Coinbase-Chef Brian Armstrong hat am 1. Oktober ein Interesse signalisiert, aber keinen Produktstart angekündigt. Onchain-Kapitalaufnahme sei „eine der größten Chancen im Kryptobereich“, schrieb er. „Wir arbeiten daran.“ Was genau Coinbase entwickelt und wann es verfügbar sein könnte, ließ er offen.
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Die Aussage steht neben mehreren Aktivitäten, die thematisch zusammenpassen, aber nicht automatisch ein gemeinsames Produkt ergeben: Finanzierungsrunden auf Base, Armstrongs längerfristige Vision für die Finanzierung von Start-ups und tokenisierte Aktien sowie Infrastruktur für digitale Vermögenswerte und Stablecoin-Zahlungen. Die vorliegenden Berichte belegen nicht, dass daraus ein integriertes Onchain-Finanzierungs- oder IPO-Angebot entsteht.
Die Vision: von der Start-up-Finanzierung bis zum Börsengang
Armstrong hat Kapitalaufnahmen auf Base als Beispiele für Onchain-Finanzierung angeführt und erklärt, dass dieser Weg effizienter sein könnte.
38 In früheren Äußerungen skizzierte er einen möglichen Ablauf für Start-ups: zunächst eine Finanzierungsrunde in USDC, später möglicherweise tokenisierte Aktien.
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Er sieht zudem das Potenzial, Kosten zu senken und mehr Menschen Zugang zu Anlagechancen zu eröffnen. Das sind jedoch mögliche Vorteile, keine nachgewiesenen Ergebnisse: Die verfügbaren Quellen zeigen nicht, dass Onchain-Finanzierung die Kapitalaufnahme bereits günstiger gemacht oder den Zugang zu Angeboten tatsächlich verbreitert hat.
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Drei bestehende Initiativen – mit unterschiedlichen Aufgaben
Project Diamond ist Infrastruktur für institutionelle Kunden. Coinbase beschreibt die Plattform als Angebot, mit dem Institutionen mithilfe der Coinbase-Technologie und Base digital native Vermögenswerte erstellen, kaufen und verkaufen können. Bei der ersten Demonstration wurde ein digitales Schuldinstrument ausgegeben, verteilt und fällig gestellt – kein Aktienangebot für Privatanleger.
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Die IPO-Funktion in der Coinbase-App ist ein eigener Zugang zu Börsengängen. Ein Bericht zufolge können Nutzer über eine neue Funktion in der App an IPOs teilnehmen. Daraus geht nicht hervor, dass die Funktion Base nutzt, Aktien tokenisiert oder mit Project Diamond verbunden ist.
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Die Partnerschaft mit Moov betrifft Stablecoin-Zahlungen. Coinbase und der Zahlungsdienstleister Moov haben angekündigt, Stablecoin-Funktionen wie Annahme, Abwicklung und Echtzeitfinanzierung für Community-Banken und Kreditgenossenschaften über Moovs Plattform zugänglich zu machen. Das ist Zahlungsinfrastruktur – kein Beleg für ein Finanzierungs- oder Wertpapierprodukt.
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Zusammengenommen zeigen die Vorhaben Aktivitäten in den Bereichen digitale Vermögenswerte, Zugang zu Angeboten und Zahlungsverkehr. Ohne Belege für eine konkrete Produktverbindung sollten sie nicht als Teile eines bereits angekündigten Onchain-IPO-Systems verstanden werden.
Was noch offen ist
In seinem Beitrag vom 1. Oktober nannte Armstrong kein konkretes Produkt. Er erklärte auch nicht, wie ein neues Angebot mit Base oder Project Diamond zusammenhängen könnte, und gab keinen Zeitplan bekannt. Ebenso ist laut den verfügbaren Berichten unklar, wie die IPO-Funktion in der App mit diesen Initiativen verbunden ist.
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Offen ist außerdem der regulatorische Rahmen. Berichte verweisen auf eine mögliche Rolle von US-Gesetzen zur Marktstruktur sowie auf Regelsetzungen durch SEC und CFTC für digitale Vermögenswerte und tokenisierte Märkte. Ein endgültiges Regelwerk für Onchain-Finanzierungen oder tokenisierte Wertpapiere ist durch die Quellen jedoch nicht belegt.
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Die wichtigste Unterscheidung lautet daher: Vision ist nicht gleich Umsetzung. Armstrong hat eine weitreichende Chance beschrieben, und Coinbase verfügt über mehrere angrenzende Angebote und Infrastrukturen. Wie ein integriertes Produkt aussehen könnte – und welche Regeln dafür gelten würden – bleibt vorerst offen.