Das Remake von The Legend of Zelda: Ocarina of Time für Nintendo Switch 2 startete mit viel Kritikerlob: Als die Tests am 4. November erschienen, lag der Metascore bei 96 – einen Tag vor dem für den 5. November angekündigten Verkaufsstart. Besonders die neue Präsentation und die modernisierte Steuerung kamen gut an. Einige Kritiker fanden allerdings, Nintendo halte sich zu eng an die Vorlage und habe dabei bestimmte Bildkompositionen des Originals aufgegeben.
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96 Punkte – aber die Momentaufnahme zählt
GameSpot meldete am 4. November einen Metascore von 96 auf Metacritic, basierend auf 81 Kritiken. Damit stand das Spiel zu diesem Zeitpunkt an der Spitze der Jahreswertung der Plattform; der Shooter Sektori lag mit 93 Punkten dahinter.
36 Andere Berichte hielten frühere Momentaufnahmen fest: VGC nannte 70 Kritiken und Platz 24 in der Metacritic-Rangliste aller Zeiten, während The Independent 80 Reviews und 46 perfekte Wertungen zählte. Die unterschiedlichen Zahlen spiegeln den laufenden Eingang neuer Kritiken wider – sie sind keine dauerhaft feststehenden Werte.
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Auch bei OpenCritic kursierten verschiedene Angaben: Ein Überblick nannte 95 Punkte, ein anderer einen Top Critic Average von 96. Diese Zahlen stammen aus unterschiedlichen Berichten und sollten nicht zu einem einzigen endgültigen Wert zusammengezogen werden.
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Der hohe Durchschnitt bedeutet außerdem nicht, dass alle Tests Bestnoten vergaben. Die vier Famitsu-Tester bewerteten das Spiel mit 9, 9, 9 und 10 Punkten – zusammen 37 von 40.
18 Eine weitere Übersicht zum Start führte unter anderem 9 von 10 Punkten von IGN und GameSpot sowie jeweils 5 von 5 von GamesRadar und Eurogamer auf.
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Was an der Neuauflage überzeugt
In den Rezensionen wurden die aufgefrischte Grafik, überarbeitete Umgebungen, der orchestrale Soundtrack und neu eingesprochene Dialoge hervorgehoben. Auch die frei bewegliche Kamera und die angepasste Steuerung galten als praktische Verbesserungen gegenüber dem Nintendo-64-Original.
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NPRs Test lobte die neuen Sprung- und Sprintknöpfe: Die Fortbewegung fühle sich dadurch natürlicher an, auch der Kampf sei flüssiger. IGN hob die optionale Bewegungssteuerung beim Zielen hervor, merkte aber an, dass Schießprüfungen und andere Nebenaktivitäten damit teils schon im ersten Anlauf leicht zu schaffen seien.
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Beim Wassertempel wollte Nintendo die bekannten Mechaniken erhalten und zugleich die Orientierung erleichtern. Der Grundaufbau blieb bestehen; verbessert wurden unter anderem die Sichtlinien durch bestimmte Wände und der Wechsel zwischen Gegenständen.
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Der Kompromiss: modernisiert, aber nah am Original
Dass sich das Remake stark an die Vorlage hält, wurde zugleich als Stärke und als Einschränkung wahrgenommen. GameSpot beschrieb es als respektvolle Neuauflage, die einzelne Spielelemente modernisiere, aber dem ursprünglichen Designgedanken treu bleibe. NPR nannte das Ergebnis dagegen „hervorragend, gestrafft und sicher“. Der Rezensent vermisste die bewusst komponierten Kamerawinkel des Originals und störte sich daran, dass in Schloss Hyrule eine bestimmte Draufsicht fehlt.
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Genau in diesem Spannungsfeld liegt der Kern der Kritiken: Viele sehen eine gelungene Gelegenheit, einen Klassiker mit zeitgemäßer Bedienung neu zu erleben. Andere hätten sich gewünscht, dass die Neuauflage die Vorlage stärker hinterfragt oder neu interpretiert. Belegt ist ein außergewöhnlich starker Kritikerstart – nicht, dass jedes Magazin die Höchstnote vergab oder alle genannten Vorzüge und Einwände einhellig geteilt wurden.