Doch Spatial Reframing kommt nicht allein. Apple hat außerdem ein neues „Erweitern“-Werkzeug vorgestellt. Hiermit lassen sich Bildinhalte über die ursprünglichen Ränder eines Fotos hinaus generieren – ideal, wenn das Motiv zu knapp beschnitten wurde oder wenn man einer Szene kreativ mehr Raum geben möchte . Komplettiert wird das Update durch einen deutlichen Leistungssprung beim bereits bekannten „Bereinigen“-Tool, mit dem sich störende Objekte oder Personen aus Bildern entfernen lassen
.
Apple betont, dass die neue Apple-Intelligence-Architektur die hauseigenen Foundation Models tief in die Systeme integriert und „speziell für den Schutz der Privatsphäre der Nutzer entwickelt wurde“ . Einem früheren Bericht von Bloomberg zufolge war ursprünglich angedacht, viele der neuen Bearbeitungen direkt auf dem Gerät zu berechnen, ohne dass Daten in die Cloud gesendet werden
.
Wichtig zu wissen: Die offizielle Ankündigung und die vorliegenden Berichte legen zwar einen starken Fokus auf den Datenschutz, eine genaue technische Aufteilung zwischen reiner Geräteverarbeitung und Apples „Private Cloud Compute“ für jedes einzelne dieser Foto-Features wurde jedoch nicht öffentlich im Detail beschrieben. Ebenso gibt es keine bestätigten Angaben zum Einsatz digitaler Wasserzeichen wie SynthID bei den bearbeiteten Bildern. Apple verpflichtet sich aber generell zur Transparenz bei KI-generierten Inhalten.
Die neuen Bearbeitungsfunktionen sind integraler Bestandteil der kommenden Betriebssystemversionen iOS 27, iPadOS 27 und macOS 27 . Zeitgleich mit der WWDC-Keynote am 8. Juni hat Apple wie üblich erste Beta-Versionen für Entwickler freigegeben. So können App-Entwickler bereits mit den neuen Werkzeugen experimentieren und sie in ihre Apps integrieren
. Eine öffentliche Beta wird in den nächsten Wochen erwartet, der offizielle Startschuss für alle Nutzerinnen und Nutzer fällt dann wie gewohnt im Herbst.
Diese Neuerungen zeigen einen deutlichen Wandel in Apples Strategie der computationalen Fotografie: Der Fokus verschiebt sich von Optimierungen im Moment der Aufnahme hin zu einer mächtigen, KI-gestützten Nachbearbeitung, die unsere Vorstellung davon verändert, was aus einem bereits geschossenen Foto noch herauszuholen ist.
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