TSMCs 2-nm-Kapazität könnte bis Ende 2026 auf rund 120.000 Wafer pro Monat steigen. Das wäre ein deutlicher Sprung gegenüber früheren Schätzungen von 90.000 bis 100.000. Allerdings ging eine Prognose vom 14. September noch von 90.000 Wafern zum Jahresende und 110.000 zur Mitte des Jahres 2027 aus. Die 120.000 sind deshalb als berichtetes Ausbauziel zu verstehen – nicht als bereits erreichte oder garantierte Produktionsmenge.
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Was soll den Hochlauf beschleunigen?
Laut Berichten gibt es zwei Gründe für den angestrebten Ausbau: stärkere Nachfrage und zusätzliche Fertigungskapazität. Apple, Nvidia, AMD, Qualcomm und MediaTek sollen ihre Bestellungen für TSMCs 2-nm-Prozessfamilie um 10 bis 20 Prozent erhöht haben.
4 Ein Bericht bringt die höheren Aufträge mit der angehobenen Kapazitätsschätzung in Verbindung. Auch das bleibt jedoch eine Branchenmeldung und ist kein Nachweis, dass das Ziel tatsächlich erreicht wird.
TSMC plant außerdem, fünf Fabriken für die Volumenproduktion von 2-nm-Chips hochzufahren: zwei in Hsinchu und drei in Kaohsiung. Unternehmensangaben zum Ausbau wurden im Zusammenhang mit einem TSMC-Technologiesymposium berichtet.
15 Als wichtiger Nachfragefaktor für die Erweiterung gelten KI- und andere fortschrittliche Chips.
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Wie fällt der Vergleich mit 3 nm aus?
TSMC erwartet, dass die Waferproduktion im ersten Jahr des 2-nm-Verfahrens 45 Prozent höher ausfällt als im ersten Produktionsjahr von 3 nm im Jahr 2023. Für die 2-nm-Kapazität insgesamt stellt das Unternehmen von 2026 bis 2028 ein durchschnittliches jährliches Wachstum von 70 Prozent in Aussicht.
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Dabei geht es um unterschiedliche Kennzahlen: Der 45-Prozent-Vergleich bezieht sich auf die Produktion im jeweiligen ersten Jahr, die 70-Prozent-Prognose auf das Kapazitätswachstum über mehrere Jahre. Beides sind Ziele für die Zukunft – keine Zusage für eine bestimmte monatliche Produktionsmenge.
Was bedeutet das für Kunden?
Ein 2-nm-Wafer soll Schätzungen zufolge rund 30.000 US-Dollar kosten. Für 3 nm werden etwa 20.000 US-Dollar genannt.
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29 Das sind berichtete Richtwerte, keine bestätigten Preise für jeden Kunden oder Vertrag. Die Entwicklung eines Chips kommt zusätzlich zu den Waferkosten hinzu; die vorliegenden Angaben erlauben dafür jedoch keine verlässliche Kostenschätzung.
Auch mögliche Preiserhöhungen im Jahr 2027 sollte man nicht überinterpretieren. Ein Beitrag in sozialen Medien fasst einen berichteten möglichen Foundry-Preisanstieg von bis zu 10 Prozent zusammen. Daraus lässt sich aber nicht ableiten, dass dieser Aufschlag vollständig für 2-nm-Wafer gelten würde.
16 Einen konkreten 2-nm-Preis für 2027 daraus zu berechnen, wäre daher nicht belastbar.
Unsicher ist auch die Verfügbarkeit. Ein Bericht besagt, dass die 2-nm- und 3-nm-Produktion bis Ende 2026 vergeben sei und einige längerfristige Vereinbarungen bis 2027 reichten.
28 Das belegt nicht, dass sämtliche 2-nm-Kapazitäten für 2027 bereits ausgebucht sind. Für Kunden sind Zugang und Preise deshalb Planungsrisiken – aber kein Grund, einen bestimmten Preis oder einen flächendeckenden Ausverkauf bis zu einem festen Datum vorauszusetzen.
Entscheidend ist, was tatsächlich produziert wird
Die Marke von 120.000 Wafern pro Monat signalisiert ein ambitionierteres Ausbauziel, das mit höheren Kundenbestellungen und fünf geplanten Fabriken begründet wird. Gleichzeitig stehen dem frühere, niedrigere Prognosen gegenüber. Bis die zusätzliche Kapazität nachweislich erreicht ist, gilt daher: TSMC versucht, den 2-nm-Hochlauf zu beschleunigen. Eine Produktion von 120.000 Wafern im Monat ist damit noch nicht sicher.