Ein Stablecoin, der an den südkoreanischen Won gekoppelt ist, könnte künftig nicht nur ausgegeben, sondern auch für Zahlungen und Überweisungen genutzt werden. Kakao arbeitet an den dafür nötigen Verbindungen: Der Konzern, zu dem KakaoBank und Kakao Pay gehören, hat Kooperationen mit Plattformen, Finanzunternehmen und Technikpartnern bekannt gegeben. Stand 23. September 2026 ist das jedoch Vorbereitung, kein Produktstart. Insbesondere die Vereinbarung mit Fireblocks kündigt weder einen Token noch einen Einführungstermin an.
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Grab und SCBX: der Weg über Südostasien
Mit Grab bespricht Kakao die mögliche Ausgabe und Verbreitung eines Won-Stablecoins, dazu passende Dienste und eine Expansion zwischen Südkorea und Südostasien. Die Gespräche mit SCBX, einer thailändischen Finanzholding, betreffen Auslandszahlungen und Überweisungen. Zusammen könnten diese Partnerschaften einen künftigen Token mit grenzüberschreitenden Anwendungen verbinden. Dass solche Stablecoin-Dienste bereits laufen, belegen die Berichte nicht.
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Beim Zeitpunkt der Grab-Vereinbarung widersprechen sich die Berichte: The Korea Herald nennt Dezember, während Meldungen vom 23. September eine an diesem Tag bekannt gegebene Absichtserklärung beschreiben. Für die Einordnung ist entscheidend, worüber Einigkeit besteht: Es geht um geplante Zusammenarbeit, nicht um einen bereits verfügbaren Stablecoin-Dienst.
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Circle und Fireblocks: Technik aufbauen und prüfen
Die im Juli geschlossene Vereinbarung mit Circle Internet Group, dem Herausgeber des Stablecoins USDC, betrifft Blockchain-basierte Zahlungsinfrastruktur, auch mit Blick auf einen Won-Stablecoin. Kakao Pay und KakaoBank wollen mit Fireblocks sichere Onchain-Infrastruktur und Modelle zur Verbreitung digitaler Vermögenswerte prüfen. Dafür sind Machbarkeitstests vorgesehen, die südkoreanische Anforderungen an Regulierung, Sicherheit und Dienstleistungen berücksichtigen. Aus diesen Vereinbarungen geht weder hervor, wer einen Won-Stablecoin letztlich ausgeben würde, noch nennen sie einen Termin für den kommerziellen Start.
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Kakao prüft zudem Einsatzfelder jenseits von Bankgeschäften und Zahlungen: Der Versicherer Kyobo Life zählt zu den genannten Partnern. Die vorliegenden Berichte belegen allerdings weder ein konkretes Versicherungsprodukt noch Ergebnisse eines entsprechenden Machbarkeitstests. Laut The Korea Herald arbeitet Kakao außerdem seit April 2025 mit Bonanza Factory an Technologien zur Bekämpfung von Geldwäsche und zur Einhaltung regulatorischer Vorgaben. Ein bereits eingesetztes System oder messbare Verbesserungen werden dabei nicht beschrieben.
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Was bis zum Alltagseinsatz fehlt
Kakao-Pay-Chef Shin Won-keun betont, dass digitale Vermögenswerte zuverlässig verbreitet und sinnvoll mit anderen Branchen verbunden werden müssen. Yun Ho-young, Chef von KakaoBank, hebt die Zusammenarbeit mit einem spezialisierten Infrastrukturpartner hervor. Beide leiten gemeinsam Kakaos Stablecoin-Arbeitsgruppe. Ihre Aussagen passen zu einem Ansatz, der Kakaos Bank- und Zahlungsgeschäft mit externem Fachwissen verbindet und mögliche Anwendungen anschließend testet.
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Offen bleibt die Umsetzung: Die bekannt gegebenen Vereinbarungen stehen für Kooperation und Erprobung – nicht für einen ausgegebenen Won-Stablecoin, einen laufenden Transferdienst zwischen Südkorea und Südostasien oder eine festgelegte Zuständigkeit für die Ausgabe. Bis daraus ein Zahlungsangebot für den Alltag wird, braucht es mehr als die bis zum 23. September angekündigten Partnerschaften.
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