Mastercard positioniert Agent Pay als Vertrauensinfrastruktur für KI gestützten Handel. Mehr als 30 Unternehmen, darunter Stripe, Coinbase, Cloudflare, Adyen und Checkout.com, werden als erste Teilnehmer oder Unterstützer von Agent Pay for Machines genannt.
Forschungsantwort

Create a landscape editorial hero image for this Studio Global article: How is Mastercard preparing for the rise of agentic commerce, including CEO Michael Miebach’s plans for Agent Pay and Agent Pay for Machines. Article summary: Mastercard is positioning itself to be the trusted authorization, identity, and settlement layer for AI-driven commerce—not merely a card network. Its strategy combines Agent Pay for consumer-authorized AI purchasing wit. Topic tags: general, government, news, general web. Style: premium digital editorial illustration, source-backed research mood, clean composition, high detail, modern web publication hero. Use reference image context only for broad subject, composition, and topical grounding; do not copy the exact image. Avoid: logos, brand marks, copyrighted characters, real person likenesses, fake screenshots, UI text, readable text, watermarks, charts with
Mastercard will beim automatisierten Handel nicht nur das Kartennetzwerk liefern, sondern die Vertrauensschicht dahinter. Mit Agent Pay und Agent Pay for Machines (AP4M) entwickelt das Unternehmen eine Infrastruktur, die KI-Agenten und Maschinen identifiziert, ihre Befugnisse begrenzt, Transaktionen autorisiert und die Abwicklung über verschiedene Zahlungswege unterstützt. Agent Pay richtet sich an Käufe, die von Verbrauchern oder Unternehmen an KI-Agenten delegiert werden. AP4M zielt dagegen auf kontinuierliche, hochfrequente Zahlungen zwischen Maschinen und Diensten.
Der strategische Kern: Mastercard stellt Stablecoins und KI-Agenten nicht als Ersatz für das eigene Netzwerk dar. Vielmehr will der Konzern relevant bleiben, auch wenn sich das Zahlungsmittel, die digitale Berechtigung oder der Abwicklungsweg verändert.
Der Ansatz beginnt mit der Verifizierung. KI-Agenten können registriert und mit kryptografisch abgesicherten, nachvollziehbaren sogenannten Agentic Tokens ausgestattet werden, bevor sie Transaktionen über das Netzwerk ausführen dürfen. Händler und Zahlungsdienstleister sollen so einen autorisierten Agenten von einem unbekannten automatisierten Skript unterscheiden können.
AP4M überträgt dieses Prinzip auf den Handel zwischen Maschinen. Mastercard beschreibt den Dienst als Möglichkeit für verifizierte Agenten, innerhalb klar definierter Befugnisse zu handeln, sich mit vertrauenswürdigen Anbietern zu verbinden und hochfrequente Zahlungen mit Zahlungsgarantie und flexibler Abwicklung auszuführen.
Ein solcher Handel sieht nicht zwingend wie ein herkömmlicher Checkout aus. Ein Software-Agent könnte im Auftrag eines Nutzers einen Dienst buchen. Ein industrielles System oder ein vernetztes Gerät könnte dagegen in einem laufenden Prozess immer wieder kleine Beträge zahlen. Mastercard zufolge soll AP4M solche Transaktionen in ihrem globalen Zahlungsnetzwerk mit Maschinengeschwindigkeit autorisieren, koordinieren und abwickeln.
Unterstützt werden sollen Karten, Bankkonten und Stablecoins. Diese Mehrgleisigkeit ist zentral für die Strategie: Mastercard könnte Kontrolle und Vertrauen bereitstellen, ohne jede Transaktion an dasselbe Zahlungsinstrument zu binden.
Ein KI-Agent kann schneller und häufiger handeln als ein Mensch. Das allein macht eine automatische Zahlung jedoch noch nicht vertrauenswürdig. Ein funktionierendes System für agentenbasierte Zahlungen muss unter anderem klären:
Mastercards Konzept konzentriert sich auf genau diese Kontrollpunkte. Die Unternehmensunterlagen betonen registrierte Agenten, Netzwerk-Token, definierte Berechtigungen, Rückverfolgbarkeit und sichere Abwicklung – nicht einfach die uneingeschränkte Nutzung bestehender Kartendaten durch Bots.
Darin liegt die Geschäftschance für ein Zahlungsnetzwerk wie Mastercard. Sollte der Handel mit KI-Agenten wachsen, könnte die wertvolle Ebene nicht dort liegen, wo ein Verbraucher eine Anweisung erteilt. Entscheidend wäre vielmehr die Infrastruktur, die diese Anweisung sicher, nachvollziehbar und zwischen Händlern, Banken, Zahlungsdienstleistern und digitalen Vermögenswerten kompatibel macht.
Mastercard entwickelt AP4M nicht als vollständig abgeschottetes Einzelprodukt. Nach Angaben des Unternehmens gehören mehr als 30 Branchenführer zu den ersten Unternehmen, die die Lösung nutzen oder ihre Einführung unterstützen. Genannt werden unter anderem Adyen, Ant International, BVNK, Checkout.com, Cloudflare, Coinbase, Getnet by Santander, Global Payments, Lovable, OKX, Stripe und Tempo.
Die Teilnehmer decken unterschiedliche Bereiche der Zahlungsinfrastruktur ab:
Die verfügbaren Quellen belegen, dass diese Unternehmen als Teilnehmer oder Unterstützer genannt werden. Sie weisen jedoch nicht für jedes Unternehmen eine genau abgegrenzte AP4M-Rolle aus. Insbesondere lässt sich aus dem vorliegenden Material nicht belastbar ableiten, welche konkreten Aufgaben Ripple, die Solana Foundation oder Polygon beim Rollout übernehmen.
CEO Michael Miebach beschreibt Stablecoins vor allem pragmatisch. Die Position von Mastercard: Regulierte, an den US-Dollar gekoppelte Stablecoins können für bestimmte Anwendungen nützlich sein – etwa für schnellere Abwicklungen, grenzüberschreitende Transfers oder Zahlungen, bei denen traditionelle Prozesse langsamer und weniger planbar sind. Zugleich betont Miebach, Stablecoins würden den US-Dollar nicht ersetzen.
Damit können unterschiedliche Formen von Geld nebeneinander bestehen: klassische Währungen, tokenisierte Einlagen, Karten, Zahlungen über Bankkonten und Stablecoins. Mastercard konzentriert sich auf die Dienste rundherum – digitale Berechtigungen, Befugnisse, Akzeptanz, Sicherheit und Abwicklung.
Mastercards Angebote für digitale Vermögenswerte sehen bereits vor, Kartenzahlungen abzuwickeln und Händler in Stablecoins oder Fiatgeld zu bezahlen. Dabei werden auch untertägige, Wochenend- und Feiertagszyklen genannt. Für automatisierte Agenten könnte das relevant sein, weil Maschinen nicht nach menschlichen Banköffnungszeiten oder einem einzigen Kassiervorgang arbeiten.
Mastercard beteiligt sich außerdem an Open Standard, einem Konsortium, dem laut Reuters mehr als 140 Unternehmen angehören, darunter Visa und Coinbase. Die Initiative entwickelt Open USD, einen an den US-Dollar gekoppelten Stablecoin, der die Nutzung solcher Token für Zahlungen ausweiten soll und voraussichtlich später im Jahr 2026 starten wird.
Open Standard und AP4M lösen unterschiedliche Teile desselben Problems. AP4M regelt, wie verifizierte Agenten handeln dürfen und wie maschinelle Zahlungen koordiniert werden. Eine gemeinsame Stablecoin-Initiative schafft dagegen eine weitere interoperable Möglichkeit für die Abwicklung.
Zusammengenommen könnte dies die Abhängigkeit von einem einzelnen Zahlungsformat, Emittenten oder einer bestimmten Blockchain verringern. Ein Beleg für eine bereits breite Verbreitung agentenbasierter Zahlungen ist das allerdings nicht. Open USD soll laut Reuters erst später im Jahr 2026 starten; außerdem weist Mastercard Umsätze aus dem agentenbasierten Handel nicht als eigene Finanzkategorie aus.
Die Finanzzahlen zeigen zunächst die Größe des bestehenden Geschäfts, aus dem Mastercard diese Expansion finanziert. Im zweiten Quartal 2026 meldete das Unternehmen einen Nettoumsatz von 9,3 Milliarden US-Dollar – 14 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum –, einen bereinigten Nettogewinn von 4,5 Milliarden US-Dollar und einen bereinigten verwässerten Gewinn je Aktie von 5,04 US-Dollar.
Reuters führte die Entwicklung auf hohe Transaktionsvolumina und stabile Konsumausgaben zurück. Das Bruttotransaktionsvolumen von Mastercard stieg um 8 Prozent auf 2,9 Billionen US-Dollar. Diese Zahlen beschreiben das etablierte Zahlungsfranchise, nicht einen separat ausgewiesenen Umsatzstrom aus Agent Pay oder AP4M.
Diese Unterscheidung ist wichtig. Mastercard investiert in einen potenziell großen Markt, doch die aktuellen Geschäftszahlen zeigen nicht, dass der agentenbasierte Handel bereits ein eigenständiges, wesentliches Geschäftsfeld ist. Der kurzfristige strategische Wert liegt vielmehr in der Option, mit dem bestehenden Netzwerk, den Händlerbeziehungen, den Sicherheitsfunktionen und der Zahlungsexpertise an einer möglichen Skalierung des automatisierten Handels teilzunehmen.
Mastercards übergeordnete Annahme lautet: Der Handel wird stärker automatisiert, bleibt aber auf Vertrauen angewiesen. Verbraucher könnten Einkäufe an KI-Assistenten delegieren. Unternehmen könnten Agenten einsetzen, um Dienstleistungen zu beschaffen oder Zahlungen zu verwalten. Maschinen könnten Daten, Rechenleistung, Energie oder andere Dienste voneinander kaufen. Je nach Anwendungsfall kämen dabei unterschiedliche Währungen und Zahlungswege zum Einsatz.
Mastercard will über diesen Unterschieden stehen. Die Produkte sollen Identität, Autorisierung, Befugnisse, Betrugsschutz und Abwicklung erhalten, während sich das zugrunde liegende Zahlungsmittel ändern kann.
Die offene Frage ist die Akzeptanz. Agentenbasierte Zahlungen müssen das Vertrauen von Verbrauchern, Händlern, Banken und Aufsichtsbehörden gewinnen. Zugleich muss sich die Abwicklung sehr kleiner, häufiger Transaktionen über mehrere Netzwerke wirtschaftlich rechnen. Die Partnerstrategie, die Arbeit an Stablecoins und die Investitionen in tokenisierte Berechtigungen sind Versuche, diese Probleme zu lösen, bevor sich der Markt vollständig herausgebildet hat.
Die derzeit klarste Einordnung lautet daher nicht, dass Mastercard die Karten aufgibt. Der Konzern bereitet sich auf eine Welt vor, in der Karten nur noch eine von mehreren Möglichkeiten sind, wie autorisierte Agenten und Maschinen Werte übertragen. Mastercard möchte dabei die vertrauenswürdige Infrastruktur liefern, die solche Transaktionen überhaupt praktikabel macht.
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Mastercard positioniert Agent Pay als Vertrauensinfrastruktur für KI gestützten Handel.
Mastercard positioniert Agent Pay als Vertrauensinfrastruktur für KI gestützten Handel. Mehr als 30 Unternehmen, darunter Stripe, Coinbase, Cloudflare, Adyen und Checkout.com, werden als erste Teilnehmer oder Unterstützer von Agent Pay for Machines genannt.
Die Strategie baut auf einem großen bestehenden Geschäft auf: Im zweiten Quartal 2026 erzielte Mastercard einen Umsatz von 9,3 Milliarden US Dollar, 14 Prozent mehr als im Vorjahr, sowie einen bereinigten Gewinn je Ak...