Der MASS Code der IMO soll erstmals ein weltweit einheitliches Regelwerk für autonome und ferngesteuerte Frachtschiffe schaffen. Der Ansatz ist zielbasiert: Statt bestimmter Technologien vorzuschreiben, definiert der Code Sicherheitsziele, Risikobewertungen und Anforderungen an Sensorik, Systeme und Fernsteuerung.

Create a landscape editorial hero image for this Studio Global article: How will the International Maritime Organization’s newly adopted Maritime Autonomous Surface Ships (MASS) Code regulate autonomous and remot. Article summary: The IMO’s MASS Code is being developed as a goal-based framework for cargo ships with autonomous or remote functions, and the evidence here shows it is intended to create a standardized international regime for safety, s. Topic tags: general, general web. Reference image context from search candidates: Reference image 1: visual subject "Autonomous shipping is currently not fully regulated by IACS or the IMO which means that, currently, it is up to the individual flag states to decide how to regulate this in their" source context "Regulatory - DNV" Reference image 2: visual subject "A duty officer (by rota) is contactable on mobile phone number +44 7795 116602 t
Autonome Frachtschiffe stehen kurz davor, von Pilotprojekten in den kommerziellen Betrieb überzugehen. Doch ein Großteil des internationalen Seerechts wurde ursprünglich für Schiffe mit Besatzung an Bord geschrieben. Um diese Lücke zu schließen, arbeitet die Internationale Seeschifffahrtsorganisation (IMO) am International Code of Safety for Maritime Autonomous Surface Ships (MASS Code) – einem globalen Regelwerk für Schiffe, die teilweise oder vollständig autonom fahren oder aus der Ferne gesteuert werden.
Der MASS Code soll festlegen, wie solche Schiffe konstruiert, betrieben und überwacht werden. Ziel ist ein weltweit einheitlicher Rahmen statt der heutigen Situation, in der viele Flaggenstaaten eigene Regeln oder Genehmigungsverfahren für autonome Tests entwickeln.
Nach aktuellem Fahrplan soll der Code um 2026 zunächst als freiwilliges Instrument verabschiedet werden, bevor er später in die internationale SOLAS‑Konvention (Safety of Life at Sea) integriert wird und damit voraussichtlich ab etwa 2032 verbindlich gilt.
Der MASS Code entsteht als zielbasiertes Regulierungssystem für maritime autonome Oberflächenschiffe (Maritime Autonomous Surface Ships). Die Arbeiten begannen, nachdem die IMO 2021 eine umfassende Analyse durchgeführt hatte, welche bestehenden Seerechtsabkommen auf autonome Schiffe angewendet werden können und wo Regelungslücken bestehen.
In der vorgesehenen ersten Phase soll der Code hauptsächlich für SOLAS‑Frachtschiffe mit autonomen oder ferngesteuerten Funktionen gelten. Bestimmte Schiffstypen – etwa schnelle Frachtschiffe (High‑Speed Craft) oder staatliche Schiffe – sind zunächst ausgenommen.
Der Hintergrund: Autonome Schiffe nutzen digitale Systeme wie Sensoren, künstliche Intelligenz und Kommunikationsnetze, um Navigation und Schiffsbetrieb teilweise ohne menschliches Eingreifen auszuführen. Dafür existieren bislang kaum international harmonisierte Regeln.
Viele technischen Details werden noch finalisiert. Aus den bisherigen Entwürfen und Berichten lässt sich jedoch erkennen, auf welche Grundprinzipien sich der MASS Code konzentriert.
Der Code folgt einem goal‑based approach: Er schreibt keine spezifischen Technologien vor, sondern definiert Sicherheitsziele und funktionale Anforderungen, die autonome Systeme erfüllen müssen. Dadurch bleibt Raum für technologische Innovation, während gleichzeitig ein international akzeptiertes Sicherheitsniveau gewährleistet werden soll.
Autonome Schiffe müssen strukturierte Risikoanalysen und Genehmigungsverfahren durchlaufen. Dabei werden potenzielle Gefahren im Zusammenhang mit Software, Fernsteuerung, Sensorik oder Systemausfällen bewertet. Entwürfe für den Code enthalten beispielsweise Kapitel zu Systemarchitektur, Betriebsumgebung und Management sicherer Operationen.
Damit ein Schiff ohne permanente menschliche Kontrolle navigieren kann, braucht es umfassende Sensorik. Typische Systeme kombinieren unter anderem:
Diese Sensoren sammeln kontinuierlich Umgebungsdaten, die in Entscheidungs‑ und Navigationssysteme eingespeist werden, etwa für Kollisionsvermeidung und Routenplanung. So entsteht ein digitales Situationsbewusstsein des Schiffes.
Der MASS‑Rahmen deckt mehrere Stufen der Automatisierung ab. Dazu gehören:
Bei ferngesteuerten oder überwachten Schiffen spielt ein Remote Operations Centre (ROC) eine zentrale Rolle. Von dort können Operatoren an Land Navigations‑ oder Betriebsfunktionen überwachen oder übernehmen.
Der MASS Code soll bestehende IMO‑Regelwerke ergänzen, nicht ersetzen. Die SOLAS‑Konvention und andere maritime Sicherheitsvorschriften bleiben weiterhin Grundlage der internationalen Schifffahrtsregulierung.
Wie genau einzelne Regeln – etwa die Kollisionsverhütungsregeln (COLREGS) – technisch umgesetzt werden müssen, ist in den öffentlich verfügbaren Quellen noch nicht vollständig konkretisiert.
Die IMO verfolgt einen mehrstufigen Einführungsplan, damit Industrie und Behörden Erfahrungen sammeln können, bevor die Regeln verpflichtend werden.
Nach Abschluss der regulatorischen Analyse im Jahr 2021 begann die IMO‑Maritime‑Safety‑Committee‑Arbeitsgruppe mit der Ausarbeitung eines zielbasierten MASS Codes.
Der aktuelle Fahrplan sieht vor, dass der nicht verpflichtende Code etwa 2026 verabschiedet wird.
Nach der Verabschiedung soll eine Experience‑Building‑Phase folgen. In dieser Zeit können Reedereien, Technologieunternehmen und Behörden autonome Systeme innerhalb des neuen Rahmens testen und praktische Erfahrungen sammeln.
Die Ergebnisse sollen anschließend in die endgültige verpflichtende Version des Codes einfließen.
Langfristig plant die IMO, den MASS Code als verbindliche Ergänzung der SOLAS‑Konvention einzuführen. Nach dem üblichen Änderungszyklus der Konvention wird derzeit eine verbindliche Anwendung um das Jahr 2032 erwartet.
Autonome Schifffahrt verspricht effizientere Logistik, geringere Betriebskosten und möglicherweise auch höhere Sicherheit durch kontinuierliche Sensorüberwachung. Ohne internationale Regeln würde jedoch jedes Land eigene Vorschriften entwickeln – ein großes Problem für eine global organisierte Branche wie die Seeschifffahrt.
Der MASS Code soll daher erstmals eine globale regulatorische Architektur für autonome Frachtschiffe schaffen. Er soll Innovation ermöglichen, gleichzeitig aber das grundlegende Sicherheitsniveau der internationalen Seeschifffahrt aufrechterhalten.
Wenn der aktuelle Zeitplan eingehalten wird, könnte die Phase zwischen 2026 und 2032 zum entscheidenden Übergang werden: von ersten kommerziellen autonomen Schiffen hin zu einem vollständig regulierten internationalen Betriebssystem für autonome Seeschifffahrt.
Studio Global AI
Use this topic as a starting point for a fresh source-backed answer, then compare citations before you share it.
Der MASS Code der IMO soll erstmals ein weltweit einheitliches Regelwerk für autonome und ferngesteuerte Frachtschiffe schaffen.
Der MASS Code der IMO soll erstmals ein weltweit einheitliches Regelwerk für autonome und ferngesteuerte Frachtschiffe schaffen. Der Ansatz ist zielbasiert: Statt bestimmter Technologien vorzuschreiben, definiert der Code Sicherheitsziele, Risikobewertungen und Anforderungen an Sensorik, Systeme und Fernsteuerung.
Der Code soll ab etwa 2026 zunächst freiwillig gelten und nach einer Erfahrungsphase voraussichtlich um 2032 als verpflichtender Bestandteil der SOLAS‑Konvention in Kraft treten.