Die EU plant im Rahmen des Digital Markets Act, Google zu verpflichten, zentrale Android‑Funktionen für konkurrierende KI‑Assistenten zugänglich zu machen. Apple unterstützt ausnahmsweise Googles Kritik und warnt, dass tiefer Systemzugriff für mehrere KI‑Dienste Datenschutz‑ und Sicherheitsrisiken schaffen könnte.

Create a landscape editorial hero image for this Studio Global article: What is Apple’s objection to the EU’s proposed Digital Markets Act measures requiring Google to open core Android features to rival AI assis. Article summary: Apple’s objection is that the EU’s draft DMA interoperability measures for Android go too far: forcing Google to help rival AI services access Android-related services could expose sensitive user data, weaken platform se. Topic tags: general, general web, government. Reference image context from search candidates: Reference image 1: visual subject "# Apple slams EU’s push to force Google to share Android access with AI rivals, citing privacy and security risks. In a significant development in the ongoing battle over Big Tech" source context "Apple slams EU’s push to force Google to share Android access with AI rivals, citing privacy and security risks" Referenc
Die Europäische Union will den Wettbewerb im Markt für KI‑Assistenten stärken – und nimmt dafür Android ins Visier. Neue Vorgaben könnten Google verpflichten, zentrale Funktionen seines mobilen Betriebssystems für konkurrierende KI‑Dienste zu öffnen.
Überraschend kommt Widerstand von einer Seite, die sonst selten mit Google einer Meinung ist: Apple. Der iPhone‑Hersteller unterstützt in diesem Fall die Kritik des Rivalen und warnt, dass die geplanten Regeln Datenschutz und Gerätesicherheit gefährden könnten.
Grundlage ist der Digital Markets Act (DMA) – ein EU‑Gesetz, das seit 2022 große Plattformen mit sogenannter „Gatekeeper“-Rolle stärker reguliert. Ziel ist es, Wettbewerb zu fördern und zu verhindern, dass Plattformbetreiber ihre eigenen Dienste bevorzugen.
Im Januar 2026 startete die Europäische Kommission ein Verfahren, um genauer festzulegen, wie Google seine Verpflichtungen für Android erfüllen muss. Dabei geht es insbesondere um Interoperabilität, also die Möglichkeit für Drittanbieter, enger mit dem Betriebssystem zusammenzuarbeiten.
Die aktuellen Entwürfe verlangen, dass Google Drittanbietern „effektiven Zugang und Interoperabilität“ zu wichtigen Android‑Funktionen ermöglicht. Dadurch könnten konkurrierende KI‑Assistenten ähnlich tief in das System integriert werden wie Googles eigener Assistent.
Mögliche Beispiele für solche Funktionen sind:
Die EU argumentiert: Ohne solche Schnittstellen könnten Betriebssystem‑Anbieter ihre eigenen KI‑Assistenten bevorzugen und Wettbewerb effektiv blockieren.
Apple hat in seiner Stellungnahme gegenüber der EU deutlich gewarnt, dass ein solcher Systemzugriff für mehrere externe KI‑Dienste neue Risiken schaffen könnte.
KI‑Assistenten arbeiten oft mit besonders sensiblen Daten – etwa Nachrichten, Fotos, Kontakten oder persönlichen Suchanfragen. Wenn mehrere Drittanbieter tief in ein Betriebssystem integriert werden, könnten laut Apple mehrere Probleme entstehen:
Apples Argument lautet daher: Betriebssystem‑Hersteller müssen die Kontrolle über Systemzugriffe behalten, um konsistente Datenschutz‑ und Sicherheitsstandards garantieren zu können.
Googles Einwände überschneiden sich teilweise mit Apples Sicherheitsargumenten – betreffen aber auch Wettbewerb.
Sollte die EU die Regeln durchsetzen, müsste Google konkurrierenden KI‑Assistenten möglicherweise denselben Zugriff auf Android‑Funktionen geben wie seinem eigenen System, etwa Gemini.
Damit würde Android stärker zu einer neutralen Plattform für verschiedene KI‑Dienste werden. Für Google hätte das Konsequenzen:
Der Streit ist komplizierter als typische App‑Regulierung. KI‑Assistenten funktionieren nämlich nicht wie normale Apps.
Damit sie Aufgaben automatisieren können, benötigen sie oft tiefen Zugriff auf Systemfunktionen – zum Beispiel:
Wenn mehrere Anbieter gleichzeitig solchen Zugriff erhalten, entstehen neue Fragen zu Berechtigungen, Sicherheitskontrollen und Datenzugriff.
Im Kern geht es um einen klassischen Konflikt der Technologiepolitik.
Der Digital Markets Act soll digitale Ökosysteme öffnen und Wettbewerb stärken. Plattformbetreiber argumentieren dagegen, dass erzwungene Offenheit die Sicherheit und Stabilität ihrer Systeme schwächen kann.
Die Herausforderung für die EU besteht darin, Regeln zu finden, die:
Welche technischen Details letztlich festgelegt werden, entscheidet darüber, wie viel Zugriff rivalisierende KI‑Assistenten tatsächlich bekommen.
Sollte die EU ihren Plan umsetzen, könnte sich für Nutzer einiges ändern.
Statt hauptsächlich Googles integrierten Assistenten zu verwenden, könnten künftig auch andere KI‑Dienste gleichwertig in Android integriert sein.
Das hätte Vorteile:
Es könnte aber auch neue Herausforderungen bringen:
Der Streit zeigt, wie wichtig KI‑Assistenten für die Zukunft der Tech‑Branche geworden sind. Sie entwickeln sich zunehmend zu einer neuen Plattformschicht, über die Nutzer mit Apps, Geräten und Online‑Diensten interagieren.
Die zentrale Frage lautet deshalb:
Wer kontrolliert diese Schicht?
Die EU versucht zu verhindern, dass sie von einzelnen Plattformbetreibern monopolisiert wird. Apple und Google warnen dagegen, dass zu viel Offenheit die Sicherheitsarchitektur moderner Smartphones untergraben könnte.
Wie die EU die finalen Regeln formuliert, könnte daher entscheidend dafür sein, ob KI‑Assistenten künftig offene Wettbewerbsplattformen oder weiterhin stark integrierte Betriebssystem‑Funktionen bleiben.
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Die EU plant im Rahmen des Digital Markets Act, Google zu verpflichten, zentrale Android‑Funktionen für konkurrierende KI‑Assistenten zugänglich zu machen.
Die EU plant im Rahmen des Digital Markets Act, Google zu verpflichten, zentrale Android‑Funktionen für konkurrierende KI‑Assistenten zugänglich zu machen. Apple unterstützt ausnahmsweise Googles Kritik und warnt, dass tiefer Systemzugriff für mehrere KI‑Dienste Datenschutz‑ und Sicherheitsrisiken schaffen könnte.
Die Entscheidung könnte bestimmen, ob KI‑Assistenten künftig offene Plattform‑Dienste oder stark kontrollierte Betriebssystem‑Funktionen bleiben.