Ein zentrales Element der neuen Updates ist die Einführung von Agentic Search. Dabei kann Zooms KI‑Assistent (AI Companion) Informationen nicht nur aus Zoom‑Chats oder Meeting‑Protokollen abrufen, sondern auch aus externen Unternehmenssystemen.
Unterstützte Datenquellen können beispielsweise sein:
Durch diese Verknüpfung kann die KI etwa während einer Meeting‑Zusammenfassung automatisch relevante Kundendaten einbeziehen oder Projektdetails aus internen Systemen ergänzen. Ziel ist es, aus Diskussionen schneller konkrete Arbeitsschritte abzuleiten.
Zoom öffnet seine Plattform zudem stärker für Entwickler‑Ökosysteme. Möglich wird das über den erweiterten Model Context Protocol (MCP) Server, der es externen KI‑Systemen erlaubt, auf Zoom‑Daten zuzugreifen.
Darüber können Drittanbieter‑Tools auf Meeting‑Informationen zugreifen, etwa:
Diese Daten lassen sich dann in anderen KI‑Anwendungen nutzen – zum Beispiel in Entwicklungs‑ oder Automatisierungs‑Workflows. Laut Zoom gehören OpenAI Codex und Anthropic Claude zu den Plattformen, die über MCP auf solche Meeting‑Kontexte zugreifen können.
Neben den neuen KI‑Funktionen ändert Zoom auch die Produktbezeichnung seiner Dokument‑Umgebung. Zoom Docs wird seit 18. Mai 2026 offiziell als Zoom Canvas bezeichnet.
Der neue Name soll widerspiegeln, dass das Tool nicht nur ein Dokumenteditor ist, sondern eine umfassendere Arbeitsfläche für Zusammenarbeit und Inhaltserstellung. Teams können dort Ideen festhalten, Projektergebnisse strukturieren und Inhalte aus Meetings direkt in Dokumente oder andere Arbeitsartefakte überführen.
Mit diesen Updates verfolgt Zoom eine größere Strategie. Das Unternehmen beschreibt seine Plattform zunehmend als „System of Action“ – also als Arbeitsumgebung, in der Gespräche automatisch mit Daten, Dokumenten und Aufgaben verbunden werden.
Statt nur Meetings zu hosten, soll Zoom Workplace künftig:
Die Kombination aus mobilen Notizen, Agentic Search, offenen KI‑Integrationen und kollaborativen Arbeitsflächen ist ein weiterer Schritt in diese Richtung: Gespräche sollen nicht mehr nur dokumentiert werden – sie sollen direkt in produktive Arbeit übergehen.
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