Auch Volker Türk, der Hohe Kommissar der Vereinten Nationen für Menschenrechte, zeichnete ein besorgniserregendes Bild. Gewalt und Diskriminierung gegen LGBTIQ+-Menschen seien weiterhin weit verbreitet, sagte er.
Nach seinen Angaben:
Türk verwies auf konkrete Entwicklungen:
Ein weiterer Kritikpunkt betrifft Gesetze, die Informationen über LGBTIQ+-Themen oder entsprechende Aufklärung unter Strafe stellen. Solche Regelungen können Menschenrechtsarbeit, Medienberichte oder öffentliche Diskussionen einschränken.
Türk verwies auf entsprechende Entwicklungen unter anderem in Belarus und Kasachstan, wo neue rechtliche Beschränkungen eingeführt wurden .
UN‑Vertreter sehen außerdem eine wachsende Welle digitaler Anfeindungen, insbesondere gegen trans Personen. Laut Türk werde Online‑Hass häufig durch „giftige Rhetorik“ von politischen Akteuren angeheizt.
Er rief sowohl Regierungen als auch Technologieunternehmen dazu auf, stärker gegen Online‑Belästigung und Hasskampagnen vorzugehen .
Auch Alexander De Croo, Administrator des UN‑Entwicklungsprogramms (UNDP), betonte die politische Dimension der Entwicklung. Gleichberechtigung und Inklusion seien nicht nur moralische Prinzipien, sondern entscheidend für stabile Demokratien.
Wenn LGBTIQ+-Menschen ausgegrenzt, kriminalisiert oder angegriffen würden, schwäche das laut De Croo:
Parallel zum Aktionstag wird auch die UN Trans Advocacy Week hervorgehoben. Diese Initiative bringt seit 2017 trans‑ und genderdiverse Aktivistinnen und Aktivisten aus verschiedenen Ländern nach Genf, um direkt mit UN‑Institutionen und internationalen Entscheidungsträgern zu sprechen .
Zivilgesellschaftliche Organisationen betonen, dass solche Formate wichtig sind, weil über trans Menschen oft gesprochen wird – sie selbst aber selten gehört werden. Die Initiative soll deshalb ermöglichen, dass Betroffene ihre Anliegen unmittelbar in internationale Menschenrechtsdebatten einbringen .
Insgesamt sendeten die UN‑Vertreter zum IDAHOBIT 2026 eine klare Botschaft: Demokratie, Menschenrechte und die Gleichstellung von LGBTIQ+-Menschen sind untrennbar miteinander verbunden – und der aktuelle Rückschritt in vielen Teilen der Welt bereitet zunehmend Sorge.
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