärmung und Ausdehnung des Meerwassers (43 %), Gebirgsgletscher (27 %), Grönland (15 %), Antarktis (12 %) und Veränderungen der Wasserspeicherung an Land (3 %).