Wer ein neues Produkt kalkuliert, muss passende Bauteile finden und ihre voraussichtlichen Kosten einschätzen. LG Innotek bündelt diese Schritte in einem KI-System: Beschäftigte können Komponenten nach technischen Anforderungen suchen, Spezifikationen vergleichen und einen geschätzten Preis in die Angebotsvorbereitung einbeziehen.
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Zwei Millionen Datensätze als Grundlage
Nach rund zwei Jahren Entwicklung hat LG Innotek sein KI-gestütztes Bauteilvorschlagssystem in allen Geschäftsbereichen eingeführt. Die Zeitung The Korea Herald bezeichnet es als „Adaptive Component Optimization System“. Es nutzt Daten zu etwa zwei Millionen Bauteilen aus internen und externen Quellen. Damit Komponenten verschiedener Hersteller vergleichbar werden, hat das Unternehmen abweichende Bezeichnungen, Spezifikationen und Maßeinheiten vereinheitlicht.
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Beschäftigte geben die benötigten technischen Eigenschaften ein. Das System schlägt passende oder ähnliche Teile vor und unterstützt auch bei der Suche nach Lieferanten. Berichte nennen die Bauteilsuche für neue Kameras und Halbleitersubstrate als Beispiele. So lassen sich technische Eignung und erwartete Kosten früh gemeinsam betrachten.
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Für die Kalkulation ermittelt das System einen Referenzpreis aus früheren Einkäufen und Preisentwicklungen vergleichbarer Teile. Das soll auch bei Komponenten eine Einschätzung ermöglichen, die LG Innotek noch nicht gekauft hat. Ein Bericht nennt für diesen Referenzpreis eine Zuverlässigkeit von über 96 Prozent. Wie dieser Wert ermittelt wurde, geht aus dem verfügbaren Bericht jedoch nicht hervor; er ist daher nicht als unabhängig geprüfte Preisgenauigkeit zu verstehen.
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Zwei Stunden bis zur Auswahlliste – nicht zwingend bis zum fertigen Angebot
Nach Angaben von LG Innotek kann das System geeignete, preislich wettbewerbsfähige Bauteile innerhalb von etwa zwei Stunden eingrenzen. Der Zeitaufwand für die Vorbereitung von Angeboten zu neuen Produkten sei um mehr als 70 Prozent gesunken. Beides sind vom Unternehmen berichtete Ergebnisse, keine unabhängigen Vergleichsmessungen. Eine Auswahlliste nach zwei Stunden ist zudem nicht gleichbedeutend mit einem fertigen Kundenangebot.
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LG Innotek will damit Produktvorschläge früher mit technischen und preislichen Informationen untermauern und seine Chancen bei Aufträgen verbessern.
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Was geplant ist – und was die Berichte nicht belegen
Berichten zufolge erhielt das System bei den LG Awards im April 2026 eine Auszeichnung für Kundenzufriedenheit. Künftig will LG Innotek sogenannte agentische KI ergänzen, die neuere Bauteilinformationen selbstständig sucht und einbindet. Diese Funktion ist als Vorhaben beschrieben, nicht als Teil der bereits dokumentierten Einführung.
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Die vorliegenden Quellen belegen dagegen nicht, dass dieses System vorläufige Preisanfragen an Lieferanten reduziert oder bei Lieferausfällen automatisch Ersatzteile findet. Auch konkrete Zeitersparnisse bei der Fehleranalyse in der Fertigung oder beim Festlegen von Einstellungen für die Kameramodulproduktion lassen sich ihm damit nicht zuordnen. Solche Aussagen sind getrennt von den gemeldeten Fortschritten bei der Angebotsvorbereitung zu beurteilen.
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