Ein Zuschlag ist bei Singapurs Versteigerungen eingezogener Immobilien keineswegs sicher. Im Geldwäschefall über 3 Milliarden Singapur-Dollar (S$) blieben am 17. September 2026 alle sieben angebotenen Objekte unverkauft. Bei den Auktionen am 23. September wechselten dagegen vier Eigentumswohnungen für insgesamt 16,28 Millionen S$ den Besitzer.
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Welche Immobilien standen zur Auktion?
Am 17. September wurden vier Wohnungen im Gramercy Park mit Richtpreisen von 3,8 bis 7,6 Millionen S$, zwei Wohnungen in den Sloane Residences für etwa 3,6 bis 3,7 Millionen S$ sowie ein Büro im Suntec Tower 1 für 11,5 Millionen S$ angeboten. Für vier Objekte gab es kein Gebot; bei den übrigen drei blieben die Angebote unter dem Mindestpreis, den der Verkäufer akzeptieren wollte.
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Am 23. September bot der Immobilienvermittler SRI zehn Wohnungen in den Anlagen Martin Modern und Wallich Residence mit Richtpreisen zwischen 2,238 und 6,78 Millionen S$ an. Zu den weiteren Angeboten des Tages gehörte ein Penthouse mit vier Schlafzimmern in den South Beach Residences, dessen Richtpreis bei 25,3 Millionen S$ lag. Verkauft wurden vier Wohnungen in Martin Modern und Wallich Residence; die meisten anderen Objekte blieben ohne Käufer.
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Wie können Interessenten mitbieten?
Die Versteigerungen stehen der Öffentlichkeit offen. Wer sich für ein Objekt interessiert, sollte die Anmeldevorgaben und Verkaufsbedingungen der zuständigen Immobilienfirma für genau diese Auktion einholen. Vor einem Gebot sind eine Besichtigung sowie die Prüfung der Kaufberechtigung, anfallender Steuern, Finanzierung und Kautionsfristen wichtig. Bei den Auktionen vom 23. September mussten erfolgreiche Bieter noch am selben Tag ein Kaufangebot unterzeichnen und eine Anzahlung von 10 Prozent leisten.
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Warum bedeutet ein Richtpreis noch keinen Verkauf?
Der veröffentlichte Richtpreis gibt eine Preisvorstellung für die Vermarktung an. Er ist weder ein garantierter Verkaufspreis noch der Mindestpreis, unter dem der Verkäufer nicht verkaufen will. Dieser Mindestpreis wurde bei den sieben Objekten vom 17. September nicht veröffentlicht. Bleiben Gebote aus oder erreichen sie ihn nicht, kann ein Objekt unverkauft bleiben. Aus den Richtpreisen allein lässt sich deshalb auch kein gesicherter Marktwert ableiten.
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Ob die Bekanntheit des Geldwäschefalls die Nachfrage beeinflusst hat, lässt sich aus den unterschiedlichen Auktionsergebnissen nicht bestimmen. Ebenso könnten Preisvorstellungen und Eigenschaften der einzelnen Immobilien eine Rolle gespielt haben.
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Was geschieht mit den übrigen Immobilien und den Erlösen?
Mehr als 80 eingezogene Immobilien sollen zwischen September 2026 und Mitte 2027 schrittweise verkauft werden. Die Auktionen werden von Knight Frank, SRI und Edmund Tie & Company durchgeführt; für ausgewählte Objekte sind auch andere Verkaufswege vorgesehen. So werden die eingezogenen Sachwerte zu Verkaufserlösen. Diese fließen in Singapurs Consolidated Fund, den staatlichen Sammelfonds.
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