In den Midterm‑Jahren 2018 und 2022 fiel Bitcoin im Mai stark – doch zwei Beispiele reichen laut Analysten kaum aus, um ein verlässliches Muster abzuleiten. Trader beobachten aktuell besonders die Unterstützungszone zwischen etwa 78.000 und 76.000 Dollar; ein klarer Bruch könnte stärkere Verkäufe auslösen.

Create a landscape editorial hero image for this Studio Global article: How likely is Bitcoin to repeat the sharp May sell-offs seen in past U.S. midterm election years, and what should investors make of the curr. Article summary: Bitcoin could see another sharp May drawdown, but a clean repeat of 2018/2022 is not the highest-confidence base case. The bearish case is real if $78,000/$76,000 fails decisively and ETF flows reverse, but the 2026 setu. Topic tags: general, general web, user generated. Reference image context from search candidates: Reference image 1: visual subject "– Markets suggest a decrease in the likelihood of Bitcoin reaching $115,000 in May 2026 due to potential policy shifts under Warsh. – Current" source context "Bitcoin faces selloff as Powell exits, Warsh steps in May 2026" Reference image 2: visual subject "In April 2026, Bitcoin is currently testing the $95,000
Bitcoin‑Anleger diskutieren derzeit eine bekannte Frage: Wiederholt sich das Muster aus früheren US‑Midterm‑Wahljahren, in denen der Markt im Mai stark einbrach – oder hat sich der Markt inzwischen so verändert, dass die Vergangenheit kaum noch als Orientierung taugt?
In den Midterm‑Jahren 2018 und 2022 kam es tatsächlich zu deutlichen Rückgängen im Mai. Doch heute wirken zusätzliche Kräfte auf den Markt: Spot‑Bitcoin‑ETFs, institutionelle Investoren, Unternehmensreserven in Bitcoin und eine mögliche neue Regulierung in den USA. All das macht einen einfachen Vergleich mit früheren Zyklen schwierig.
Einige Analysten verweisen auf ein wiederkehrendes Muster rund um US‑Midterm‑Wahlen. Im Mai 2018 fiel Bitcoin von rund 10.000 US‑Dollar auf etwa 7.000 US‑Dollar. Vier Jahre später, im Mai 2022, brach der Kurs während einer Phase massiver Marktverwerfungen um fast 30 % ein – von etwa 40.000 auf rund 20.000 US‑Dollar .
Diese Beispiele nähren die bekannte Börsenweisheit „Sell in May“. Für den Zyklus 2026 wird deshalb wieder über ein mögliches saisonales Risiko diskutiert.
Der Haken: Zwei historische Beispiele sind eine sehr kleine Datenbasis. Statistisch lässt sich daraus kaum ein belastbares Muster ableiten – eher eine Beobachtung als eine Regel .
Zudem waren die damaligen Rückgänge stark von externen Schocks geprägt. Der Einbruch 2022 fiel etwa mit schweren Krisen in der Krypto‑Branche und einer restriktiveren globalen Geldpolitik zusammen. Das deutet darauf hin, dass der Zeitpunkt möglicherweise weniger mit dem Kalender als mit den damaligen Marktbedingungen zu tun hatte .
Kurzfristig schauen viele Marktteilnehmer weniger auf Wahlzyklen als auf technische Preisniveaus.
Anfang Mai rutschte Bitcoin kurzzeitig unter 76.000 US‑Dollar, bevor der Kurs wieder über 78.000 Dollar stieg. Käufer griffen in dieser Region wiederholt zu, was die Zone zwischen etwa 78.000 und 76.000 Dollar zu einer wichtigen Unterstützung gemacht hat .
Bleibt der Kurs darüber oder erobert die Region um 80.000 Dollar zurück, könnte das positive Momentum bestehen bleiben. Fällt Bitcoin dagegen klar unter 76.000 Dollar, könnten Verkaufsdruck und Liquidationen gehebelter Positionen deutlich zunehmen.
Technische Marken allein bestimmen zwar selten die langfristige Richtung – sie entscheiden jedoch oft darüber, ob eine Korrektur moderat bleibt oder sich schnell verstärkt.
Der vielleicht wichtigste Unterschied zu früheren Midterm‑Zyklen ist die wachsende Rolle institutioneller Investoren.
Seit der Einführung von Spot‑Bitcoin‑ETFs in den USA fließen große Summen über traditionelle Finanzprodukte in den Markt. Am 1. Mai wurden beispielsweise rund 630 Millionen US‑Dollar an Nettozuflüssen in US‑Bitcoin‑ETFs gemeldet .
Solche Kapitalströme gelten als potenziell stabilisierend, weil sie häufig von langfristig orientierten Investoren stammen – nicht von kurzfristigem Trading. Einige Analysten argumentieren daher, dass der aktuelle Markt strukturell anders funktioniert als die früher stark retail‑getriebenen Zyklen .
Auch politische Entwicklungen spielen eine Rolle für die Stimmung am Markt.
Der sogenannte Digital Asset Market Clarity Act – kurz CLARITY Act – soll erstmals klar festlegen, welche US‑Behörde welche Teile des Kryptomarkts reguliert, insbesondere zwischen der Börsenaufsicht SEC und der Rohstoffaufsicht CFTC .
Das Gesetz wurde 2025 bereits im Repräsentantenhaus verabschiedet und im Mai 2026 vom Bankenausschuss des US‑Senats mit 15 zu 9 Stimmen weitergeleitet, womit es einen Schritt näher an eine Abstimmung im gesamten Senat rückt .
Klare Regeln könnten institutionellen Investoren mehr Sicherheit geben und den Marktzugang erleichtern. Allerdings betonen Analysten, dass solche Gesetze kurzfristig selten direkte Kurssprünge auslösen – und der politische Prozess noch mehrere Hürden enthält, bevor ein Gesetz tatsächlich in Kraft tritt .
Ein Blick auf Kursprognosen zeigt, wie unsicher die Lage bleibt.
Schätzungen von Banken, Vermögensverwaltern und Krypto‑Analysten reichen für 2026 grob von etwa 70.000 US‑Dollar im pessimistischen Szenario bis weit über 150.000 Dollar oder mehr im optimistischen Fall . Einige Prognosen sehen Kursziele im Bereich von 150.000 bis 175.000 Dollar, falls institutionelle Nachfrage und regulatorische Klarheit nach dem Wahlzyklus zunehmen
.
Diese enorme Spannbreite deutet darauf hin, dass sich Analysten weniger über die Richtung als über die Volatilität sicher sind.
Statt sich ausschließlich auf historische Wahlmuster zu verlassen, konzentrieren sich viele Marktbeobachter auf drei Faktoren:
Das historische „Mai‑Risiko“ existiert – aber der Bitcoin‑Markt hat sich seit dem letzten Midterm‑Zyklus deutlich verändert. Institutionelles Kapital, ETF‑Nachfrage und neue Regulierung könnten die Dynamik dieses Zyklus erheblich beeinflussen.
Für Anleger bedeutet das vor allem eines: eher mit Schwankungen rechnen, als sich auf eine einzige Story festzulegen – weder auf einen unvermeidlichen Crash noch auf eine garantierte Rally.
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In den Midterm‑Jahren 2018 und 2022 fiel Bitcoin im Mai stark – doch zwei Beispiele reichen laut Analysten kaum aus, um ein verlässliches Muster abzuleiten.
In den Midterm‑Jahren 2018 und 2022 fiel Bitcoin im Mai stark – doch zwei Beispiele reichen laut Analysten kaum aus, um ein verlässliches Muster abzuleiten. Trader beobachten aktuell besonders die Unterstützungszone zwischen etwa 78.000 und 76.000 Dollar; ein klarer Bruch könnte stärkere Verkäufe auslösen.
Institutionelle Nachfrage über Spot‑Bitcoin‑ETFs sowie mögliche US‑Regulierung durch den CLARITY Act gelten als neue Faktoren, die den Zyklus 2026 verändern könnten.