Kurz gesagt: Ein El Niño im Jahr 2026 wird immer wahrscheinlicher. Die zugespitzte Behauptung „Super-El-Niño bis November“ geht den offiziellen Prognosen aber voraus. Das Climate Prediction Center der US-Behörde NOAA hat eine El Niño Watch ausgerufen und beziffert die Chance, dass El Niño im Zeitraum Mai–Juli 2026 entsteht, auf 61 %. Das IRI sieht in seiner Mitte-April-Prognose El Niño ebenfalls als dominantes Szenario für den weiteren Verlauf des Jahres 2026 [1][
3].
Was die offiziellen und fachlichen Prognosen zeigen
Derzeit beschreibt NOAA/CPC den Zustand im tropischen Pazifik als ENSO-neutral. ENSO steht für die El Niño/Southern Oscillation, also den gekoppelten Ozean-Atmosphäre-Zyklus im Pazifik, dessen warme Phase El Niño ist. Laut NOAA/CPC sind neutrale Bedingungen für April–Juni 2026 mit 80 % Wahrscheinlichkeit noch begünstigt; danach soll El Niño im Zeitraum Mai–Juli mit 61 % Wahrscheinlichkeit einsetzen und mindestens bis Ende 2026 anhalten [1].
IRI setzt den Übergang früher an: Die Prognose von Mitte April nennt rund 70 % Wahrscheinlichkeit für El Niño bereits im Zeitraum April–Juni 2026 und zeigt für den Rest des Jahres hohe El-Niño-Wahrscheinlichkeiten von 88 bis 94 % [3].
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