Asha Sharmas „Reset“ krempelt Microsofts Gaming-Sparte um: Xbox streicht Stellen, ordnet Studios neu und will die Zahl der Geschäftsbereiche verringern. Der Umbau reicht bis ins Microsoft-Geschäftsjahr 2027, das im Juni 2027 endet. Zugleich sorgt der Wechsel des nächsten Halo-Spiels zu Activision für eine grundsätzliche Frage: Soll Xbox vor allem eine Konsolenplattform sein – oder ein Publisher, der seine Spiele möglichst vielen Menschen auf verschiedenen Plattformen anbietet?
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Was der Umbau bislang umfasst
Im Juli kündigte Xbox an, im Laufe des Geschäftsjahres 2027 rund 3.200 Rollen zu reduzieren. Etwa 1.600 Stellen sollten unmittelbar wegfallen. Außerdem sollten vier Studios unter eine neue Leitung außerhalb von Xbox wechseln.
33 Am 22. September folgte die Ankündigung weiterer 268 Stellenstreichungen bei Halo Studios, anderen Xbox-eigenen Studios sowie in der Leitung und zentralen Funktionen von Xbox Game Studios.
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Microsoft erklärte, die seit Juli umgesetzten Maßnahmen – einschließlich der Abgabe von Studios – brächten das Unternehmen ungefähr zu drei Vierteln durch die bereits angekündigte Umstrukturierung. Diese Angabe bezieht sich auf den Umbau insgesamt, nicht darauf, dass bereits drei Viertel der geplanten Stellenstreichungen abgeschlossen wären.
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Xbox will außerdem mit weniger Geschäftsbereichen arbeiten und Teams zusammenführen, die bereits eng kooperieren. Die Zuordnung von Obsidian zu Bethesda wurde als ein Beispiel für die Veränderungen berichtet.
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10 Berichte über eine mögliche Schließung von Ninja Theory sind dagegen unbestätigt – eine beschlossene Schließung hat Xbox nicht angekündigt.
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Was der Wechsel von Halo zu Activision bedeutet
Microsoft hat bestätigt, dass Activision das nächste Halo-Spiel entwickeln soll. Gleichzeitig sind die September-Kürzungen auch Halo Studios betroffen.
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3 Daraus folgt aber nicht, dass das gesamte Team von Halo Studios zu Activision wechselt: Die Ankündigung betrifft die Zuständigkeit für das nächste Spiel.
Der Schritt steht im größeren Zusammenhang mit Xbox’ Umbau. Das Unternehmen verändert, wie Studios und Publishing-Bereiche organisiert sind; für jedes Studio bedeutet das nicht automatisch dasselbe. Microsoft begründet die Neuordnung damit, Geschäftsbereiche zu bündeln und die Publishing-Kompetenz stärker zu fokussieren.
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Laydens Einwand: Xbox kann nicht alles zugleich sein
Der frühere PlayStation-Manager Shawn Layden wirft Microsoft vor, sich nicht dauerhaft für eine klare Richtung entschieden zu haben. Eine Konsolenplattform brauche Exklusivspiele, die einen Kauf der Hardware attraktiv machen. Ein großer Publisher dagegen profitiere davon, seine Spiele auf möglichst vielen Plattformen anzubieten.
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Für Xbox entsteht daraus ein Zielkonflikt: Werden mehr Spiele auch außerhalb des Xbox-Ökosystems veröffentlicht, können sie ein größeres Publikum erreichen. Zugleich könnten Exklusivtitel als Unterscheidungsmerkmal der Konsole an Gewicht verlieren. Layden vergleicht die Entscheidung, vor der Xbox steht, mit Segas Rückzug aus dem Konsolengeschäft.
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Game Pass: Kritik ist kein Beleg für Verluste
Layden stellt außerdem infrage, ob Entwickler ausreichend an teuren Spielen verdienen können, wenn diese bereits zum Start in einem Abo wie Game Pass enthalten sind. Das ist seine Kritik an der Wirtschaftlichkeit des Modells für Entwickler – aber kein Nachweis dafür, dass Game Pass selbst nachweislich Verluste macht. Die angeführten Berichte belegen keine verifizierte Verlustsumme für den Dienst.
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Microsoft stellt den Umbau als Versuch dar, Kosten zu senken, Teams zusammenzuführen und die wirtschaftliche Leistung des Gaming-Geschäfts zu verbessern. Entlassungen und neue Studio-Strukturen beantworten jedoch nicht automatisch Laydens Kernfrage: Wie lässt sich eine größere Reichweite für Spiele mit den Exklusivtiteln vereinbaren, die einer Konsolenplattform Profil geben können?
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