Ein einzelner Pulswert sagt wenig darüber aus, wie sich Gewohnheiten über längere Zeit entwickeln. Samsung will deshalb Messungen der Galaxy Watch stärker mit Hinweisen für den Alltag verbinden. Bei einer Presseveranstaltung am 9. September 2026 in Seoul, im Vorfeld des Weltherztags, stellte Digital-Health-Manager Choi Jong-min diesen Ansatz für die Uhren und die App Samsung Health vor.
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Ein Score statt vieler einzelner Werte
Zum bisherigen Angebot gehören Blutdruckmessungen, Elektrokardiogramme (EKG) und Hinweise auf einen unregelmäßigen Herzrhythmus. Hinzu kommen Daten etwa zu Schlaf und Bewegung.
8 Auf der Galaxy Watch9 und Watch Ultra2 fasst der Heart Health Score Faktoren des Alltags zu einer Einschätzung zusammen und gibt persönliche Empfehlungen für gesündere Routinen.
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Berichte zur Veranstaltung nennen Schlaf, Aktivität, Körperzusammensetzung und Gefäßbelastung als Grundlagen. Samsungs Support-Seite beschreibt die Eingaben genauer als Schlafdauer, Body-Mass-Index (BMI), Aktivitätsniveau und Gefäßbelastung. Der Score soll helfen, veränderbare Gewohnheiten einzuordnen – er ist keine medizinische Diagnose.
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12 Ernährungstipps gibt es ebenfalls in Samsung Health, unter anderem auf Basis des Antioxidant Index. Dass diese Tipps vom Heart Health Score erzeugt werden, geht aus den vorliegenden Angaben nicht hervor.
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Was die Uhr nachts beobachtet
Die Funktion Vital Signs erfasst im Schlaf fünf Werte: Herzfrequenz, Herzfrequenzvariabilität, Atemfrequenz, Hauttemperatur und Sauerstoffgehalt des Blutes. Laut Berichten vergleicht sie die Messungen mit dem üblichen Muster der jeweiligen Person, um auffällige Veränderungen kenntlich zu machen. Welche Schwellenwerte dafür gelten, ist in den verfügbaren Angaben nicht erläutert.
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Samsung nennt zwei Fälle, in denen Hinweise der Uhr zu ärztlicher Abklärung führten: In Jordanien ging einer Entdeckung und Behandlung von Arteriosklerose eine Meldung über einen unregelmäßigen Herzrhythmus voraus. In Brasilien veranlassten wiederholt nicht eindeutige EKG-Ergebnisse einen Krankenhausbesuch. Das sind von Samsung berichtete Fälle einer medizinischen Abklärung nach einem Hinweis – kein Beleg dafür, dass die Uhr die Erkrankungen selbst diagnostiziert hat.
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Gesundheitsdaten mit Angehörigen teilen
Mit Connected Care können Nutzerinnen und Nutzer ausgewählte Angaben in Samsung Health mit ihrer Einwilligung für Angehörige freigeben. Dazu zählen laut Berichten Schlaf, Herzfrequenz, Aktivität und Einträge zur Medikamenteneinnahme; je nach vorhandenen Daten können auch Blutdruck- oder Blutzuckerwerte geteilt werden. So könnte jemand einen ungewöhnlichen Rückgang der Aktivität eines Elternteils bemerken und nachfragen.
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Ein Bericht beschreibt dafür die Verknüpfung eines Familienprofils mit einem Samsung-Konto. Geteilte Blutzuckerwerte bedeuten nicht, dass die Galaxy Watch den Blutzucker selbst misst. Wie Messwerte eines externen Blutdruckmessgeräts mit Manschette eingebunden werden, ist durch die verfügbaren Angaben ebenfalls nicht geklärt.
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Forschung ist noch keine verfügbare Funktion
Samsung forscht an einer nichtinvasiven, kontinuierlichen Blutzuckermessung am Handgelenk. Choi bezeichnete sie als Ziel; einen Zeitplan für die Markteinführung hat das Unternehmen nicht bekanntgegeben. Berichte erwähnen zudem Arbeiten zur Genomanalyse, belegen aber keine direkte entsprechende Funktion in Samsung Health.
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41 Auch mögliche Updates für ältere Galaxy Watches werden diskutiert. Ein Termin oder ein bestätigter Funktionsumfang für die Watch8 geht daraus nicht hervor.
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