Wenn ein Objekt mit Mach 5 oder schneller fliegt, erzeugt es eine dichte Stoßwelle und eine thermische Grenzschicht um seinen Körper. Diese aerodynamischen Effekte brechen das einfallende Sternenlicht auf eine Weise, die normale Sternsensoren nicht verarbeiten können. Dieselbe Schicht erzeugt zudem starke Wärmestrahlung, die die schwachen Signale der Sterne überlagern kann . Frühere Versuche, eine sternbasierte Navigation für Hyperschallfahrzeuge zu entwickeln, scheiterten, weil sie diese Verzerrung nicht in Echtzeit kompensieren konnten.
Das Team aus Guangdong entwickelte eine Methode, um diese Brechung vorherzusagen und zu kompensieren, sodass der Sensor die Sternenmuster auch unter extremen Bedingungen verfolgen kann . Konkret bauten sie:
Das System erreichte Erkennungsraten von über 80 % selbst in stark gestörten Umgebungen und über 99 % bei störungsfreien Bedingungen . Das Projekt bestand am 10. August 2026 die abschließende Expertenbewertung
.
Die Himmelsnavigation nutzt Sterne als feste Referenzpunkte, um Position und Ausrichtung eines Fahrzeugs zu bestimmen. Durch die Verfolgung der natürlichen, vorhersagbaren Bewegungen der Sterne kann ein Sensor den Standort des Fahrzeugs berechnen – ohne externe Signale . Das System benötigt weder Satelliten noch Bodenstationen oder Funkemissionen – es ist vollständig passiv.
| Merkmal | Himmelsnavigation (sternbasiert) – dieses System | Satellitengestützt (GPS/BeiDou) | Trägheitsnavigation (INS) |
|---|---|---|---|
| Externes Signal nötig? | Nein – passive optische Erfassung von Sternenlicht | Ja, kontinuierliche Satellitensignale erforderlich | Nein – autark durch Beschleunigungsmesser/Kreisel |
| Immunität gegen elektromagnetische Störungen | Sehr hoch – basiert auf Licht, nicht auf Funk; kann nicht durch HF-Elektronische Kampfführung gestört werden | Niedrig – GPS/BeiDou-Signale sind schwach und leicht störbar oder fälschbar | Sehr hoch – keine externen Emissionen oder Empfänge |
| Autonomie (keine externe Referenz) | Vollständig autonom nach Laden des Sternenkatalogs; kein Kontakt zu Boden oder Weltraum nötig | Vollständig abhängig von der Verfügbarkeit der Satellitenkonstellation | Vollständig autonom |
| Einschränkungen | Erfordert freie Sicht zum Himmel (kann durch Wolken, Tag-Nacht-Übergänge oder Manöver beeinträchtigt werden); Genauigkeit gut, aber historisch weniger präzise als GPS | Globale Abdeckung, aber Single Point of Failure bei elektronischer Kampfführung; leicht ausschaltbar | Drift nimmt mit der Zeit ohne externe Updates zu; günstige INS driften bei Hyperschallflügen erheblich |
| Synergiepotenzial | Kann INS-Drift korrigieren – ergibt ein hybrides System, das störungssicher und über lange Flüge stabil ist | Oft mit INS für periodische Korrekturen kombiniert | Wird meist mit GPS oder Sternenaktualisierungen kombiniert, um Drift zu vermeiden |
GPS- und BeiDou-Signale sind anfällig für elektronische Kampfführung. Sie sind schwach, leicht zu stören und können von Gegnern gefälscht werden. Hyperschallwaffen – die mit Geschwindigkeiten über Mach 5 fliegen – haben nur eine kurze Zeit bis zum Ziel, was eine präzise Navigation entscheidend macht . Ein reines Trägheitsnavigationssystem (INS) driftet mit der Zeit, und bei Hyperschallgeschwindigkeit führt diese Drift zu erheblichen Zielungenauigkeiten.
Das sternbasierte System ist in Autonomie und Störfestigkeit der INS ebenbürtig, bietet aber zusätzlich die Möglichkeit, die Trägheitsdrift durch Himmelsbeobachtungen zu korrigieren. Dies ermöglicht Langstreckengenauigkeit, ohne jemals ein Satellitensignal zu benötigen . Der Nachteil – die Abhängigkeit von optischen Bedingungen und die Notwendigkeit, die atmosphärische Brechung bei Mach 5+ genau vorherzusagen – scheint die zentrale technische Hürde gewesen zu sein, die diese Forschung nach eigenen Angaben gelöst hat
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