Wie stark die Speicherkosten gestiegen sind:
Speicherchips machen bei High-End-Karten inzwischen über 80 % der Materialkosten aus, was die GPU-Preise extrem anfällig für Speicherkostenschwankungen macht .
Für Verbraucher ist das sichtbarste Symptom der Speicherkrise der Preis einzelner Speichermodule:
Diese extremen Kosten haben Berichten zufolge Nvidias RTX-50-Super-GPUs verzögert, die 3-GB-Module nutzen sollten, um den VRAM zu erhöhen. So würde die RTX 5070 Ti Super von 16 GB auf 24 GB springen, aber acht 3-GB-Module zu je 60–70 US-Dollar würden allein für den Speicher 480–560 US-Dollar kosten .
Die RTX 5070 Ti, ursprünglich zu einer UVP von 749 US-Dollar mit 16 GB GDDR7 eingeführt, ist ein Paradebeispiel dafür, wie schnell speichergetriebene Preiserhöhungen im Handel ankommen.
| Kennzahl | Wert |
|---|---|
| UVP | 749 US-Dollar |
| Realistischer Bereich (Juli 2026) | 900 – 1.300 US-Dollar |
| Typischer Straßenpreis | ca. 1.050 US-Dollar |
| Aktuelle Preise in China | ca. 1.151–1.402 US-Dollar je nach AIB-Modell |
TrendForce registrierte speziell bei RTX-50-Karten mit 16 GB VRAM oder mehr Preiserhöhungen von 15–20 %, wobei einige Modelle weit darüber hinausgingen . Das Flaggschiff RTX 5090 erreicht im Einzelhandel 4.300–5.000 US-Dollar, etwa 50 % über der ursprünglichen UVP
.
Die DRAM-Krise betrifft nicht nur Gamer. Sie zwingt Nvidia auch dazu, seine nächste Generation des Vera-Rubin-KI-Supercomputers umzudesignen.
Was hat sich geändert?
Warum passiert das?
Wichtige Nuance: Es handelt sich um eine Kapazitätsreduzierung pro Rack (weniger Chips pro System), nicht um eine Kürzung des gesamten Speicherbeschaffungsvolumens von Nvidia. Nvidia wird möglicherweise einfach mehr Racks bestellen, um dies auszugleichen – aber der Engpass bei hochdichten LPDRAM-Modulen ist real .
Kurzfristig (2. Halbjahr 2026 – 2027): Weiter steigende Preise
Wichtigster struktureller Treiber: Die KI-Nachfrage aus Rechenzentren nach HBM und hochdichtem LPDRAM entzieht Wafer-Kapazitäten, die für die Produktion von Consumer-DRAM/GDDR benötigt werden. Jeder HBM3E-Stack benötigt etwa die dreifache Waferfläche eines Standard-DDR5-Chips, und die Nachfrage nach KI-Servern wächst weiter .
Auswirkungen auf AMD, Intel und Gaming-Hardware:
Langfristige Perspektive (2028+):
Fazit: Die DRAM-Krise ist struktureller, nicht zyklischer Natur – angetrieben durch den unstillbaren Hunger der KI nach Hochbandbreitenspeicher. Nvidias 20-30% GPU-Preiserhöhung ist die dritte im Jahr 2026, weil die Speicherkosten weiter steigen, und dieselben Kräfte zwingen Nvidia nun, den Speicher seines Flaggschiff-KI-Supercomputers zu halbieren. AMD zieht mit eigenen Erhöhungen nach, und eine Entspannung für Verbraucher ist vor 2028 unwahrscheinlich.