Damit fallen erstmals große Teile von Apples Hardware‑Pipeline – vom Chip bis zum fertigen Produkt – unter eine gemeinsame Führung. Das soll Abstimmungen vereinfachen und Entwicklungsprozesse beschleunigen.
Der Schritt spiegelt wider, wie wichtig Apple Silicon inzwischen für das gesamte Produktportfolio geworden ist – von iPhone‑Chips der A‑Serie über M‑Prozessoren in Macs bis zu Wearables und neuen Geräteklassen.
Die zusammengelegte Organisation wird intern in fünf Hauptbereiche gegliedert, die jeweils von erfahrenen Führungskräften geleitet werden und direkt an Srouji berichten.
Diese Bereiche sind:
Die Aufteilung soll Verantwortlichkeiten klarer definieren und komplexe Entwicklungsprogramme besser koordinieren.
Während Hardware‑Engineering‑Teams konkrete Geräte wie iPhone, iPad oder Apple Watch entwickeln, konzentriert sich die Silicon‑Gruppe weiterhin auf Apples maßgeschneiderte Chips. Die Plattformarchitektur sorgt dafür, dass grundlegende Technologien über verschiedene Produktlinien hinweg harmonieren, während Projektmanagement‑Teams große Entwicklungsprogramme koordinieren.
Eine der sichtbarsten Veränderungen betrifft die Führung im Produktdesign.
Die Verantwortung, die zuvor von Managerin Kate Bergeron getragen wurde, wird nun auf zwei ihrer langjährigen Stellvertreter verteilt: Shelly Goldberg und Dave Pakula.
Gemeinsam sollen sie künftig größere Teile der Geräte‑Designarbeit koordinieren, während Richard Dinh weiterhin das iPhone‑Produktdesign führt.
Bergeron selbst wechselt in eine neue Rolle: Sie übernimmt künftig die Verantwortung für Produktzuverlässigkeit über Apples gesamte Hardware hinweg und bleibt gleichzeitig für Materialtechnologien zuständig.
Auch organisatorisch verschiebt Apple mehrere Verantwortlichkeiten. Einige Manager, die zuvor innerhalb der Organisation von John Ternus arbeiteten, berichten künftig direkt an Srouji.
Zudem entstehen neue Teams rund um kommende Produktkategorien und Plattforminitiativen. Dazu gehören unter anderem:
Der Hintergrund: Technologien, die bisher getrennt entwickelt wurden, sollen enger mit den Teams zusammenarbeiten, die daraus marktreife Produkte machen.
In Summe deutet die Reorganisation auf eine klare strategische Richtung hin: mehr Geschwindigkeit und tiefere Integration zwischen Chipdesign und Geräten.
Apple will damit unter anderem:
Gerade bei Apple spielt diese Integration traditionell eine große Rolle. Weil das Unternehmen seine Prozessoren selbst entwickelt, kann es Hardware, Software und Chips besonders eng aufeinander abstimmen – ein Vorteil bei Leistung, Energieeffizienz und neuen Funktionen.
Der Zeitpunkt der Umstrukturierung ist kein Zufall. Sie fällt zusammen mit einem größeren Führungswechsel im Konzern.
Berichten zufolge soll John Ternus später 2026 die Rolle des CEO übernehmen. Während Ternus stärker auf Unternehmensstrategie und Gesamtführung fokussiert sein dürfte, übernimmt Srouji die operative Steuerung der Hardwareentwicklung.
Damit richtet Apple seine Produktorganisation langfristig neu aus. Die Botschaft: In der kommenden Dekade sollen eigene Chips, eng integrierte Entwicklungsteams und schnellere Produktzyklen noch stärker zum Kern der Apple‑Strategie werden.
Auch wenn Apple selten detaillierte Einblicke in seine internen Strukturen gibt, zeigen die aktuellen Änderungen deutlich, wohin die Reise geht: Hardware und Silicon sollen künftig noch stärker als ein einziges, integriertes System entwickelt werden.
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