CATL verschiebt die CO₂ Bilanz von einem freiwilligen ESG Kriterium in Richtung kommerzieller Zugangsvoraussetzung: Ab 2027 sollen neue Lieferanten Daten zum Produkt CO₂ Fußabdruck vorlegen. Der größte Hebel liegt laut CATL vorgelagert in der Lieferkette: Mehr als 80 Prozent der Lebenszyklus Emissionen seiner Produk...
Forschungsantwort

Create a landscape editorial hero image for this Studio Global article: How is CATL making carbon performance a decisive competitive requirement in the battery industry by warning that batteries which are not low. Article summary: CATL is trying to turn carbon from a voluntary ESG attribute into a commercial qualification: a battery supplier must be able to measure, document, and reduce lifecycle emissions to remain eligible for CATL business. Its. Topic tags: general, general web, user generated. Style: premium digital editorial illustration, source-backed research mood, clean composition, high detail, modern web publication hero. Use reference image context only for broad subject, composition, and topical grounding; do not copy the exact image. Avoid: logos, brand marks, copyrighted characters, real person likenesses, fake screenshots, UI text, readable text, watermarks, charts with fa
CATL will neu definieren, was eine wettbewerbsfähige Batterie ausmacht. Kosten, Sicherheit, Energiedichte und Lieferfähigkeit bleiben entscheidend. Die jüngste Klimastrategie des chinesischen Batterieherstellers fügt jedoch eine weitere mögliche Voraussetzung hinzu: eine nachprüfbare CO₂-Bilanz über den gesamten Lebenszyklus.
Der Zeitpunkt ist bemerkenswert. CATL erklärt, bis Ende 2025 in seinen Kernaktivitäten Klimaneutralität erreicht zu haben; alle 20 Batteriewerke seien entsprechend zertifiziert. Das nächste Ziel ist deutlich größer: Bis 2035 soll die gesamte Batterie-Wertschöpfungskette klimaneutral werden. 8
Die eigenen Fabriken bilden nur einen Teil des Klima-Fußabdrucks einer Batterie. Nach Angaben von CATL stammen mehr als 80 Prozent der Lebenszyklus-Emissionen seiner Produkte aus der Lieferkette. Der Fokus verschiebt sich damit von der Stromversorgung der Werke auf vorgelagerte Prozesse wie die Verarbeitung und Raffination von Mineralien sowie die Herstellung von Batteriematerialien. 1
Für die Beschaffung ist dieser Unterschied zentral. Ein Batteriehersteller kann seine Werke emissionsärmer betreiben und dennoch Zellen verkaufen, deren Rohstoffe einen erheblichen CO₂-Fußabdruck tragen. Für CATL liegen deshalb sowohl die größten Einsparpotenziale als auch das größte verbleibende Risiko bei den Zulieferern.
CATLs Fahrplan verknüpft Emissionsmessung direkt mit Einkaufsentscheidungen. Geplante Beschaffungsrichtlinien sollen neue Lieferanten ab 2027 verpflichten, Daten zum Produkt-CO₂-Fußabdruck bereitzustellen. Außerdem will CATL den Einsatz erneuerbarer Energien und die Energieeffizienz bei der Bewertung berücksichtigen. Lieferanten mit besseren CO₂-Werten könnten bei vergleichbaren kommerziellen Bedingungen bevorzugt werden. 15
Damit bekommt die CO₂-Berichterstattung eine neue praktische Bedeutung. Die Daten dienen nicht mehr nur der Nachhaltigkeitskommunikation, sondern können auch die Zulassung, jährliche Überprüfungen und die Verteilung von Aufträgen beeinflussen. Zulieferer, die keine glaubwürdigen und prüffähigen Zahlen vorlegen können, könnten dadurch ins Hintertreffen geraten – selbst wenn ihre Produkte die üblichen technischen und wirtschaftlichen Anforderungen erfüllen.
Die vorliegenden Berichte belegen die Richtung der geplanten Politik, aber keine weitergehende automatische Ausschlussregel. Sie beschreiben geplante Richtlinien und eine mögliche Bevorzugung emissionsärmerer Lieferanten; daraus folgt nicht, dass jeder Zulieferer mit hohen Emissionen sofort sämtliche CATL-Aufträge verlieren wird.
Beschaffungsregeln lassen sich ohne einheitliche Daten nur schwer durchsetzen. CATL zufolge entwickelte das Unternehmen bereits 2022 sein Carbon Chain Management System (CCMS), um Emissionen in den eigenen Produktionsabläufen und bei wichtigen vorgelagerten Lieferanten zu überwachen und zu berechnen. Berichten zur Klimastrategie zufolge erfasst das System inzwischen mehr als 1.000 Modelle für Produkte und Rohmaterialien. 8
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Weitere Berichte sprechen von einer CO₂-Datenbasis für mehr als 100 zentrale Tier-1-Lieferanten. Die Abdeckung wichtiger vorgelagerter Prozesse soll weiter ausgebaut werden. 22
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Diese Infrastruktur ermöglicht CATL, Lieferanten nicht nur nach Preis und technischer Leistung zu vergleichen. Sie kann auch sichtbar machen, an welchen Stellen die meisten Emissionen entstehen und ob behauptete Einsparungen tatsächlich im produktbezogenen Fußabdruck ankommen.
Der erreichte Meilenstein für die eigenen Aktivitäten ist enger gefasst als eine Klimaneutralität der gesamten Wertschöpfungskette. CATL berichtet, dass 2025 in den Kernaktivitäten 100 Prozent des Stromverbrauchs aus CO₂-freien Quellen gedeckt wurden. Für die gesamte Wertschöpfungskette gilt das Ziel der Klimaneutralität bis 2035. 1
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Diese umfassendere Betrachtung schließt auch die Lieferanten ein, deren Materialien in CATLs Batterien gelangen. Dafür reicht es nicht, nur die Stromversorgung der unternehmenseigenen Werke umzustellen. Zulieferer benötigen Zugang zu emissionsärmerem Strom, müssen ihre Energieeffizienz verbessern und belastbare Messverfahren etablieren, die einer Prüfung durch Kunden oder Dritte standhalten.
CATL verbindet den Druck auf Lieferanten nach eigener Darstellung mit Unterstützung bei der Dekarbonisierung. Das könnte praktikabler sein als eine reine Ausschlusspolitik. Wie viel Unterstützung einzelne Zulieferer erhalten oder wie konkrete Schwellenwerte durchgesetzt werden sollen, geht aus den vorliegenden Quellen jedoch nicht hervor.
Sollte CATLs Vorgehen bei großen Batterieabnehmern Schule machen, könnte reine Fertigungskompetenz künftig nicht mehr ausreichen, um Großaufträge zu gewinnen. Lieferanten müssten dann möglicherweise zusätzlich nachweisen:
Das würde Zulieferer begünstigen, die in sauberen Strom, Datensysteme und effizientere Produktionsprozesse investieren können. Zugleich könnten große Batteriehersteller profitieren, die genügend Einkaufsmacht besitzen, um einheitliche Berichtspflichten in ihrem Lieferantennetzwerk durchzusetzen.
CATLs Vorsitzender hat die Richtung zugespitzt formuliert: Batterien, die nicht emissionsarm oder CO₂-frei sind, liefen Gefahr, zurückgelassen zu werden. 14 Der Beschaffungsfahrplan gibt dieser Warnung einen geschäftlichen Mechanismus, indem er die CO₂-Leistung mit der Lieferantenbewertung und einer möglichen Bevorzugung bei Aufträgen verbindet.
CATL hat eine klare Governance-Richtung angekündigt. Die verfügbaren Quellen stützen die Angaben zum operativen Meilenstein für 2025, zum Ziel für die gesamte Wertschöpfungskette im Jahr 2035, zum Anteil von mehr als 80 Prozent der Lieferkettenemissionen, zum CO₂-Managementsystem und zur geplanten Datenpflicht für neue Lieferanten ab 2027. 1
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Sie beweisen jedoch nicht, dass CATL bereits alle emissionsintensiven Lieferanten ausgetauscht hat, dass sämtliche kundenbezogenen CO₂-Rückverfolgungsprogramme vollständig funktionieren oder dass konkurrierende Batteriehersteller gleichwertige Regeln eingeführt haben.
Der entscheidende Test wird daher die Umsetzung sein. CATLs Strategie dürfte den Wettbewerb besonders dann verändern, wenn die CO₂-Daten unabhängig glaubwürdig sind, die Einkaufsregeln konsequent angewandt werden und Automobilhersteller nachweisbar emissionsärmere Batterien auch wirtschaftlich höher bewerten. Unter diesen Bedingungen könnte die CO₂-Leistung neben Kosten, Sicherheit und Energiedichte zu einer Qualifikation werden – und nicht nur zu einem freiwilligen ESG-Vorteil.
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CATL verschiebt die CO₂ Bilanz von einem freiwilligen ESG Kriterium in Richtung kommerzieller Zugangsvoraussetzung: Ab 2027 sollen neue Lieferanten Daten zum Produkt CO₂ Fußabdruck vorlegen.
CATL verschiebt die CO₂ Bilanz von einem freiwilligen ESG Kriterium in Richtung kommerzieller Zugangsvoraussetzung: Ab 2027 sollen neue Lieferanten Daten zum Produkt CO₂ Fußabdruck vorlegen. Der größte Hebel liegt laut CATL vorgelagert in der Lieferkette: Mehr als 80 Prozent der Lebenszyklus Emissionen seiner Produkte entstehen dort – nicht in den eigenen Fabriken.
CATL zufolge waren Ende 2025 alle 20 Batteriewerke der Kernaktivitäten als klimaneutral zertifiziert.