Kriminalitätsnachrichten wirken oft wie ein nüchterner Blick auf die Realität: ein Fall, ein Verdacht, ein Opfer, ein Täter. Die Forschungslage legt jedoch nahe, dass diese Auswahl nicht neutral ist. Wer in der Berichterstattung wiederholt als gefährlich, kriminell oder schutzwürdig erscheint, folgt häufig erkennbaren Mustern.
Die wichtigste Aussage lautet: Die vorliegenden Studien stützen eine klare, aber vorsichtige Schlussfolgerung. Kriminalitätsberichterstattung hat ethnische und rassifizierte Minderheiten häufig überproportional als Täter oder Kriminelle dargestellt; besonders direkt belegt ist das hier für Schwarze Menschen in US-Studien [3][
5]. Gleichzeitig zeigen die Quellen, dass auch Opferbilder selektiv sind und nicht einfach die Wirklichkeit eins zu eins abbilden [
7].
Was die Studien zeigen
Eine Untersuchung zu US-Network-News aus dem Jahr 2003 berichtete, dass Afroamerikanerinnen und Afroamerikaner als Täter überrepräsentiert waren [3]. Eine weitere Studie zu Kriminalität in Nachrichten aus dem Jahr 2007 kam ebenfalls zu dem Befund, dass Schwarze Menschen als Täter überrepräsentiert wurden [
5].




