Ähnlichen Datenanalysen zufolge sank ChatGPTs Anteil am generativen KI‑Webtraffic von etwa 86–87 % Anfang 2025 auf rund 64–65 % Anfang 2026.
Spätere Messungen im Jahr 2026 zeigen sogar noch engere Abstände: In einigen Datensätzen liegt ChatGPT bei etwa 56,7 % des generativen‑KI‑Webtraffics und Gemini bei rund 25,5 %.
Die Unterschiede zwischen einzelnen Studien entstehen vor allem durch unterschiedliche Messmethoden – etwa Webtraffic, Referral‑Traffic oder App‑Nutzung. Doch die Richtung ist klar: Der Markt wird deutlich wettbewerbsintensiver.
Wichtig ist: Die Verschiebung der Marktanteile bedeutet nicht, dass KI‑Nutzung abnimmt – im Gegenteil.
Laut Similarweb stiegen Besuche auf KI‑Plattformen zwischen Januar 2025 und Januar 2026 um rund 28,6 %.
Das heißt: Selbst Plattformen, die Marktanteile verlieren, können gleichzeitig weiterhin neue Nutzer gewinnen, weil der Gesamtmarkt stark wächst.
Neben Gemini gewinnen auch andere KI‑Systeme langsam an Bedeutung.
Zusammenfassungen verschiedener Marktdaten zeigen etwa, dass Anthropics Claude seinen Anteil im vergangenen Jahr mehrfach steigern konnte, auch wenn die Plattform im Vergleich zu ChatGPT und Gemini weiterhin deutlich kleiner ist.
Weitere Systeme – darunter Microsoft Copilot, Perplexity, Grok und DeepSeek – besetzen jeweils kleinere Marktsegmente. Zusammen tragen sie zu einer immer stärker fragmentierten KI‑Landschaft bei.
Mehrere Faktoren erklären, warum Gemini schneller wächst als viele andere KI‑Assistenten.
Im Gegensatz zu vielen eigenständigen KI‑Apps ist Gemini tief in Googles Ökosystem integriert – etwa in Google Search, Android, Chrome, Gmail und Workspace‑Tools. Dadurch erreicht die KI Milliarden potenzieller Nutzer direkt über bestehende Produkte.
Google meldete, dass die Gemini‑App Ende 2025 bereits über 750 Millionen monatlich aktive Nutzer hatte. Damit gehört sie zu den größten KI‑Assistenten weltweit.
Gemini ist zunehmend Teil von Googles Informations‑ und Suchsystemen. Wenn Nutzer mit KI‑Antworten interagieren und anschließend auf Quellen klicken, entstehen neue KI‑basierte Referral‑Ströme zu Websites.
Genau deshalb messen Analysefirmen inzwischen „AI Referrals“ als eigene Traffic‑Kategorie.
Zu Beginn des generativen‑KI‑Booms dominierte ChatGPT den Markt fast vollständig. Viele Analysten sehen diese Phase inzwischen als beendet.
Aktuelle Marktanalysen sprechen stattdessen von einem fragmentierten Ökosystem konkurrierender KI‑Assistenten, in dem verschiedene Plattformen unterschiedliche Anwendungsfälle und Nutzergruppen bedienen.
In der Praxis bedeutet das:
Für Publisher, Marken und Produktteams hat das eine klare Konsequenz: Sichtbarkeit im Internet hängt zunehmend davon ab, in mehreren KI‑Systemen präsent zu sein – nicht nur in einem einzigen.
Und nach den aktuellen Wachstumsdaten dürfte Gemini auf absehbare Zeit der wichtigste Herausforderer für ChatGPT bleiben.
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