Standard Chartered startet die nächste Phase seiner mehrjährigen Transformation. Ziel ist eine deutlich höhere Profitabilität – erreicht durch Technologie, Kostendisziplin und eine stärkere Konzentration auf margenstarke Geschäftsbereiche. Die internationale Bank strebt eine Eigenkapitalrendite auf das materielle Eigenkapital (Return on Tangible Equity, RoTE) von über 15 % bis 2028 und etwa 18 % bis 2030 an.
Dabei kombiniert das Institut drei zentrale Hebel: Automatisierung und künstliche Intelligenz, organisatorische Verschlankung sowie Wachstum in profitableren Geschäftssegmenten.
Die Kennzahl RoTE gilt im Bankensektor als wichtige Messgröße dafür, wie effizient ein Institut das Kapital seiner Aktionäre nutzt.
Standard Chartered hat sich den neuen Zielen bereits angenähert:
Auf dieser Basis hat das Management seine mittelfristigen Ziele angehoben:
Das signalisiert Vertrauen, dass die strategische Neuausrichtung künftig deutlich höhere Renditen ermöglichen kann.
Ein wichtiger Teil des Plans ist eine schlankere Organisation. Standard Chartered will mehr als 15 % der Stellen in Corporate‑ und Support‑Funktionen bis 2030 abbauen.
Die Kürzungen betreffen vor allem Back‑Office‑Bereiche und interne Unterstützungsfunktionen – weniger die Geschäftsbereiche mit direktem Kundenkontakt.
Das Ziel dahinter ist nicht nur Kostensenkung, sondern auch eine strukturelle Produktivitätssteigerung. Nach Angaben der Bank soll das Einkommen pro Mitarbeiter bis 2028 um etwa 20 % steigen.
Technologie spielt dabei eine zentrale Rolle. Standard Chartered baut den Einsatz von
weiter aus.
Diese Systeme sollen Routineaufgaben automatisieren, Entscheidungsprozesse im Risiko‑ und Kundenmanagement verbessern und interne Abläufe beschleunigen. Gleichzeitig sollen sie die Servicequalität erhöhen und manuelle Arbeit in administrativen Bereichen reduzieren.
Viele Banken verfolgen ähnliche Digitalisierungsstrategien – Standard Chartered verbindet sie jedoch explizit mit messbaren Produktivitätszielen wie dem Einkommen pro Mitarbeiter.
Neben Effizienzsteigerungen setzt die Bank auf Wachstum in profitableren Bereichen.
Zu den strategischen Schwerpunkten gehören:
Die Strategie baut stark auf der geografischen Präsenz der Bank in Asien, dem Nahen Osten und Afrika auf. Standard Chartered positioniert sich dort als Spezialist für internationale Handels‑ und Investitionsströme.
Das Management betont insbesondere die Kombination aus zwei Stärken: internationalem Firmenkundengeschäft und Vermögensmanagement für wohlhabende Kunden. Diese Mischung soll ein differenziertes Geschäftsmodell schaffen.
Der Strategiewechsel kommt in einer Phase relativ solider Geschäftszahlen.
Wichtige Kennzahlen:
Interne Investorenunterlagen zeigen außerdem, dass mehrere Ziele des vorherigen Strategieplans früher als erwartet erreicht wurden, darunter Einkommenswachstum und eine positive Entwicklung der Kosten‑Ertrags‑Relation.
Auch personell stellt sich die Bank für die nächste Phase neu auf.
Diese Positionen gelten als zentral für die Umsetzung der geplanten Effizienz‑ und Wachstumsinitiativen.
Der Plan von Standard Chartered steht und fällt mit der praktischen Umsetzung.
Die Bank muss gleichzeitig zwei Ziele erreichen:
Gelingt beides, könnte das Institut seine Rendite bis über 15 % im Jahr 2028 und etwa 18 % bis 2030 steigern.
Ob diese Ziele erreichbar sind, hängt jedoch auch von externen Faktoren ab – etwa der globalen Konjunktur, der Kreditqualität und der wirtschaftlichen Entwicklung in den Kernmärkten der Bank.
Fest steht: Für Standard Chartered beginnt eine neue Phase, in der Technologie und strategische Fokussierung darüber entscheiden werden, ob aus einer traditionell moderat rentablen internationalen Bank eine dauerhaft hochprofitable Institution wird.
Studio Global AI
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Standard Chartered peilt eine Eigenkapitalrendite (RoTE) von über 15 % bis 2028 und rund 18 % bis 2030 an und plant gleichzeitig, mehr als 15 % der Stellen in Corporate‑ und Support‑Funktionen abzubauen.
Standard Chartered peilt eine Eigenkapitalrendite (RoTE) von über 15 % bis 2028 und rund 18 % bis 2030 an und plant gleichzeitig, mehr als 15 % der Stellen in Corporate‑ und Support‑Funktionen abzubauen. Automatisierung, künstliche Intelligenz und Datenanalysen sollen die Produktivität erhöhen und das Einkommen pro Mitarbeiter bis 2028 um etwa 20 % steigern.
Wachstum soll vor allem aus margenstärkeren Bereichen kommen – etwa Vermögensmanagement für wohlhabende Kunden, globale Märkte und grenzüberschreitende Firmenkundengeschäfte.