SoftBank hat sich für seine nächste OpenAI-Zahlung am Markt für hochverzinsliche Anleihen finanziert. Am 24. September meldete Reuters eine Emission im Gegenwert von rund 11,1 Milliarden US-Dollar. Das ist die ausgegebene Summe – nicht zu verwechseln mit den mehr als 20 Milliarden Dollar an vorläufigem Anlegerinteresse, über die Bloomberg zuvor berichtet hatte.
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Fünf Tranchen, Zinsen von bis zu 9,75 Prozent
Die vorrangigen, aber unbesicherten Anleihen verteilen sich auf drei Dollar- und zwei Euro-Tranchen. In US-Dollar sind es 1 Milliarde mit 3½ Jahren Laufzeit sowie jeweils 4,5 Milliarden mit 5½ und 7½ Jahren Laufzeit. Die Euro-Tranchen umfassen jeweils 500 Millionen Euro und laufen vier beziehungsweise sechs Jahre. Für die Dollar-Anleihen nennt Reuters Zinssätze von 8,625, 9,25 und 9,75 Prozent in dieser Reihenfolge.
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Nach dem ursprünglichen Zeitplan sollte die Preisfestsetzung am 24. September und die Abwicklung – also die Übergabe der Anleihen gegen Zahlung – am 29. September erfolgen. Reuters bezeichnete die Anleihen am 24. September bereits als ausgegeben. Ob die Abwicklung stattgefunden hat, geht aus den vorliegenden Berichten nicht hervor.
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Welche Schulden die Anleihen ersetzen sollen
Aus dem Erlös will SoftBank eine Zahlung von 10 Milliarden US-Dollar finanzieren: die dritte Tranche einer weiteren Investition in OpenAI, deren Abschluss für den 1. Oktober erwartet wurde. Die Emissionsbedingungen nennen daneben allgemeine Unternehmenszwecke. Berichten zufolge soll der Anleiheverkauf eine für diese Zahlung vorgesehene Zwischenfinanzierung über 10 Milliarden Dollar ersetzen.
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Davon zu unterscheiden ist SoftBanks größere Überbrückungskreditlinie über 40 Milliarden Dollar für Investitionszusagen im Jahr 2026. Sie läuft im März 2027 aus und muss dann zurückgezahlt oder refinanziert werden. Aus dem jetzigen Anleiheverkauf lässt sich nicht schließen, dass diese gesamte Kreditlinie abgelöst ist.
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Hohe Nachfrage ist kein Entwarnungssignal
Die vorläufigen Interessensbekundungen zeigen, dass Anleger zu den diskutierten Konditionen bereit waren, SoftBank Geld zu leihen. Sie sind weder endgültige Zuteilungen noch ein Beleg für geringe Risiken. Für die längste Dollar-Tranche war vor der Emission eine Rendite von bis zu etwa 10 Prozent ausgelotet worden; der später gemeldete Zinssatz beträgt 9,75 Prozent.
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Reuters zufolge dürfte die Emission der größte jemals verzeichnete Verkauf hochverzinslicher Anleihen durch einen Emittenten aus dem asiatisch-pazifischen Raum sein. SoftBank hatte bereits im April 2026 Anleihen über 1,5 Milliarden Dollar und 1,75 Milliarden Euro platziert, unter anderem um Überbrückungskredite teilweise zurückzuzahlen.
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Die Bedenken hinsichtlich der Finanzierung sind nicht neu: Nach einer OpenAI-Finanzierungsrunde senkte S&P Global Ratings den Ausblick für SoftBank auf negativ. Die Ratingagentur verwies laut Reuters auf möglichen Druck auf die Liquidität und Qualität der Vermögenswerte sowie auf die finanzielle Handlungsfähigkeit des Konzerns. Für die Kosten einer Absicherung gegen SoftBanks Zahlungsausfall liefern die vorliegenden Berichte dagegen keinen belastbaren aktuellen Vergleichswert.
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