China inszeniert sich als Verfechter offener und souveräner KI, nutzt aber zugleich Seltene Erden als strategischen Hebel und treibt die „Intelligentisierung“ der Volksbefreiungsarmee voran. Der Wettbewerb betrifft nicht nur Chatbots und Benchmarks, sondern auch Chips, Rohstoffe, Cloud und Infrastrukturangebote, Reg...
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Forschungsantwort

Create a landscape editorial hero image for this Studio Global article: How is China positioning itself against perceived U.S. AI dominance and “weaponisation” of AI—through advocacy of open-source AI, leveraging. Article summary: China is pursuing a dual strategy: present itself as the champion of accessible, sovereign and non-exclusive AI—especially for developing countries—while building national leverage across the AI stack and embedding AI in. Topic tags: general, government, news, general web, education. Style: premium digital editorial illustration, source-backed research mood, clean composition, high detail, modern web publication hero. Use reference image context only for broad subject, composition, and topical grounding; do not copy the exact image. Avoid: logos, brand marks, copyrighted characters, real person likenesses, fake screenshots, UI text, readable text, watermarks, c
China reagiert auf die wahrgenommene KI-Dominanz der USA nicht mit einem einzelnen Technologieprogramm, sondern mit einem strategischen Gesamtpaket. Peking wirbt für eine internationale KI-Ordnung, die auf Offenheit und digitaler Souveränität beruht, schafft über kritische Rohstoffe politischen Spielraum und verfolgt die militärische „Intelligentisierung“. Gleichzeitig ist der Abstand zwischen den führenden US- und chinesischen Modellen viel kleiner, als die enorm unterschiedlichen Investitionssummen erwarten lassen. 36
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Chinas diplomatisches Angebot lautet: Künstliche Intelligenz sei eine gemeinsame Technologie, die weder von einem einzelnen Staat monopolisiert noch in gegeneinander gerichteten Lagern reguliert werden dürfe. Ministerpräsident Li Qiang schlug 2025 eine globale Organisation für KI-Zusammenarbeit vor und erklärte, China wolle Regulierung mit koordinieren und eigene Fortschritte teilen. 37 Im Juli 2026 warb Staats- und Parteichef Xi Jinping auf der World Artificial Intelligence Conference für Open-Source-Technologie und einen von China geführten Kooperationsrahmen als Gegenentwurf zum US-geprägten Einfluss auf KI-Regeln.
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Das ist besonders für Staaten relevant, die entscheiden müssen, an welche technischen Ökosysteme, Cloud-Angebote, Standards und Governance-Strukturen sie sich anbinden. Chinesische Vertreter betonen zudem die „digitale Souveränität“ einzelner Länder und wenden sich gegen einen Zwang, im KI-Wettbewerb Partei zu ergreifen. 34
Offene Modelle beziehungsweise Modelle mit offen zugänglichen Gewichten passen praktisch zu dieser Erzählung: Sie können heruntergeladen, angepasst und außerhalb einer proprietären US-Plattform betrieben werden. Die politische Botschaft sollte jedoch nicht mit technologischer Unabhängigkeit verwechselt werden. Der Zugang zu modernsten Chips, Halbleiterwerkzeugen, Cloud-Infrastruktur und Kapital bleibt ein eigener und entscheidender Konfliktbereich.
Die US-Beschränkungen gegenüber China zielen vor allem auf fortgeschrittene Halbleiter und damit verbundene Technologien. Pekings stärkster wechselseitiger Druckpunkt liegt weiter unten in der industriellen Wertschöpfungskette: bei kritischen Mineralien und deren Verarbeitung.
China führte im April und Oktober 2025 zwei Wellen von Exportkontrollen für Seltene Erden ein. Nach Angaben des Forschungsdienstes des Europäischen Parlaments wurde die zweite Welle bis November 2026 ausgesetzt. 1 Diese Maßnahmen geben China keine Kontrolle über KI-Software oder die Entwicklung von Spitzenmodellen. Sie können jedoch Lieferketten in Hochtechnologie- und Rüstungsindustrien treffen, in denen Seltene Erden und Magnete wichtige Vorprodukte sind.
Damit werden Rohstoffe zu Verhandlungsmasse in einem umfassenderen Konflikt um Technologiezugang. Ein Bericht der U.S.-China Economic and Security Review Commission warnt, gezielte chinesische Beschränkungen könnten Hochtechnologiesektoren einschließlich KI- und Rechenzentrumsinfrastruktur beeinträchtigen. 2 Entscheidend ist nicht, dass eine Seite über einen absoluten Engpass verfügt. Vielmehr sind Chips und kritische Mineralien zu gegenseitigen Druckmitteln in einer weiterhin stark verflochtenen Beziehung geworden.
Die militärische Dimension wird häufig als „Intelligentisierung“ der Volksbefreiungsarmee (PLA) bezeichnet: die Integration von KI neben Mechanisierung und Informatisierung. Das Modernisierungsziel der PLA für 2027 umfasst, die integrierte Entwicklung aller drei Bereiche zu beschleunigen. 18
In der PLA-Doktrin gilt Informationsüberlegenheit als Grundvoraussetzung für den Erfolg militärischer Operationen. Forschung zur chinesischen Militär-KI verknüpft diesen informationszentrierten Ansatz mit dem Konzept der „Systemzerstörungskriegsführung“: Kritische Netzwerke, Sensoren, Führungssysteme und andere Knoten eines gegnerischen Gesamtsystems sollen gestört werden. 20
Öffentlich zugängliche Forschungs- und Beschaffungsdaten weisen auf mehrere Prioritätsfelder hin:
Auch das US-Verteidigungsministerium bewertet, dass China KI-gestützte Fähigkeiten priorisiert. Peking sehe KI als Teil einer neuen Revolution im Militärwesen und wolle dabei Entwicklungen aus dem zivilen Sektor nutzen. 19
KI kann militärische Zielprozesse unterstützen, ohne eigenständig über den Einsatz tödlicher Gewalt zu entscheiden. Denkbar sind etwa die Auswertung von Sensordaten, das Erkennen möglicher Ziele, die Priorisierung von Informationen, die Unterstützung von Kommandeuren, Ressourcenverteilung sowie eine bessere Planung oder Simulation.
Die vorliegenden Belege stützen Aussagen über Doktrin, Beschaffung, Forschung und unterstützende Anwendungen in diesen Feldern. Sie belegen nicht, dass die PLA bereits eine ausgereifte, vollständig autonome End-to-End-Tötungskette eingesetzt oder tödliche Entscheidungen an KI delegiert hat. Diese Unterscheidung ist zentral: Die militärische Modernisierung ist real, aber sie befindet sich im Übergang und ist kein Nachweis vollautonomer Einsatzfähigkeit. 17
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Der AI Index 2026 der Stanford University zeigt den scheinbaren Widerspruch im KI-Wettbewerb zwischen den USA und China. Private KI-Investitionen in den USA erreichten 2025 285,9 Milliarden US-Dollar, verglichen mit 12,4 Milliarden US-Dollar in China – ein Unterschied um mehr als das 23-Fache. Stanford weist darauf hin, dass diese privaten Investitionszahlen Chinas Gesamtausgaben unterschätzen könnten, weil staatliche Lenkungsfonds nicht enthalten sind. 50
Trotzdem lagen die führenden Modelle viel näher beieinander, als diese Summen vermuten lassen. Laut Stanford wechselte die Führung zwischen US- und chinesischen Modellen seit Anfang 2025 mehrfach. DeepSeek-R1 erreichte im Februar 2025 kurzzeitig das Niveau des besten US-Modells; im März 2026 lag das führende US-Modell nur noch um 2,7 % vorn. 50
Das belegt eine rasche Annäherung an der Spitze der Modellleistung, nicht aber gleichwertige KI-Systeme beider Länder. Die USA verfügen weiterhin über große strukturelle Vorteile bei privatem Kapital und bei der Produktion bedeutender Modelle: 2024 entstanden an US-Institutionen 40 solcher Modelle, gegenüber 15 in China. 49
Modellranglisten bilden nur eine Ebene nationaler KI-Leistungsfähigkeit ab. Der breitere Wettbewerb umfasst:
Chinas Ansatz lässt sich daher am besten als Versuch verstehen, die Abhängigkeit von US-zentrierter Technologie zu verringern und China zugleich als tragfähigen Alternativpartner für KI-Entwicklung und -Governance zu etablieren. Die Rhetorik offener KI, Exportkontrollen für Seltene Erden und die militärische KI-Agenda verfolgen dieses Ziel auf unterschiedlichen Zeithorizonten und mit jeweils eigenen Grenzen.
Beide Seiten stellen die eigenen Beschränkungen als defensiv dar und das Verhalten der anderen Seite als Zwang oder Destabilisierung. Die vorhersehbare Reaktion ist mehr Eigenständigkeit: stärkere heimische Technologieentwicklung, diversifizierte Lieferketten, neue Bündnisse und eine intensivere militärische Nutzung kommerzieller KI-Fortschritte.
Für Unternehmen und Regierungen lautet die dauerhafte Lehre: Der KI-Wettbewerb zwischen den USA und China lässt sich nicht allein am besten verfügbaren Modell ablesen. Ein Leistungsabstand von 2,7 % ist ein klares Zeichen für wachsenden Wettbewerbsdruck. Er beseitigt jedoch weder die US-Vorteile bei Investitionen und Modellproduktion noch Chinas Fähigkeit, über industrielle Lieferketten den Zugang zu beeinflussen und die KI-gestützte militärische Modernisierung voranzutreiben. 49
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China inszeniert sich als Verfechter offener und souveräner KI, nutzt aber zugleich Seltene Erden als strategischen Hebel und treibt die „Intelligentisierung“ der Volksbefreiungsarmee voran.
China inszeniert sich als Verfechter offener und souveräner KI, nutzt aber zugleich Seltene Erden als strategischen Hebel und treibt die „Intelligentisierung“ der Volksbefreiungsarmee voran. Der Wettbewerb betrifft nicht nur Chatbots und Benchmarks, sondern auch Chips, Rohstoffe, Cloud und Infrastrukturangebote, Regeln der globalen KI Governance sowie militärische Informationssysteme.
Die verfügbaren Belege zeigen KI Einsatzfelder der chinesischen Armee bei Aufklärung, Training, Logistik, Führungsunterstützung und Zielerkennung – nicht jedoch eine verifizierte, vollständig autonome KI Tötungskette.