LG will am Ausbau der KI nicht nur über Software teilhaben, sondern vor allem über die Technik, die große Rechenzentren am Laufen hält: Kühlung, Stromversorgung, Batteriespeicher und IT-Dienstleistungen. Zwei Entwicklungen machen diese Strategie greifbar – eine breitere Partnerschaft mit Microsoft und Produktqualifikationen im Nvidia-Programm DSX Ready. Beides eröffnet Geschäftsmöglichkeiten, belegt aber noch keine bestellten Anlagen.
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Was LG mit Microsoft vorhat
LG-Chef Koo Kwang-mo traf Microsoft-Chef Satya Nadella am Montag, dem 21. September 2026, erstmals persönlich am Microsoft-Hauptsitz in Redmond im US-Bundesstaat Washington. Führungskräfte von LG Electronics, LG Uplus, LG CNS und LG Sciencepark nahmen ebenfalls teil. Die vereinbarte Zusammenarbeit umfasst drei Felder: Infrastruktur für KI-Rechenzentren, KI-Werkzeuge für Büroarbeit und sogenannte physische KI – also KI-Anwendungen für Vorgänge in der realen Welt.
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Bei Rechenzentren wollen die Unternehmen Möglichkeiten für LGs Kühl-, Stromversorgungs- und IT-Systeme prüfen. Längerfristig stehen auch modular vorgefertigte Rechenzentren im Raum: Bauteile mit Stromtechnik, Kühlung und Serverracks würden im Werk vorbereitet und anschließend am Standort zusammengesetzt.
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33 Das sind Vorhaben, keine bekannt gegebenen Microsoft-Installationen. Die vorliegenden Berichte nennen weder vergebene Projekte noch Standorte, Stückzahlen oder Auftragswerte.
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Die Beziehung begann nicht erst im September. LG Electronics und Microsoft kündigten im Januar 2025 eine Zusammenarbeit bei der Kühlung von KI-Rechenzentren an. Im Dezember 2025 präsentierten Unternehmen der LG- und LS-Gruppen Microsoft in Redmond ein umfassenderes Infrastrukturangebot.
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Auch LG selbst will Microsoft-Technik einsetzen: Vorgesehen sind unter anderem Copilot und Microsoft 365 E7: The Frontier Suite für Büroarbeitsplätze. Für Modelle in Fertigung, Logistik und Mobilität plant LG, Microsofts Cloud-Infrastruktur zum Entwickeln und Trainieren zu nutzen. Betriebsdaten sollen dabei in die Modellverbesserung zurückfließen. Dieser „Datenkreislauf“ ist ein Entwicklungsplan, kein Beleg für einen bereits großflächigen Einsatz.
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Was die Nvidia-Qualifikationen aussagen
Im Ankündigungszyklus vom 22. September meldete LG Electronics eine DSX-Ready-Freigabe für eine Kühlmittel-Verteileinheit mit 2,5 Megawatt Leistung. LG Energy Solution teilte mit, dass sein Batteriespeichersystem als Nvidia DSX Ready BESS qualifiziert wurde. Die Produkte adressieren unterschiedliche Aufgaben: Flüssigkühlung für Rechentechnik und Batteriespeicherung für die Strominfrastruktur.
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DSX Ready ist ein Qualifikationsprogramm für Produkte, die einschlägige Anforderungen von Nvidias Referenzentwürfen für KI-Rechenzentren erfüllen. Für potenzielle Kunden macht das passende Komponenten leichter erkennbar. Es bedeutet weder, dass Nvidia die Produkte gekauft hat, noch, dass Verkäufe an andere große Technologiekunden gesichert sind.
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Die Kontakte reichen weiter zurück: Auf ein Treffen Koos mit Nvidia-Chef Jensen Huang folgten im Juni Gespräche über KI-Infrastruktur und Robotik. Im August unterzeichneten LG und Nvidia laut LG eine Absichtserklärung zu künftigen Geschäftsinitiativen; LG Electronics beschrieb zudem gemeinsame Arbeit an Robotik und einem Datenkreislauf für das Modelltraining.
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Der entscheidende Unterschied: LG bündelt Fähigkeiten seiner Konzerngesellschaften rund um KI-Rechenzentren und industrielle Anwendungen – es kündigt damit keinen eigenen KI-Prozessor an. Bestätigt sind die erweiterte Kooperation mit Microsoft und die Nvidia-Qualifikationen. Ob daraus konkrete Liefergeschäfte werden, müssten separate Aufträge oder Installationen zeigen.
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