Am 3. September kaufte Abraxas laut On Chain Tracking 16.554 ETH im Wert von rund 39,8 Mio. Die Kombination aus Spotbestand und Perpetual Short kann auf Erträge aus Funding Zahlungen und dem Preisabstand zwischen Derivat und Kassamarkt zielen – bei geringerem, aber nicht zwingend neutralem Kursrisiko.
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Forschungsantwort

Create a landscape editorial hero image for this Studio Global article: How is London-based digital asset manager Abraxas Capital—managing over $4 billion—using a hedged basis-trade strategy involving a September. Article summary: Abraxas appears to be running a largely market-neutral carry/basis book rather than making a simple bearish ETH call: it adds or holds spot ETH while shorting perpetual futures on Hyperliquid, seeking return from derivat. Topic tags: general, general web, user generated. Style: premium digital editorial illustration, source-backed research mood, clean composition, high detail, modern web publication hero. Use reference image context only for broad subject, composition, and topical grounding; do not copy the exact image. Avoid: logos, brand marks, copyrighted characters, real person likenesses, fake screenshots, UI text, readable text, watermarks, charts with fa
Ein Kauf von Ethereum am Kassamarkt und eine gleichzeitige Short-Position in ETH-Perpetuals müssen kein Widerspruch sein. Abraxas Capital könnte damit auf Carry-Erträge setzen: also auf Funding-Zahlungen bei unbefristeten Futures sowie auf Preisunterschiede zwischen Derivaten und dem Spotmarkt. Das Ziel wäre, die Abhängigkeit vom reinen ETH-Kurs möglichst zu verringern – nicht zwingend, auf fallende Kurse zu wetten.
Am 3. September meldete der Blockchain-Tracker Lookonchain, Abraxas habe 16.554 ETH im Gegenwert von rund 39,8 Mio. US-Dollar gekauft. Parallel hielten zwei als Hedging-Konten bezeichnete Hyperliquid-Adressen Short-Positionen über zusammen 120.178 ETH, damals rund 291,4 Mio. US-Dollar wert. 16
33 Der sichtbare Short ist damit deutlich größer als der neu gemeldete Spotkauf. Allein aus dieser Transaktion lässt sich also kein vollständig deckungsgleiches ETH-Hedge ableiten. Sie kann Teil eines größeren Portfolios sein, dessen weitere Positionen nicht öffentlich einsehbar sind.
Die Grundstruktur ist einfach:
Sind Spot- und Short-Position mengenmäßig annähernd gleich groß, wirken ETH-Kursbewegungen in entgegengesetzte Richtungen: Steigt ETH, gewinnt der Spotbestand, während der Short verliert. Fällt ETH, ist es umgekehrt. Der erwartete Ertrag hängt dann weniger von der Kursrichtung ab, sondern stärker vom verfügbaren Carry.
Bei Perpetual Futures werden in regelmäßigen Abständen Funding-Zahlungen zwischen Longs und Shorts ausgetauscht. Bei positivem Funding zahlen Long-Positionen an Shorts. Das kann eine Kombination aus ETH-Spotbestand und Perpetual-Short attraktiv machen. Zusätzlich kann ein Händler profitieren, falls sich ein Aufschlag des Futures oder Perpetuals gegenüber dem Kassapreis verringert. Davon abzuziehen sind allerdings Handelsgebühren, Slippage, Finanzierungs- oder Kapitalkosten sowie die Kosten für Sicherheiten.
Die Momentaufnahme vom 3. September stellt 16.554 neu gekaufte ETH den sichtbaren Shorts über 120.178 ETH auf zwei Hyperliquid-Konten gegenüber. 16
33 Das passt zu aktivem Hedging oder einem Relative-Value-Portfolio. Die Daten verraten aber nicht:
Ein großer Short auf einer öffentlich beobachtbaren Perpetual-Börse ist deshalb für sich genommen kein Beleg für eine pessimistische ETH-Prognose.
Die September-Aktivität folgte auf auffällig hohe Brutto-Short-Exposures bei Hyperliquid, einer dezentralen Börse für Perpetual Futures. Um den 24. August bezifferten Berichte das gesamte Short-Buch von Abraxas in ETH, BTC, HYPE und SOL auf rund 783 Mio. US-Dollar. In den vier Tagen zuvor hatte das Unternehmen demnach 73.872 ETH im damaligen Wert von etwa 173 Mio. US-Dollar von Binance abgezogen und zugleich seine Short-Positionen gehalten. 4
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Am 29. August lag das sichtbare aggregierte Short-Exposure laut einem weiteren Bericht bei mehr als 472 Mio. US-Dollar, verteilt auf BTC, ETH, SOL und HYPE. 32 Die abweichenden Werte zeigen, warum solche On-Chain-Schnappschüsse nicht als vollständige, dauerhafte Portfolio-Offenlegung gelesen werden sollten: Positionen können je nach Preisen, Funding, Liquidität und Margin-Bedarf rasch angepasst werden.
Die Strategie kann das Richtungsrisiko senken, beseitigt es aber nicht. Wesentliche Risiken sind:
Die Rally Ende August war ein Belastungstest für solche Konstruktionen. Berichten zufolge war Bitcoin binnen einer Woche um rund 23 % auf etwa 77.500 US-Dollar gestiegen; seit dem 19. August wurden BTC-Shorts im Umfang von ungefähr 2,5 Mrd. US-Dollar liquidiert. 20 Gleichzeitig berichteten Quellen über erhebliche nicht realisierte Verluste bei beobachteten Hyperliquid-Shorts, wobei sich die veröffentlichten Schätzungen je nach Quelle und betrachteter Portfoliogröße unterscheiden.
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Die entscheidende Erkenntnis: Eine Absicherung kann über längere Zeit wirtschaftlich funktionieren und dennoch zwischenzeitlich massiven Margin-Druck erzeugen. Spotgewinne können andernorts liegen, nicht sofort verfügbar sein oder einen größeren, gehebelten beziehungsweise ungenau abgestimmten Short nicht vollständig ausgleichen.
Die parallele Spot-Aktivität und die zwei weiterhin aktiven Hyperliquid-Konten sprechen eher für laufendes Risikomanagement als für einen einmaligen, rein gerichteten Trade. Entscheidend ist nicht der Schlagzeilenwert der sichtbaren Short-Position, sondern das nicht öffentlich erkennbare Netto-Exposure nach Einbezug von Spotbeständen, Derivaten, Sicherheiten und Positionen außerhalb der beobachteten Konten.
Die verfügbaren On-Chain-Berichte stützen am ehesten die Lesart einer dynamisch abgesicherten Carry-Strategie: ETH im Spotmarkt halten oder beschaffen, Perpetuals shorten und Erträge aus Funding sowie Basisunterschieden anstreben. Den exakten Hedge-Anteil, die Rentabilität oder die letztliche Markterwartung von Abraxas können die öffentlichen Daten jedoch nicht bestätigen. 16
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Am 3. September kaufte Abraxas laut On Chain Tracking 16.554 ETH im Wert von rund 39,8 Mio.
Am 3. September kaufte Abraxas laut On Chain Tracking 16.554 ETH im Wert von rund 39,8 Mio. Die Kombination aus Spotbestand und Perpetual Short kann auf Erträge aus Funding Zahlungen und dem Preisabstand zwischen Derivat und Kassamarkt zielen – bei geringerem, aber nicht zwingend neutralem Kursrisiko.
Auch eine abgesicherte Struktur bleibt riskant: Negatives Funding, ein größer werdender Basisabstand sowie Margin und Liquidationsdruck können Verluste verursachen.