LG Electronics und SK Enmove weiten ihre Zusammenarbeit bei der Kühlung aus. Eine am 21. September 2026 unterzeichnete Absichtserklärung umfasst neue Kältemittel, Schmieröle für Kompressoren und Flüssigkeitskühlung. Die Entwicklung zielt auf Haushaltsgeräte, gewerbliche und industrielle Anlagen sowie Anwendungen mit hoher Wärmeentwicklung wie KI-Rechenzentren. Vereinbart wurde ein Entwicklungsprogramm, keine Markteinführung fertiger Produkte.
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Kältemittel und Anlage zusammen denken
SK Enmove soll neue Kältemittelkandidaten entwickeln und bewerten. LG bringt seine Erfahrung mit Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechnik ein und prüft, ob sich die Stoffe in Produkten und Systemen sicher und leistungsfähig einsetzen lassen. So wird ein Kältemittel nicht losgelöst von der Anlage beurteilt, in der es später arbeiten soll.
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Das Ziel ist ein PFAS-freies Kältemittel mit einem Treibhauspotenzial unter 150. PFAS bezeichnet eine Gruppe per- und polyfluorierter Alkylsubstanzen; das Treibhauspotenzial, kurz GWP, beschreibt die Klimawirkung eines Stoffes im Vergleich zu Kohlendioxid. Mit der Entwicklung wollen die Unternehmen insbesondere auf strengere Umweltvorgaben in Europa und Nordamerika reagieren. Ob ein Kandidat alle einschlägigen Sicherheitsanforderungen erfüllt und in einem bestimmten Markt zugelassen wird, muss jedoch erst geprüft werden.
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Auch das Kompressoröl muss passen
Parallel wollen die Partner Schmieröle entwickeln, die mit den neuen Kältemitteln und LGs Systemen zusammenarbeiten. Solche Öle verringern Reibung und Verschleiß etwa im Kompressor. Eine passende Kombination soll die Effizienz, den stabilen Betrieb und die Kostenwettbewerbsfähigkeit verbessern. Das sind bislang Entwicklungsziele, keine gemessenen Verbesserungen.
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Flüssigkeitskühlung für Rechenzentren – und möglicherweise mehr
Bei der Immersionskühlung werden elektronische Komponenten von einer elektrisch nichtleitenden Flüssigkeit umgeben, die Wärme abführt. Das unterscheidet sich von einem Kältemittel, das in einem Klima- oder Kühlsystem zirkuliert. LG und SK Enmove knüpfen hier an eine Vereinbarung von 2025 mit dem US-Unternehmen Green Revolution Cooling an: Damals planten die drei Partner, integrierte Lösungen für KI-Rechenzentren zu entwickeln und in Machbarkeitsdemonstrationen zu erproben. Nun prüfen LG und SK Enmove auch mögliche Anwendungen in Energiespeichern und Bauteilen von Elektrofahrzeugen.
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Der gemeinsame Ansatz verbindet Materialentwicklung mit Gerätebau und Systemtests. Wie viel Strom, Verschleiß oder Kosten sich dadurch tatsächlich einsparen lassen, beziffern die verfügbaren Berichte nicht. Auch die Einhaltung konkreter Marktanforderungen hängt von weiteren Prüfungen ab.
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