Die Spannungen zwischen den Vereinigten Staaten und Kuba haben sich im Mai 2026 erneut verschärft. Auslöser war ein Bericht, der sich auf geheime US‑Geheimdienstinformationen stützt und behauptet, Havanna habe hunderte Militärdrohnen aus Russland und Iran erhalten und diskutiere deren möglichen Einsatz gegen Ziele in den USA.
Die kubanische Regierung weist diese Darstellung entschieden zurück und wirft Washington vor, eine Bedrohung zu konstruieren, um neue Sanktionen und politischen Druck zu rechtfertigen.
Der Streit begann mit einem Bericht, der sich auf US‑Geheimdienstbewertungen beruft. Demnach soll Kuba mehr als 300 Militärdrohnen aus Russland und Iran beschafft haben. Interne Gespräche innerhalb des kubanischen Militärs hätten sich damit beschäftigt, wie diese Drohnen in einem möglichen Konflikt mit den Vereinigten Staaten eingesetzt werden könnten.
Als mögliche Ziele wurden laut Bericht genannt:
US‑Regierungsvertreter sehen die Entwicklung laut Berichten als Sicherheitsrisiko, auch weil Drohnen in modernen Konflikten eine immer größere Rolle spielen und Kuba geografisch sehr nahe an US‑Territorium liegt.
Gleichzeitig wurde betont, dass die vorliegenden Geheimdienstinformationen keinen unmittelbar bevorstehenden Angriff Kubas erkennen lassen. Zudem hat die US‑Regierung bislang keine freigegebenen Beweise veröffentlicht, die den angeblichen Drohnenkauf oder konkrete Einsatzpläne bestätigen.
Die kubanische Regierung reagierte schnell und wies die Vorwürfe als unbegründet zurück.
Außenminister Bruno Rodríguez beschuldigte die Vereinigten Staaten, einen „betrügerischen Vorwand“ zu konstruieren, um strengere Wirtschaftssanktionen oder sogar militärische Maßnahmen zu rechtfertigen.
Kuba „bedrohe niemanden und wünsche keinen Krieg“, erklärte Rodríguez. Das Land bereite sich lediglich darauf vor, sich gegen mögliche äußere Aggression zu verteidigen – ein Recht, das in der UN‑Charta verankert sei.
Auch andere Regierungsvertreter wiederholten diese Position. Der stellvertretende Außenminister Carlos Fernández de Cossío sagte, Washington verstärke seine Vorwürfe „Stunde um Stunde“, um eine aggressive Politik gegenüber Kuba zu rechtfertigen.
Das kubanische Außenministerium erklärte zudem öffentlich, dass das Land im Falle eines Angriffs sein Recht auf legitime Selbstverteidigung wahrnehmen werde.
Der Streit fällt in eine Phase wachsender politischer Spannungen zwischen beiden Ländern.
Am 1. Mai 2026 unterzeichnete US‑Präsident Donald Trump eine neue Executive Order, die Sanktionen gegen kubanische Regierungsvertreter und Organisationen ausweitet. Die Maßnahmen richten sich laut US‑Regierung gegen Akteure, die für Repression verantwortlich seien oder die nationale Sicherheit und Außenpolitik der Vereinigten Staaten bedrohten.
Die Verordnung erweitert den bestehenden Sanktionsrahmen erheblich und ermöglicht zusätzliche Maßnahmen gegen Einzelpersonen, Unternehmen und sogar ausländische Finanzinstitute mit Verbindungen zur kubanischen Regierung.
Diese Schritte sind Teil einer umfassenderen Strategie der US‑Regierung, den politischen und wirtschaftlichen Druck auf Havanna zu erhöhen.
Der aktuelle Streit zeigt zwei deutlich unterschiedliche Darstellungen der Lage:
Da die zugrunde liegenden Geheimdienstinformationen weiterhin geheim sind und keine öffentlich überprüfbaren Belege vorliegen, bleibt unklar, wie weit die behaupteten Drohnenkapazitäten tatsächlich reichen.
Der Konflikt zeigt jedoch, wie neue Militärtechnologien – insbesondere Drohnen – bestehende geopolitische Spannungen weiter verschärfen können, vor allem in einer ohnehin angespannten Beziehung wie der zwischen Kuba und den Vereinigten Staaten.
Studio Global AI
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Ein Bericht im Mai 2026 unter Berufung auf US Geheimdienste behauptet, Kuba habe mehr als 300 Militärdrohnen aus Russland und Iran erhalten.
Ein Bericht im Mai 2026 unter Berufung auf US Geheimdienste behauptet, Kuba habe mehr als 300 Militärdrohnen aus Russland und Iran erhalten. Laut Bericht wurden mögliche Ziele wie die US‑Marinebasis Guantánamo Bay, US‑Kriegsschiffe und möglicherweise Key West in Florida diskutiert.
Kuba weist die Vorwürfe zurück und sagt, Washington konstruiere eine Bedrohung, um neue Sanktionen und politischen Druck zu rechtfertigen.