US-Aktienfutures notierten am frühen Montag, dem 28. September, im Minus, während der Ölpreis anzog. Auslöser waren neue Zweifel an einer Waffenruhe zwischen den USA und Iran. Das kam nach einer positiven Woche an der Wall Street, doch höhere Renditen am Anleihemarkt und die Aussicht auf anhaltenden Inflationsdruck hielten Anleger vorsichtig.
5
18
Märkte starten vorsichtig in die Woche
Die Futures auf den Dow Jones verloren rund 180 Punkte beziehungsweise 0,4 Prozent. Die Kontrakte auf den S&P 500 gaben ebenfalls um 0,4 Prozent nach, die auf den Nasdaq 100 um 0,7 Prozent. Brent-Öl verteuerte sich um 1,6 Prozent auf etwa 106 US-Dollar je Barrel; US-Öl legte um 1,1 Prozent auf 93,47 US-Dollar zu.
5
18
Auch die asiatischen Börsen starteten laut einem Bericht vom Montagmorgen verhalten. Für europäische Aktien und Silber lässt sich aus den vorliegenden Berichten keine eindeutige, vergleichbare Richtung für den frühen Handel ableiten. Bei Gold unterscheiden sich die Angaben je nach Zeitpunkt: Ein Briefing vom 28. September nannte für den Kassapreis 4.286 US-Dollar je Unze und ein Plus von 0,49 Prozent. Ein späterer Bericht meldete dagegen um 10 Uhr pakistanischer Zeit ein Minus von 2,06 Prozent. Das sind Momentaufnahmen zu unterschiedlichen Zeiten, keine einheitliche Eröffnungsnotierung.
18
27
40
Wall Street mit Wochenplus – trotz hoher Renditen
Der Dow legte in der Vorwoche um 0,3 Prozent zu und beendete damit eine dreiwöchige Verlustserie. Allein am Freitag stieg der Dow um 0,91 Prozent, der S&P 500 um 0,49 Prozent und der Nasdaq Composite um 0,47 Prozent.
1
5
Die Gewinne gelangen trotz stark gestiegener Renditen von US-Staatsanleihen: Die Rendite zehnjähriger US-Anleihen erreichte laut einem Wochenrückblick den höchsten Stand seit 2007. Zur Wochenmitte war der Nasdaq um 1,1 Prozent gefallen, als Verkäufe am Anleihemarkt Technologiewerte belasteten. Verlässliche Wochenrenditen für einzelne große Technologiewerte liegen in den verfügbaren Berichten nicht vor; ein Vergleich einzelner Aktien wäre daher irreführend.
2
6
Warum der Streit um Iran und der Ölpreis wichtig waren
Am Wochenende wies US-Präsident Donald Trump einen iranischen Vorschlag zurück, der mit der Wiederöffnung der Straße von Hormus zusammenhing. Die erneute Unsicherheit über eine Waffenruhe fiel mit steigenden Rohölpreisen zusammen. Teureres Öl kann die Sorge vor neuer Inflation verstärken.
18
Das betrifft nicht nur die Energiekosten, sondern auch die Zinserwartungen. Anleger hatten bereits mit hohen Anleiherenditen und der Möglichkeit weiterer Zinserhöhungen durch die US-Notenbank Fed zu tun. Höhere Finanzierungskosten können Aktien belasten. Besonders Technologiewerte reagieren oft empfindlich, wenn Anleger künftige Gewinne wegen höherer Zinsen niedriger bewerten.
2
3
6
Diese US-Daten standen als Nächstes an
Anleger blickten auf eine datenreiche Woche: Der PCE-Inflationsbericht sollte am 30. September veröffentlicht werden, der ISM-Industrieindex am 1. Oktober und der Arbeitsmarktbericht für September am 2. Oktober. Zusammen konnten die Zahlen weitere Hinweise zur Inflation und zur wirtschaftlichen Aktivität liefern – und damit die Erwartungen an die nächsten Schritte der Fed beeinflussen.
20
21