Wer die Lions, Singapurs Fußballnationalmannschaft, live sehen will, braucht bei gefragten Heimspielen Glück beim Ticketkauf. Der Fußballverband Football Association of Singapore (FAS) will deshalb mehr Zuschauerplätze schaffen. Zugleich geben gestiegene Spenden dem Verband mehr Spielraum für die langfristige Entwicklung des Fußballs. Beides hilft Fans ohne Ticket allerdings nicht sofort.
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Warum der Platz knapp wird
Die Lions haben sich erstmals aus eigener sportlicher Kraft für den AFC Asien-Cup qualifiziert. Mehr als 30.000 Menschen besuchten im März das Qualifikationsspiel gegen Bangladesch; auch die Heimspiele bei der ASEAN-Meisterschaft waren ausverkauft. Beim Halbfinale gegen Thailand im Jalan Besar Stadium waren die Karten kurz nach Verkaufsbeginn vergriffen. Enttäuschte Fans berichteten zudem von Weiterverkäufen durch Ticket-Schwarzhändler.
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Was am Jalan Besar Stadium geplant ist
FAS arbeitet nach eigenen Angaben mit der staatlichen Sportagentur Sport Singapore an einer neuen Südtribüne mit 1.500 Plätzen. Das Jalan Besar Stadium fasst derzeit rund 6.000 Zuschauer. Später sollen neue Stadien in Punggol und Toa Payoh weitere Kapazitäten schaffen. Die Südtribüne ist bislang ein Vorhaben; einen Zeitplan für den Bau hat FAS nicht genannt.
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Zusätzliche Plätze könnten künftig mehr Fans den Stadionbesuch ermöglichen. Die Ankündigung enthält aber weder eine gesonderte Maßnahme gegen den Weiterverkauf von Tickets noch die Zusage, dass die Nachfrage bei besonders beliebten Spielen vollständig gedeckt werden kann.
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Was die höheren Spenden bedeuten
Im Geschäftsjahr bis zum 31. März 2026 erhielt FAS Spenden von 12,35 Millionen Singapur-Dollar (S$) – nach 695.000 S$ im Vorjahr. Darin enthalten sind 10 Millionen S$, die das Technologieunternehmen Sea bereits an FAS gespendet hat.
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Sea hat insgesamt 50 Millionen S$ für die langfristige Entwicklung des Fußballs in Singapur zugesagt. Die verbleibenden 40 Millionen S$ sollen schrittweise für Initiativen fließen, die mehr Menschen die Teilnahme ermöglichen und Entwicklungswege für Spieler stärken. Das ist keine angekündigte Finanzierung der Südtribüne – und bedeutet nicht, dass die gesamten 50 Millionen S$ bereits bei FAS eingegangen sind.
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Für Fans sind das zwei verschiedene Perspektiven: Die Stadionpläne betreffen die Zahl der Plätze auf den Rängen, die Spenden die Zukunft des Sports. Wann die zusätzlichen Plätze tatsächlich verfügbar sein werden, bleibt offen.
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