Parallel dazu sorgte eine ganz andere Meldung für Aufmerksamkeit: ein tödlicher Hantavirus-Ausbruch auf einem Kreuzfahrtschiff. Moderna bestätigte daraufhin, an einem mRNA-Impfstoff gegen Hantaviren zu forschen, unter anderem in Zusammenarbeit mit dem US Army Medical Research Institute of Infectious Diseases und der Korea University . Diese Meldung griffen viele Anleger und Händler auf, was den Kurs zusätzlich befeuerte
.
Allerdings ist hier Vorsicht geboten. Die Forschung befindet sich in einem extrem frühen Stadium. Es existieren noch keine Daten aus klinischen Studien am Menschen. Zudem bewerteten Gesundheitsbehörden und Experten das Risiko, dass dieser Einzelfall zu einer größeren Bedrohung wird, als sehr gering . Die Kursreaktion auf den Hantavirus-Hype ist daher eher als spekulative Übertreibung einzustufen. Sie ähnelt einem „News-getriebenen Optionsschein“ auf die vielseitige mRNA-Plattform, der heute noch keinen handfesten Wertbeitrag für das Unternehmen darstellt.
Der Kurssprung vom 8. Mai ist ein klassisches Beispiel dafür, wie sich fundamental gute Nachrichten mit spekulativer Euphorie mischen. Für langfristig orientierte Anleger ist die Botschaft klar:
Die aktuelle Rally der Moderna-Aktie, die seit Jahresbeginn fast 80 % zugelegt hat, spiegelt diesen Stimmungsumschwung wider: Investoren sehen in Moderna zunehmend einen diversifizierten Impfstoff- und Technologiekonzern und nicht mehr nur einen Hersteller des einstigen COVID-19-Vakzins .
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