Der programmierbare Photonen‑Quantenprozessor Jiuzhang 4.0 demonstrierte Gaussian Boson Sampling mit bis zu 3.050 Photonen – mehr als zehnmal so viele wie beim Vorgängersystem Jiuzhang 3.0. Das System nutzt 1.024 gepresste Lichtzustände und ein programmierbares optisches Netzwerk mit 8.176 Moden, um extrem komplexe...

Create a landscape editorial hero image for this Studio Global article: What is Jiuzhang 4.0, how did Chinese scientists set a new quantum computing record with it, what specific advances did it achieve in photon. Article summary: Jiuzhang 4.0 is a programmable photonic quantum computing prototype built by Chinese scientists to run Gaussian boson sampling at a much larger scale than prior systems. It set a new optical quantum information record by. Topic tags: general, academic, general web, education. Reference image context from search candidates: Reference image 1: visual subject "Chinese scientists develop "Jiuzhang 4.0," setting new world record in quantum computing. By Xinhua Published: May 13, 2026 11:36 PM. Chinese scientists have developed a programmab" source context "Chinese scientists develop "Jiuzhang 4.0," setting new world record ..." Reference image 2: visual subject "Chi
Quantencomputing‑Experimente verfolgen häufig ein zentrales Ziel: Quantum Advantage. Damit ist gemeint, dass ein Quantencomputer eine Aufgabe löst, die für klassische Computer praktisch nicht mehr effizient simulierbar ist.
Mit Jiuzhang 4.0 haben Forschende der University of Science and Technology of China (USTC) eine neue Demonstration dieses Prinzips vorgestellt. Der photonenbasierte Quantenprozessor führte ein Gaussian‑Boson‑Sampling‑Experiment mit bis zu 3.050 Photonen durch – ein neuer Größenmaßstab für optische Quantenexperimente.
Jiuzhang 4.0 ist ein programmierbarer photonenbasierter Quantenprozessor. Anders als viele andere Quantencomputer, die supraleitende Qubits verwenden, arbeitet dieses System mit Lichtteilchen (Photonen), die durch ein komplexes optisches Netzwerk aus Strahlteilern, Phasenmodulatoren und Detektoren laufen.
Das Gerät wurde speziell entwickelt, um ein mathematisches Problem auszuführen, das als Gaussian Boson Sampling (GBS) bekannt ist. Dabei werden viele Photonen gleichzeitig durch ein Interferometer geschickt. Aus dem resultierenden Muster der gemessenen Photonen lässt sich eine Wahrscheinlichkeitsverteilung erzeugen, deren Simulation für klassische Computer extrem schwierig wird, sobald die Zahl der Photonen steigt.
Im Experiment mit Jiuzhang 4.0 wurden unter anderem:
Durch diese Architektur entstehen hochkomplexe Interferenzmuster von Photonen, die das eigentliche Rechenproblem kodieren.
Nach Angaben der beteiligten Forschenden setzt Jiuzhang 4.0 einen Weltrekord in der optischen Quanteninformationstechnologie, da erstmals ein Gaussian‑Boson‑Sampling‑Experiment in dieser Größenordnung durchgeführt wurde.
Berichten zufolge kann das System die entsprechende Sampling‑Aufgabe mehr als 10^54‑mal schneller lösen als die leistungsstärksten klassischen Supercomputer unter bestimmten Modellannahmen.
Solche Vergleiche hängen stark von den verwendeten Simulationsmethoden ab. Dennoch gilt das Experiment als Beleg für einen robusten quantencomputationalen Vorteil, bei dem ein Quantenprozessor Aufgaben ausführt, die für klassische Simulationen selbst mit verbesserten Algorithmen zunehmend unpraktisch werden.
Jiuzhang 4.0 ist die jüngste Generation einer Reihe photonenbasierter Quantenprototypen aus demselben Forschungsteam.
Der Vorgänger Jiuzhang 3.0 erreichte in einem Boson‑Sampling‑Experiment 255 nachgewiesene Photonen.
Die neue Version erweitert das System in mehreren zentralen Punkten:
Photonenzahl
Systemarchitektur
Programmierung
Diese Erweiterungen ermöglichen deutlich größere Quanten‑Zustände und komplexere Sampling‑Verteilungen als bei früheren photonenbasierten Maschinen.
Gaussian Boson Sampling ist kein universelles Rechenproblem, sondern dient vor allem als Benchmark für Quantenhardware.
Die Schwierigkeit entsteht aus der zugrunde liegenden Mathematik: Um die Wahrscheinlichkeit bestimmter Photonenmuster zu berechnen, müssen klassische Computer Funktionen wie sogenannte Loop‑Hafnians berechnen. Diese wachsen mit der Zahl der Photonen exponentiell im Aufwand.
Schon moderate Steigerungen bei Photonenanzahl oder Modenzahl können klassische Simulationen deshalb schnell an ihre praktischen Grenzen bringen. Große Experimente wie Jiuzhang 4.0 zeigen daher, in welchen Bereichen Quantenhardware klassischen Rechnern überlegen sein könnte.
Die Demonstration zeigt vor allem, dass photonenbasierte Quantenhardware auf Tausende Photonen skaliert werden kann, während die Genauigkeit hoch genug bleibt, um einen Quantenvorteil zu demonstrieren.
Das ist aus mehreren Gründen relevant:
Gleichzeitig bleibt Jiuzhang 4.0 kein universeller Quantencomputer. Das System löst ein spezifisches Sampling‑Problem und kann nicht beliebige Quantenalgorithmen ausführen.
Die Jiuzhang‑Serie steht für einen wichtigen Trend in der Quantenforschung: Mehrere Hardware‑Ansätze konkurrieren darum, skalierbare Quantencomputer zu entwickeln. Dazu gehören unter anderem supraleitende Qubits, Ionenfallen, neutrale Atome und photonische Systeme.
Mit seinem 3.050‑Photonen‑Experiment gehört Jiuzhang 4.0 zu den größten photonenbasierten Demonstrationen bisher und verschiebt die Grenze dessen, was optische Quantenprozessoren leisten können. Ob solche Systeme langfristig zu fehlertoleranten, universellen Quantencomputern führen, bleibt eine offene Forschungsfrage – aber die jüngsten Ergebnisse zeigen, wie schnell sich die Technologie weiterentwickelt.
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Der programmierbare Photonen‑Quantenprozessor Jiuzhang 4.0 demonstrierte Gaussian Boson Sampling mit bis zu 3.050 Photonen – mehr als zehnmal so viele wie beim Vorgängersystem Jiuzhang 3.0.
Der programmierbare Photonen‑Quantenprozessor Jiuzhang 4.0 demonstrierte Gaussian Boson Sampling mit bis zu 3.050 Photonen – mehr als zehnmal so viele wie beim Vorgängersystem Jiuzhang 3.0. Das System nutzt 1.024 gepresste Lichtzustände und ein programmierbares optisches Netzwerk mit 8.176 Moden, um extrem komplexe Interferenzmuster zu erzeugen.
Die Demonstration gilt als weiterer Hinweis auf „Quantum Advantage“, ist jedoch noch kein universeller, fehlertoleranter Quantencomputer.