Apple scheint sein erstes faltbares iPhone weiterhin am Mittwoch, 9. September, zusammen mit dem iPhone 18 Pro und iPhone 18 Pro Max vorstellen zu wollen. Entscheidend wird aber sein, ob aus der Präsentation auch ein regulärer Verkaufsstart wird. Denn aktuelle Lieferkettenberichte sprechen für einen sehr vorsichtigen Produktionshochlauf – und damit für deutlich mehr Nachfrage als Geräte zum Start.
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Nur einige Hundert Geräte pro Tag: Noch kein Hochvolumenstart
Laut einem von MacRumors aufgegriffenen Bericht von Nikkei Asia lag die Fertigung Ende August bei lediglich „einigen Hundert Geräten pro Tag“. Als Grund gelten besonders strenge Qualitätsvorgaben von Apple.
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Das steht neben früheren Berichten, wonach Zulieferer sich auf etwa 10 Millionen faltbare iPhones im Jahr 2026 vorbereiten sollten, nach vorherigen Schätzungen von 7 bis 8 Millionen.
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27 Ein Widerspruch muss das nicht sein: Die höhere Zahl beschreibt ein Produktionsziel, die niedrige Tagesmenge den schwierigen frühen Anlauf.
Bei einem Foldable müssen Display, ultradünnes Glas, Scharnier und die Passgenauigkeit des gesamten Gehäuses zugleich die Anforderungen an Ausbeute und Haltbarkeit erfüllen. Apple könnte das Gerät daher ankündigen und die Produktion anschließend weiter hochfahren. Der Bericht ist vor allem ein Warnsignal für die anfängliche Verfügbarkeit – nicht zwingend für eine verschobene Präsentation.
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Was das für Kaufinteressierte bedeuten könnte
Analyst Ming-Chi Kuo veranschlagt die Montage im dritten Quartal auf nur 0,5 bis 1 Million faltbare iPhones. Für die zweite Jahreshälfte 2026 erwartet er rund 7 bis 8 Millionen Geräte, falls die Fertigung Fahrt aufnimmt.
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13 Zum Vergleich: Für iPhone 18 Pro und Pro Max zusammen liegen die Schätzungen im dritten Quartal bei etwa 20 bis 22 Millionen Einheiten.
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Sollten diese Angaben zutreffen, sind mehrere Folgen plausibel:
- Sehr geringe Startbestände: Das faltbare iPhone dürfte zum Verkaufsbeginn erheblich schwerer zu bekommen sein als die Pro-Modelle.
- Zuerst wichtige Absatzmärkte: Ein Lieferkettenbericht nennt die USA, China und weitere Schlüsselmärkte als erste Empfänger der knappen Kontingente. Andere Märkte könnten später folgen.
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- Lange Lieferzeiten nach der Vorbestellung: Kuo rechnet mit einem möglichen sofortigen Ausverkauf und Lieferzeitangaben von vier bis sechs Wochen oder mehr.
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- Gestaffelter Marktstart: Vorstellung und Verkaufsbeginn sind zwei unterschiedliche Schritte. Apple könnte zunächst nur in wenigen Regionen verkaufen oder die Verfügbarkeit über das übliche Zeitfenster der ersten Woche hinaus verschieben.
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Damit ist nicht belegt, dass das Gerät im September gar nicht in den Handel kommt. Eine Ankündigung im September wäre aber kein Beweis dafür, dass zum ersten Verkaufstag ausreichend Stückzahlen bereitstehen.
Vorbestellung und Verkaufsstart bleiben offen
Mehrere Berichte rechnen damit, dass Apple das Foldable am 9. September gemeinsam mit den Pro-Modellen präsentiert.
36 Apple selbst hatte in den hier zitierten Berichten weder Namen, technische Daten, Preis noch Verkaufstermin bestätigt.
Für iPhone 18 Pro und Pro Max wird eine Vorbestellung ab Samstag, 12. September, kolportiert.
42 Ob das faltbare Modell zeitgleich bestellt werden kann oder ob Vorbestellung und Auslieferung später beginnen, ist gerade wegen der niedrigen gemeldeten Produktion offen. Frühere Berichte hielten es für möglich, dass Bestellungen erst ab Oktober möglich sind.
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Name, Preis und Ausstattung: Das wird bisher berichtet
In der Berichterstattung wird das Gerät häufig „iPhone Ultra“ genannt. Das ist jedoch kein von Apple bestätigter Produktname. Erwartet wird ein buchartig aufklappbares Smartphone mit einem etwa 7,8 Zoll großen Innendisplay und einem Außendisplay von ungefähr 5,5 Zoll.
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Beim Preis zeichnen die Berichte ein klares Bild eines neuen Spitzenmodells: In den USA soll das Gerät laut Schätzungen bei rund 2.000 bis 2.500 US-Dollar liegen; je nach Speicher- oder Ausstattungsvariante werden teils noch höhere Preise erwartet.
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Weitere wiederkehrende Angaben – etwa ein Chip der A20-Familie, eine nahezu unsichtbare Falte, bestimmte Kameras, biometrische Funktionen, Materialien oder Abmessungen – bleiben Gerüchte. Als gesicherte Produkteigenschaften sollten sie erst nach einer Apple-Ankündigung gelten.
DRAM-Knappheit als zusätzliches Risiko
Die Herausforderungen betreffen offenbar nicht nur Displays und Scharniere. Reuters berichtete, Apple habe auf steigende Speicherpreise und den daraus entstehenden Druck auf die Profitabilität hingewiesen. Speicherhersteller verlagern Kapazitäten demnach auf höhermargige Produkte für KI-Anwendungen.
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Separate Lieferkettenberichte besagen, dass Apple und seine Fertigungspartner genügend mobilen DRAM-Speicher für die iPhone-18-Pro-Reihe und das faltbare iPhone sichern wollen.
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20 Falls DRAM knapp bleibt, könnte das auch dann die Zahl fertiger Smartphones begrenzen, wenn Apple die Ausbeute bei Display und Scharnier verbessert.
Eine wichtige Einschränkung: Berichte über Apple-Prozessoren im Wert von etwa 1 Milliarde US-Dollar, die auf Speicher warten sollen, wurden später von Kuo angezweifelt. Nach seiner Darstellung plant Apple die Chipproduktion anhand der erwarteten Speicherverfügbarkeit und hält keine großen überschüssigen Bestände unfertiger Produkte vor.
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21 Der allgemeine Druck auf den Speichermarkt ist gut belegt; das genaue Ausmaß eines möglichen Prozessorstaus bleibt umstritten.
Fazit
Die derzeit am besten gestützte Lesart lautet: Apples faltbares iPhone kann am 9. September vorgestellt werden, doch ein gewöhnlicher Start mit hohen Stückzahlen ist unwahrscheinlich. Die gemeldete Fertigung von nur einigen Hundert Geräten täglich Ende August, die Prognose von 0,5 bis 1 Million Einheiten im dritten Quartal und der zusätzliche DRAM-Druck sprechen für kleine Erstkontingente, schnelle Ausverkäufe und lange Wartezeiten bei späteren Bestellungen.
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Für potenzielle Käuferinnen und Käufer ist die vernünftigste Erwartung daher nicht „Start abgesagt“, sondern: „Vorstellung wahrscheinlich, Verfügbarkeit ungewiss.“ Das Apple-Event und vor allem die ersten angezeigten Liefertermine bei der Vorbestellung dürften den tatsächlichen Produktionsstand am deutlichsten zeigen.