Der Kernkonflikt betrifft die Reihenfolge: Israel will erst nach vollständiger Entwaffnung der Hamas abziehen, Hamas fordert zuvor das Ende israelischer Angriffe und den Abzug der Truppen. Der US gestützte Fahrplan verbindet überprüfte Entwaffnung, schrittweisen israelischen Abzug, eine palästinensische Übergangsver...
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Forschungsantwort

Create a landscape editorial hero image for this Studio Global article: How is the Gaza ceasefire, nearly a year after it began in October 2025, nearing collapse amid Benjamin Netanyahu’s rejection of Donald Trum. Article summary: The ceasefire is nearing collapse because its central bargain has broken down: the U.S.-backed roadmap envisaged phased, linked Israeli withdrawal and Hamas disarmament, but Israel demands complete disarmament first whil. Topic tags: general, general web, news. Style: premium digital editorial illustration, source-backed research mood, clean composition, high detail, modern web publication hero. Use reference image context only for broad subject, composition, and topical grounding; do not copy the exact image. Avoid: logos, brand marks, copyrighted characters, real person likenesses, fake screenshots, UI text, readable text, watermarks, charts with fake numbers
Der Waffenstillstand im Gazastreifen, der am 10. Oktober 2025 begann, ist zunehmend nur noch dem Namen nach ein Waffenstillstand – nicht aber ein belastbarer Weg zu einer Nachkriegsordnung. Im Zentrum steht nicht allein die Frage, ob Hamas entwaffnet wird oder Israel seine Truppen abzieht. Entscheidend ist, wer zuerst einen unumkehrbaren Schritt tun soll, wie dieser kontrolliert wird und ob dies trotz fortdauernder Gewalt möglich ist. 33
34
Der vom US-gestützten Board of Peace vorgelegte Fahrplan verknüpft die Entwaffnung der Hamas mit dem israelischen Truppenabzug, einer palästinensischen technokratischen Verwaltung und dem Wiederaufbau. Der UN-Sicherheitsrat billigte mit Resolution 2803 den umfassenderen Plan, einschließlich eines Rahmens für Entwaffnung, einen schrittweisen israelischen Abzug und den Wiederaufbau des Gazastreifens. 35
Die Bedingungen der Konfliktparteien passen jedoch nicht zusammen:
Daraus entsteht eine praktische Blockade. Israel befürchtet, ein Abzug vor der Entwaffnung könne Hamas die Möglichkeit geben, militärische Fähigkeiten wiederaufzubauen. Hamas wiederum betrachtet eine Entwaffnung bei fortdauernder israelischer Truppenpräsenz und weiteren Angriffen als nicht hinnehmbare Aufgabe ihres Einflusses und ihrer Sicherheitsgarantien. Keine Seite ist bereit, den ersten unumkehrbaren Schritt zu machen.
Zugleich wird der Waffenstillstand durch wiederholte militärische Eskalationen geschwächt. Das von Hamas geführte Gesundheitsministerium in Gaza erklärte, seit Beginn der Waffenruhe am 10. Oktober seien bei israelischen Angriffen mehr als 1.300 Palästinenser getötet worden; mehr als 900 davon allein im Jahr 2026, Stand Anfang September. Israel erklärte, seine Angriffe seien Reaktionen auf Verstöße der Hamas gewesen. 17
Diese gegensätzlichen Darstellungen klären die Verantwortungsfrage nicht. Das grundsätzliche Problem bleibt aber: Wiederkehrende Angriffe mit vielen Toten verschlechtern die politischen und praktischen Voraussetzungen für eine Entwaffnung erheblich. Ein Verfahren, das Waffensammlung, unabhängige Überprüfung, die Übergabe ziviler Verantwortung und internationale Unterstützung verlangt, kann in anhaltenden Kampfhandlungen kaum funktionieren.
Nickolay Mladenov, der Gaza-Beauftragte des Board of Peace, warnte, fortgesetzte Angriffe verzögerten die Entmilitarisierung und behinderten den Übergang zu einer Zivilverwaltung. Eine Rückkehr zum umfassenden Krieg würde Gaza zudem jeden realistischen Weg zur Erholung nehmen. 4
2
Der Fahrplan ist mehr als ein Abkommen über Waffen. Er soll eine einheitliche palästinensische Zivilverwaltung schaffen, bewaffneten Gruppen die Rolle in der Regierung des Gazastreifens entziehen und Voraussetzungen für Wiederaufbau schaffen. Nach dem bei den Vereinten Nationen beschriebenen Rahmen dürfen nur Personen Waffen tragen, die vom Nationalen Komitee autorisiert sind; andere bewaffnete Gruppen müssten ihre militärischen Aktivitäten einstellen. 15
Dafür müssten mehrere Schritte ineinandergreifen:
Gehen die Kämpfe weiter, wird jeder dieser Punkte gefährdet: Waffen lassen sich nicht zuverlässig einsammeln, zivile Institutionen können ihre Autorität nicht glaubwürdig übernehmen, und mögliche internationale Truppensteller müssten eine gefährlichere und unberechenbarere Mission abwägen.
Eine dauerhafte Regelung setzt voraus, dass die Parteien und Vermittler den Streit über die Reihenfolge praktisch lösen – nicht nur mit gegensätzlichen politischen Erklärungen. Nötig wären eine durchsetzbare Pause der Angriffe, klar definierte Einsatz- und Rückzugslinien, eine unabhängige Kontrolle der schrittweisen Außerdienststellung von Waffen sowie konkreter Schutz für die zivile Verwaltung, die Gaza führen soll.
Der entscheidende Unterschied liegt zwischen der vollständigen Entwaffnung als Endzustand und überprüften Schritten auf dem Weg dorthin. Der Vorschlag des Board of Peace wurde als Phasenmodell vorgestellt. Netanjahu hat dagegen öffentlich darauf bestanden, dass es vor einer vollständigen Entwaffnung keinen Abzug geben werde. 33
34
Solange diese Positionen nicht zusammengeführt werden, bleibt der Waffenstillstand anfällig für eine neue Eskalation. Dann könnten auch die geplante Verwaltung und der Wiederaufbau, die auf ihm aufbauen sollen, gar nicht erst beginnen.
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Der Kernkonflikt betrifft die Reihenfolge: Israel will erst nach vollständiger Entwaffnung der Hamas abziehen, Hamas fordert zuvor das Ende israelischer Angriffe und den Abzug der Truppen.
Der Kernkonflikt betrifft die Reihenfolge: Israel will erst nach vollständiger Entwaffnung der Hamas abziehen, Hamas fordert zuvor das Ende israelischer Angriffe und den Abzug der Truppen. Der US gestützte Fahrplan verbindet überprüfte Entwaffnung, schrittweisen israelischen Abzug, eine palästinensische Übergangsverwaltung und Wiederaufbau.
Der Kernkonflikt betrifft die Reihenfolge: Israel will erst nach vollständiger Entwaffnung der Hamas abziehen, Hamas fordert zuvor das Ende israelischer Angriffe und den Abzug der Truppen. Der US gestützte Fahrplan verbindet überprüfte Entwaffnung, schrittweisen israelischen Abzug, eine palästinensische Übergangsver...
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Der Waffenstillstand im Gazastreifen, der am 10. Oktober 2025 begann, ist zunehmend nur noch dem Namen nach ein Waffenstillstand – nicht aber ein belastbarer Weg zu einer Nachkriegsordnung. Im Zentrum steht nicht allein die Frage, ob Hamas entwaffnet wird oder Israel seine Truppen abzieht. Entscheidend ist, wer zuerst einen unumkehrbaren Schritt tun soll, wie dieser kontrolliert wird und ob dies trotz fortdauernder Gewalt möglich ist. 33
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Der vom US-gestützten Board of Peace vorgelegte Fahrplan verknüpft die Entwaffnung der Hamas mit dem israelischen Truppenabzug, einer palästinensischen technokratischen Verwaltung und dem Wiederaufbau. Der UN-Sicherheitsrat billigte mit Resolution 2803 den umfassenderen Plan, einschließlich eines Rahmens für Entwaffnung, einen schrittweisen israelischen Abzug und den Wiederaufbau des Gazastreifens. 35
Die Bedingungen der Konfliktparteien passen jedoch nicht zusammen:
Daraus entsteht eine praktische Blockade. Israel befürchtet, ein Abzug vor der Entwaffnung könne Hamas die Möglichkeit geben, militärische Fähigkeiten wiederaufzubauen. Hamas wiederum betrachtet eine Entwaffnung bei fortdauernder israelischer Truppenpräsenz und weiteren Angriffen als nicht hinnehmbare Aufgabe ihres Einflusses und ihrer Sicherheitsgarantien. Keine Seite ist bereit, den ersten unumkehrbaren Schritt zu machen.
Zugleich wird der Waffenstillstand durch wiederholte militärische Eskalationen geschwächt. Das von Hamas geführte Gesundheitsministerium in Gaza erklärte, seit Beginn der Waffenruhe am 10. Oktober seien bei israelischen Angriffen mehr als 1.300 Palästinenser getötet worden; mehr als 900 davon allein im Jahr 2026, Stand Anfang September. Israel erklärte, seine Angriffe seien Reaktionen auf Verstöße der Hamas gewesen. 17
Diese gegensätzlichen Darstellungen klären die Verantwortungsfrage nicht. Das grundsätzliche Problem bleibt aber: Wiederkehrende Angriffe mit vielen Toten verschlechtern die politischen und praktischen Voraussetzungen für eine Entwaffnung erheblich. Ein Verfahren, das Waffensammlung, unabhängige Überprüfung, die Übergabe ziviler Verantwortung und internationale Unterstützung verlangt, kann in anhaltenden Kampfhandlungen kaum funktionieren.
Nickolay Mladenov, der Gaza-Beauftragte des Board of Peace, warnte, fortgesetzte Angriffe verzögerten die Entmilitarisierung und behinderten den Übergang zu einer Zivilverwaltung. Eine Rückkehr zum umfassenden Krieg würde Gaza zudem jeden realistischen Weg zur Erholung nehmen. 4
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Der Fahrplan ist mehr als ein Abkommen über Waffen. Er soll eine einheitliche palästinensische Zivilverwaltung schaffen, bewaffneten Gruppen die Rolle in der Regierung des Gazastreifens entziehen und Voraussetzungen für Wiederaufbau schaffen. Nach dem bei den Vereinten Nationen beschriebenen Rahmen dürfen nur Personen Waffen tragen, die vom Nationalen Komitee autorisiert sind; andere bewaffnete Gruppen müssten ihre militärischen Aktivitäten einstellen. 15
Dafür müssten mehrere Schritte ineinandergreifen:
Gehen die Kämpfe weiter, wird jeder dieser Punkte gefährdet: Waffen lassen sich nicht zuverlässig einsammeln, zivile Institutionen können ihre Autorität nicht glaubwürdig übernehmen, und mögliche internationale Truppensteller müssten eine gefährlichere und unberechenbarere Mission abwägen.
Eine dauerhafte Regelung setzt voraus, dass die Parteien und Vermittler den Streit über die Reihenfolge praktisch lösen – nicht nur mit gegensätzlichen politischen Erklärungen. Nötig wären eine durchsetzbare Pause der Angriffe, klar definierte Einsatz- und Rückzugslinien, eine unabhängige Kontrolle der schrittweisen Außerdienststellung von Waffen sowie konkreter Schutz für die zivile Verwaltung, die Gaza führen soll.
Der entscheidende Unterschied liegt zwischen der vollständigen Entwaffnung als Endzustand und überprüften Schritten auf dem Weg dorthin. Der Vorschlag des Board of Peace wurde als Phasenmodell vorgestellt. Netanjahu hat dagegen öffentlich darauf bestanden, dass es vor einer vollständigen Entwaffnung keinen Abzug geben werde. 33
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Solange diese Positionen nicht zusammengeführt werden, bleibt der Waffenstillstand anfällig für eine neue Eskalation. Dann könnten auch die geplante Verwaltung und der Wiederaufbau, die auf ihm aufbauen sollen, gar nicht erst beginnen.
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