Die Maßnahmen, die anschließend in Miami eingesetzt wurden, zielten vor allem auf Vibrationskontrolle und Zuverlässigkeit.
Die wichtigsten Effekte:
Der entscheidende Punkt: Erst jetzt kann Honda seine Entwicklungsarbeit wieder auf Performance konzentrieren, statt ständig Schäden zu beheben.
Trotz der Fortschritte verwandelte das Update den Aston Martin nicht plötzlich in ein konkurrenzfähiges Auto im Mittelfeld.
Die grundlegenden Probleme bleiben vorerst:
Mit anderen Worten: Das Auto ist jetzt zuverlässiger – aber noch nicht schnell genug.
Honda bezeichnet den Großen Preis von Kanada ausdrücklich als „wichtiges Ziel“ für die nächste Entwicklungsphase.
Der Grund liegt im Charakter der Strecke.
Der Circuit Gilles Villeneuve in Montreal ist ein 4,361 Kilometer langer Kurs auf der künstlichen Île Notre‑Dame im Sankt‑Lorenz‑Strom. Lange Geraden werden von engen Schikanen und einer langsamen Haarnadel unterbrochen.
Das führt zu einem typischen „Stop‑and‑Go“-Layout mit besonderen technischen Anforderungen:
Autos bremsen hier mehrfach von sehr hohen Geschwindigkeiten stark ab und müssen anschließend mit maximaler Traktion aus den Kurven herausbeschleunigen.
Ein Motor mit instabiler Energiebereitstellung oder schlechter Fahrbarkeit würde auf dieser Strecke sofort auffallen.
Nachdem das Vibrationsproblem weitgehend kontrolliert ist, kann Honda zwei Bereiche stärker optimieren:
Fahrbarkeit (Driveability) – also wie gleichmäßig und vorhersehbar der Motor Drehmoment liefert, besonders beim Herausbeschleunigen aus langsamen Kurven.
Energiemanagement – wie effizient das Hybridsystem elektrische Energie während einer Runde zurückgewinnt und wieder einsetzt.
Auf einer Strecke wie Montreal, die ständig zwischen Vollgas‑Geraden und starken Bremszonen wechselt, sind diese Faktoren besonders entscheidend.
Schon kleine Verbesserungen können hier mehrere Zehntelsekunden pro Runde bringen, weil die Fahrer die vorhandene Leistung besser nutzen können.
Langfristig könnte auch ein spezieller Mechanismus der neuen Motorenregeln eine Rolle spielen.
Die FIA hat für die 2026er Power‑Unit‑Regeln das System Additional Development and Upgrade Opportunities (ADUO) eingeführt. Es erlaubt Herstellern, die deutlich hinter dem Leistungs‑Benchmark zurückliegen, zusätzliche Entwicklungs‑ und Upgrade‑möglichkeiten zu nutzen.
Sollte Honda unter diese Regel fallen, könnte das:
Welche konkreten Änderungen daraus entstehen könnten, ist allerdings noch offen.
Der Miami‑Grand‑Prix zeigte vor allem eines: Aston Martin und Honda haben das dringendste Problem – die zerstörerischen Vibrationen – unter Kontrolle gebracht.
Der Kanada‑Grand‑Prix wird nun zeigen, ob aus dieser Stabilisierung auch echte Renn‑Performance entstehen kann.
Wenn sich Fahrbarkeit und Energienutzung verbessern, wäre das ein klares Zeichen, dass sich die Partnerschaft von der Krisenbewältigung in Richtung konkurrenzfähiger Entwicklung bewegt.
Bleiben die Fortschritte aus, könnte die echte Trendwende erst mit den größeren Updates später in der Saison kommen.
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